Norwegischer Postschiffdient ab 2021 mit zwei Anbietern

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Raoul Fiebig
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Re: Norwegischer Postschiffdient ab 2021 mit zwei Anbietern

Beitrag von Raoul Fiebig »

Hallo CC o t Seas,

ich vermute nicht. Die erste Abfahrt ab Bergen soll am 01.12.2021 erfolgen.
CC o t Seas
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Re: Norwegischer Postschiffdient ab 2021 mit zwei Anbietern

Beitrag von CC o t Seas »

Raoul Fiebig hat geschrieben: 23.11.2021 08:22 Hallo CC o t Seas,

ich vermute nicht. Die erste Abfahrt ab Bergen soll am 01.12.2021 erfolgen.
Telefonisch habe ich heute erfahren dass die erste Abfahrt auf 12.12.2021 verschoben werden mußte.
"Verspätete Ankunft des Schiffs aus der Türkei"
:confused:

LG
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Raoul Fiebig
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Re: Norwegischer Postschiffdient ab 2021 mit zwei Anbietern

Beitrag von Raoul Fiebig »

CC o t Seas hat geschrieben: 30.11.2021 10:55 "Verspätete Ankunft des Schiffs aus der Türkei" :confused:
...das Schiff ist am 24.11.2021 in Bergen eingetroffen. :confused:
CC o t Seas
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Re: Norwegischer Postschiffdient ab 2021 mit zwei Anbietern

Beitrag von CC o t Seas »

Hallo Raoul!

Hier: https://www.travelnews.ch/cruise/20383- ... ieben.html

habe ich noch etwas gefunden!

LG Klaus
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Raoul Fiebig
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Re: Norwegischer Postschiffdient ab 2021 mit zwei Anbietern

Beitrag von Raoul Fiebig »

Hallo allerseits,

die "Havila Capella" ist seit heute tatsächlich im aktiven Dienst. :)
CC o t Seas
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Re: Norwegischer Postschiffdient ab 2021 mit zwei Anbietern

Beitrag von CC o t Seas »

Raoul Fiebig hat geschrieben: 12.12.2021 18:17 Hallo allerseits,

die "Havila Capella" ist seit heute tatsächlich im aktiven Dienst. :)
Gute Nachrichten - auch weil ich das neue Produkt Ende Jänner 2022 auf der südgehenden Route genießen möchte.

Wenn es die Coronalage auch dann noch - OMNIKRON - zuläßt. :confused:

Sollte dann noch das Polarlicht auch noch zu sehen sein, ist alles gut. :)

LG
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Re: Norwegischer Postschiffdient ab 2021 mit zwei Anbietern

Beitrag von CC o t Seas »

HAVILA CAPELLA vom 31.1.2022 bis 5.2.2022 KIRKENES - BERGEN

Die Reise konnte nun doch wie geplant absolviert werden.
Eine wunderschöne Reise mit beeindruckenden Winterlandschaften. Auf einem neuen Schiff das durchaus gefällt; mit sympathischer Besatzung und sehr freundlichem Service.
Das Schif ist neu und hat noch einige Nachbesserungsarbeiten. z.B. einer der beiden Personenlifts hatte noch Reparaturbedarf.
Die öffentlichen Bereiche sind allesamt sehr gemütlich im nordischen Design eingerichtet.
Die Kabine - Außen Deck 5 - ist mit ca. 15 m2 geräumig, bequem und zweckmäßig eingerichtet.
Das Restaurant - als SB Restaurant eingerichtet - Coronabedingt erfolgt Service am Platz. Auf Deck 6 am Heck des Schiffes.
Das Service ist bemüht, die Speisekarte nach Reiseabschnitten alle 3 Tage neu. Die Speisequalität ist gut jedoch meiner Meinung nach etwas eintönig.
Sehr gut ist das kostenlose WIFI-Angebot an Bord. Das bordinterne TV-Info-System hat noch etwas Luft nach oben. (Kein aktueller Steckenverlauf, keine Möglichkeit die Ausgaben an Bord online einzusehen, etc.)
Coronamaßnahmen: bei Betreten des Schiffes wurde sofort ein Antigen-Test gemacht. Erst danach gings zum Check In! Temparaturkontrollen bei jeden Betreten des Schiffs sowie des Restaurantes. Maskenpflicht in allen öffentlichen Räumen. Wurde konsequent eingehalten!
Abstandsregel war insoferne leicht einzuhalten da nur 120 Passagiere an Bord waren!
Ab Alesund hatte es auf der offenen Seepassage Sturm. Die Passage wurde nach mehreren Stunden Wartezeit vor Alesund in den Morgenstunden des letzten Reisetages absolviert. Die Häfen Torvik, Maloy und Florö entfielen.
Eine mehrstündige Verspätung bei Ankunft in Bergen war die Folge. Wetterbedingt kann man diese Passage als "unruhig" :eek: bezeichnen.

Fazit: Eine tolle Reise mit herrlichen Winterlandschaften, ja auch das Nordlicht war zu sehen :thumb: , ein gemütliches gediegenes Schiff das auf der "Hurtigruten-Strecke" seine Fans finden wird.

Keep on Cruisin

Klaus
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Raoul Fiebig
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Re: Norwegischer Postschiffdient ab 2021 mit zwei Anbietern

Beitrag von Raoul Fiebig »

Hallo allerseits,

die "Havila Capella" hängt aktuell in Bergen fest. Hintergrund ist, dass das Schiff durch eine russische Leasinggesellschaft finanziert wurde, die den Sanktionen aufgrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine unterliegt. Damit steht wohl auch der Versicherungsschutz des Schiffs infrage, weshalb es zunächst aufgelegt wurde.
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Re: Norwegischer Postschiffdient ab 2021 mit zwei Anbietern

Beitrag von fneumeier »

Inzwischen hat Havila die Rundreise ab Bergen vom 12. April komplett abgesagt. Gestern ging die Absage nur bis Bodö.

Gruß

Carmen
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Re: Norwegischer Postschiffdient ab 2021 mit zwei Anbietern

Beitrag von Kieler »

Die 'Havila Castor' wurde abgeliefert. Am 10. Mai soll sie den Betrieb aufnehmen...

https://www.cruiseindustrynews.com/crui ... ersan.html
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Raoul Fiebig
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Re: Norwegischer Postschiffdient ab 2021 mit zwei Anbietern

Beitrag von Raoul Fiebig »

Hallo allerseits,

folgende Pressemitteilugn habe ich von Havila Voyages erhalten:
Havila Castor ist in Bergen angekommen

Das zweite Schiff von Havila Voyages, die Havila Castor, hat am frühen Donnerstagmorgen in Bergen festgemacht.

Das neueste Schiff von Havila Voyages, die Havila Castor, ist das umweltfreundlichste Passagierschiff der Welt und wird die klassische Küstenroute zwischen Bergen und Kirkenes befahren. Am Donnerstagmorgen, dem 5. Mai, legte das Schiff nach einer langen Reise von der Tersan-Werft in der Türkei zum ersten Mal in Bergen an.

„Dies ist ein Meilenstein für unsere Reederei, und es war großartig zu sehen, wie die wunderschöne Havila Castor hier in Bergen ankam“, freut sich CEO Bent Martini.

„Die Besatzung an Bord hat auf der Reise von der Türkei aus eine phantastische Leistung erbracht und kam viel früher als erwartet in Bergen an. Gleichzeitig hat sie auf der Rückreise mit Havila Capella im vergangenen Jahr viel Erfahrung gesammelt und die Fahrt mit deutlich weniger Erdgasverbrauch (LNG) durchgeführt als erwartet. Es ist einfach beeindruckend, was sie erreicht haben.“

Hochmoderne Schiffe – gebaut für die Zukunft

Die Havila Castor verfügt über ein energieeffizientes Rumpfdesign, das für die unterschiedlichen Wetterbedingungen an der norwegischen Küste ausgelegt ist. Das Schiff verfügt mit 6,1 Megawattstunden (MWh) über das weltweit größte Batteriepaket auf einem Passagierschiff, was bedeutet, dass das Schiff bis zu 4 Stunden lang emissionsfrei fahren kann.

„Unsere Schiffe sind die umweltfreundlichsten Passagierschiffe, die je auf der klassischen Küstenroute zwischen Bergen und Kirkenes gefahren sind, und bereits im Juni wird die Havila Castor als erstes Schiff geräuschlos und emissionsfrei in das Weltnaturerbe im Geirangerfjord einfahren“, sagt Martini.

Der Antrieb des Schiffes ist eine Kombination aus Erdgas (LNG) und dem Batteriepaket, wodurch das Schiff bereits jetzt die CO2-Emissionen um bis zu 30 % und die NOX-Emissionen um 90 % reduziert. Das bedeutet, dass man die Schiffe von Havila Voyages als die umweltfreundlichsten Schiffe bezeichnen kann, die auf der Küstenroute fahren.

„Unsere Investitionen in Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit sind mehr als nur Worte. Wir erfüllen die Anforderungen, die im Vertrag mit dem Verkehrsministerium festgelegt wurden, vom ersten Tag an“, erklärt Martini.

Der Havila Castor ist auch für klimaneutrale Kraftstoffalternativen wie Wasserstoff und Ammoniak ausgelegt. Mit der heutigen Technologie wird die schrittweise Beimischung von Biogas die CO2-Emissionen weiter reduzieren. „Wir können schon heute klimaneutral fahren, indem wir Biogas als Kraftstoff verwenden. Kurzfristig geht es um den Zugang und den Preis und wir arbeiten eng mit unserem Lieferanten zusammen, um eine Lösung dafür zu finden“, sagt Martini.

Zu den Eigenschaften des Schiffes gehören neben der Emissionsreduzierung auch die Wärmerückgewinnung aus See- und Kühlwasser sowie ein Verpflegungskonzept, das Lebensmittel von Kurzstrecken- und lokalen Erzeugern umfasst. Das Menü an Bord ändert sich während der Fahrt und spiegelt die Gebiete wider, in denen die Havila Castor unterwegs ist. „Unser Ziel ist es, die Lebensmittelverschwendung an Bord zu reduzieren. W ir haben ein völlig einzigartiges Essenskonzept, das unter anderem beinhaltet, dass wir kein Buffet haben. Wir haben viel positives Feedback zu den Menüs erhalten. Das Konzept wird sich sicherlich noch weiterentwickeln, aber wir sind davon überzeugt, dass unser Essen dazu beiträgt, dass das Erlebnis, mit uns zu segeln, ein ganz besonderes ist“, sagt Martini.

Einzigartige und intensive Übung

Die Havila Castor wird nun die letzten Vorbereitungen treffen, bevor die erste Rundfahrt am Dienstag, den 10. Mai um 20.30 Uhr von Bergen aus startet. „Intern verwenden wir den Begriff ‚das Schiff umdrehen‘ und das werden wir in etwas mehr als 5 Tagen schaffen. Es ist ein einmaliges und ziemlich heftiges Unterfangen, aber wir werden es schaffen“, sagt Martini.

„Wir freuen uns sehr darauf, das Schiff auf die Route entlang der norwegischen Küste zu bringen – für unsere Passagiere, für die Küstengemeinden und für unsere Mitarbeiter. Der Countdown läuft und wir freuen uns auf die Jungfernfahrt.“

Während der Rundreise wird die Havila Castor in 11 Tagen 34 Häfen entlang der norwegischen Küste anlaufen.

„Wir haben mit Spannung auf die Auslieferung der Havila Castor gewartet, um unseren Auftrag und die Vereinbarung mit den norwegischen Behörden zu erfüllen. Nun verfügen wir über ein hochmodernes Schiff mit großen Kabinen und stilvollem nordischen Design, das unsere Passagiere in vollen Zügen genießen können“, fasst der sichtlich stolze Martini zusammen.
Schiff liegt leider etwas unglücklich. Evtl. bekomme ich heute Abend, wenn wir ablegen, noch ein Foto hin.
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Re: Norwegischer Postschiffdient ab 2021 mit zwei Anbietern

Beitrag von Svennimo »

Moin,

die nächste Reise der Havila Capella wurde angesagt.

https://www.cruiseindustrynews.com/crui ... -sail.html

LG Sven
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Re: Norwegischer Postschiffdient ab 2021 mit zwei Anbietern

Beitrag von Raoul Fiebig »

Hallo allerseits,

folgende Pressemitteilung habe ich von Havila Voyages erhalten (das Foto stammt von mir und wurde am 07.05.2022 in Bergen aufgenommen):
Havila Castor legt planmäßig in Bergen ab

Das zweite Schiff von Havila Kystruten, Havila Castor, hat am Dienstagabend in Bergen ihre erste Rundreise auf der klassischen Küstenstrecke zwischen Bergen und Kirkenes begonnen.

Um 20.30 am Dienstag, dem 10. Mai, hieß es «Leinen los» für Havila Castor am Jektevikterminal in Bergen, um Kurs nordwärts Richtung Kirkenes aufzunehmen. Dies ist das zweite Schiff der Reederei, das die Küstenstrecke bedienen wird.

„Daß wir jetzt nordwärts reisen können ist ein großer Tag für Havila Kystruten. Eine fantastisches Team von Angestellten und Lieferanten hat seit der Ankunft von Havila Castor in Bergen in der vorigen Woche Tag und Nacht gearbeitet, um das Schiff für den heutigen Tag bereitzustellen. Sie haben mit Glanz bestanden», sagt Geschäftsführer Bent Martini.

« Wir hätten diese anspruchsvolle Aufgabe nicht schaffen können ohne daß alle ihr möglichstes und etwas mehr gegeben haben. Dabei zu sein bei einer Vorbereitung in dieser Größenordnung, und so schnell zu arbeiten in kurzer Zeit, ist einzigartig, und alle, die dabei waren, können sehr stolz auf ihre Leistung sein. „

Havila Castor, gemeinsam mit dem Schwesterschiff Havila Capella, sind topmoderne Schiffe, mit technischen Eigenschaften die sie zu den umweltfreundlichsten Schiffen machen die je die klassische Küstenstrecke zwischen Bergen und Kirkenes gefahren sind. Der Antrieb der Schiffe ist eine Kombination aus Naturgas (LNG) und einem Batteriepaket von 6,1 Megawattstunden (MWh) – das weltgrösste Batteriepaket auf einem Passagierschiff. Havila Kystruten hat rund 500 Millionen Kronen zusätzlich investiert, um ihre Schiffe umweltfreundlich betreiben zu können.

« Unser Versprechen bezüglich Klima und Umwelt halten zu können ist wichtig für uns, das soll nicht nur Gerede sein. Die Zahlen von Havila Capellas vergangenen Reisen zeigen, dass wir bei dem jetzigen Betrieb die CO2-Emission mit über 30% reduzieren können, und da geht noch mehr“ sagt Martini.

„Unter anderem würde eine kommende Mischung aus Biogas die Emission weiter reduzieren.“

Bereits in einem knappen Monat wird Havila Castor Geschichte machen.

«Am Donnerstag dem 2. Juni wird Havila Castor mit reinem Batterieantrieb in den Geiranger Fjord fahren, lautlos und emissionsfrei, als erstes Passagierschiff jeher, 4 Jahre vor den Auflagen der Behörden bezüglich dieser Reisen in unserer Weltkulturerbe. Wir sind stolz darauf, diesem Anspruch bereits jetzt gerecht werden zu können“, sagt Martini.

Neu und modern

Alle neuen Küstenstreckenschiffe von Havila Kystruten sind mit modernen norwegischen Möbeln in klassisch nordischem Design eingerichtet. Die Mahlzeiten an Bord spiegeln die Gegenden durch die wir reisen, und an Bord kann man die wunderschöne norwegische Küste durch große Fenster betrachten, die die Natur mit wechselndem Wetter und Licht hereinlassen. Außerdem werden die Passagiere in großen und modernen Kabinen eine angenehme Nachtruhe finden.

„Unsere Kabinen sind großzügig, und die Außenkabinen, die in der Anzahl überwiegen, haben große Fenster so daß man die Aussicht genießen kann. Die Betten an Bord sind sehr bequem, und man schläft bei uns gut», sagt Martini.

„Das Essen, das man an Bord bekommt, ist ein Teil des gesamten Erlebnisses, mit uns zu reisen, und bietet lokal produzierte Lebensmittel mit kurzen Lieferwegen von Lieferanten, die entlang der Küste leben. Dies ist ein Beitrag für die lokale Wertschätzung, und gibt unseren Passagieren eine ganz eigene kulinarische Erfahrung“, sagt Martini abschließend.
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Re: Norwegischer Postschiffdient ab 2021 mit zwei Anbietern

Beitrag von Kieler »

Die Probleme um den russischen Eigner werden gelöst.

https://www.cruiseindustrynews.com/crui ... Ebg8ifFqaY
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Raoul Fiebig
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Re: Norwegischer Postschiffdient ab 2021 mit zwei Anbietern

Beitrag von Raoul Fiebig »

Hallo allerseits,

nachfolgende Pressemeldung habe ich von Havila Voyages erhalten:
Gehen vor Gericht, um Havila Capella zu übernehmen

Havila Kystruten ergreift rechtliche Schritte, um Eigentümer des Küstenkreuzfahrtschiffs Havila Capella zu werden, und ihre Interessen an denen im Bau befindlichen Schiffen zu sichern.

Seit dem 12. April liegt die Havila Capella am Kai in Bergen, nachdem die Versicherungen die Schiffsversicherung wegen Sanktionen gegen russische Interessen gekündigt hatten. Die langfristige Finanzierung des Schiffes mit GTLK Asia ist ein Finanzierungsleasing, bei dem die Darlehensunterlagen Havila Kystruten alle Rechte und alle Verantwortung für den Betrieb des Schiffes übertragen, als ob das Schiff vollständig im Besitz von Havila Kystruten wäre. Das Unternehmen hat zwei Jahre nach Lieferung ein Kaufrecht gegenüber der Leasinggesellschaft und eine Kaufverpflichtung am Ende des Vertrags mit dem Ministerium für Verkehr und Kommunikation. Am 8. April wurde GTLK als Folge des Krieges Russlands gegen die Ukraine in die EU-Liste der sanktionierten Unternehmen aufgenommen.

Am 26. April erhielt das Unternehmen vom Außenministerium die Genehmigung, das Schiff für 6 Monate zu betreiben. Während der Verlängerung der Ausnahmeregelung hat sich das Außenministerium zu der für die Schiffsversicherung geltenden Ausnahmeregelung nicht geäußert. Diese musste vom Versicherer eigens beantragt werden und wurde am 9. Mai abgelehnt. Während dieser Zeit hat Havila Kystruten an kurzfristigen Lösungen gearbeitet, um das Schiff wieder in Betrieb zu nehmen, und gleichzeitig an Lösungen für einen Eigentümerwechsel des Schiffes gearbeitet.

Diese Woche reichte Havila Kystruten beim High Court of Justice, Business and Property Courts of England and Wales, Commercial Court (QBD) in London den Fall ein, um einen Eigentümerwechsel des Schiffes zu erzwingen.

• Es ist uns wichtig, Eigentümer der Havila Capella zu werden. Wir haben versucht, mit GTLK Asia eine Lösung zu finden, aber die einzige Lösung, die sie vorgeschlagen haben, ist die Zahlung des fälligen Betrags. Es wäre illegal, wenn wir den fälligen Betrag an ein sanktioniertes Unternehmen zahlen würden. Wir wollen die Schuld ausgleichen, indem wir den Betrag, den wir GLTK Asia schulden, auf ein gesperrtes Konto einzahlen. Der Betrag wird an GTLK Asia gezahlt, wenn die Sanktionen aufgehoben werden, sagt CEO Bent Martini von Havila Kystruten.

• Wir haben auch bei unserem Finanzierungspartner keine große Bereitschaft gefunden, eine einvernehmliche Lösung zu finden, und befürchten. Daher entscheiden wir uns jetzt, rechtliche Schritte einzuleiten, um einen Eigentümerwechsel zu fordern.

Havila Kystruten war in ständigem Dialog mit mehreren Ministerien in Norwegen, um eine vorübergehende Lösung zu finden, das Schiff auf der Route entlang der Küste betreiben zu können, zu der das Unternehmen gemäß einem Vertrag mit dem Verkehrsministerium verpflichtet ist. Bisher wurde keine politische Lösung gefunden.
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Falls Havila Kystruten gerichtlich erfolgreich ist, wird Havila Capella wieder in Betrieb genommen.

• Ein Durchbruch für den Eigentümerwechsel wird die Herausforderungen lösen, vor denen wir stehen, damit Havila Capella eine Vollversicherung erhält und auf die Route entlang der norwegischen Küste zurückkehren kann. Es wird uns finanziell viel bedeuten, das Schiff wieder in den Fahrplan aufzunehmen, aber ebenso bedeutet es auch den Küstengemeinden und dem norwegischen Tourismus viel, sagt Martini.

GTLK Asia ist der formelle Eigentümer des Schiffes nach der 2019 gewählten Finanzierungslösung, fast drei Jahre vor der tragischen russischen Invasion in der Ukraine. Dabei handelte es sich um eine sogenannte „Sale-and-lease-back“-Finanzierung, was bedeutete, dass die Havila Capella von der Leasinggesellschaft übernommen wurde, die dann das Schiff and Havila Kystruten vermietet hat.

• Im Vertrag haben wir eine Kaufverpflichtung für das Schiff nach 10 Jahren, gleichzeitig haben wir das Recht, es während der Vertragslaufzeit zurückzukaufen. Gleichzeitig setzt diese Art der Vereinbarung voraus, dass Havila Kystruten alle anderen Verantwortlichkeiten auf dem Schiff hat, so dass das tatsächliche Eigentums- und Eigentumsverhältnis bei unserer Reederei liegt. Die finanzielle Lösung bedeutet auch, dass Havila Capella als Eigentum von Havila Kystruten kapitalisiert wird und auch in Norwegen steuerlich ansässig ist, erklärt Martini.

Parallel arbeitet das Unternehmen an der Refinanzierung der gesamten Flotte.

• Die Tilgung unserer Verbindlichkeiten gegenüber GTLK hängt davon ab, ob wir mit der laufenden Refinanzierung unserer Schiffe erfolgreich sind, sowohl der von der Werft gelieferten als auch der im Bau befindlichen Schiffe.

• Die eingeleiteten rechtlichen Schritte umfassen Anforderungen zur Wahrung der Interessen des Unternehmens an Schiffen, die in der Tersan-Werft gebaut werden. Wir haben heute, den 16. Juni 2022, eine Entscheidung nach englischem Recht erhalten, die besagt, dass ohne die Genehmigung von Havila Kystruten keine Aktivitäten oder Transaktionen im Zusammenhang mit den beiden im Bau befindlichen Schiffen durchgeführt werden können.

Eine Klarstellung des englischen Rechts bezüglich Havila Capella wird in angemessener Zeit erwartet.

Antrag auf Nurtzungsrecht und Festsetzung

Am 16. Juni wurde beim Bezirksgericht Hordaland ein Antrag auf vorübergehende Festsetzung und Nutzungsrecht von Havila Capella gestellt.

• Ein Antrag auf vorübergehende Festsetzung und Nutzungsrecht von Havila Capella ermöglicht es, das Schiff im Namen von Havila Kystruten zu versichern, bis wir das Eigentum übernehmen können, schließt Martini.
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Re: Norwegischer Postschiffdient ab 2021 mit zwei Anbietern

Beitrag von Raoul Fiebig »

Hallo allerseits,

folgende Pressemitteilung habe ich von Havila Voyages erhalten:
Havila Capella nimmt den Betrieb wieder auf

Havila Kystruten hat von der norwegischen Schifffahrtsdirektion die erforderlichen Bescheinigungen erhalten, sodass das Küstenkreuzfahrtschiff Havila Capella nun vollständig versichert ist. Somit kann der Betrieb an der norwegischen Küste wieder aufgenommen werden.

Die Havila Capella liegt seit dem 12. April am Kai in Bergen fest, nachdem die Versicherungsgesellschaften ihre Verträge für das Schiff aufgrund der EU-Sanktionen gegen die Leasinggesellschaft GTLK Asia aufkündigten.

Havila Kystruten hat zuletzt an Lösungen gearbeitet, das Eigentum an dem Schiff zu übernehmen. Unter anderem hat das Unternehmen eine Klage beim High Court of England & Wales in London eingereicht, um einen Eigentümerwechsel der Havila Capella zu erzwingen. Gleichzeitig hat die Reederei am 16. Juni beim Bezirksgericht Hordaland einen Antrag auf vorläufigen Arrest und Zwangsverwendung der Havila Capella gestellt.

Wiederaufnahme des Betriebs am 28. Juni

Am 20. Juni erging das Urteil des Bezirksgerichts Hordaland, in dem dem Antrag des Unternehmens stattgegeben wurde.

„Durch das Urteil des Bezirksgerichts Hordaland wurde uns die Rolle des Hauptverwalters von Havila Capella übertragen, mit allen Rechten, die ein eingetragener Eigentümer hat“, erklärt Martini.

„Die norwegische Schifffahrtsdirektion hat Havila Kystruten nun gültige Zertifikate für die Havila Capella ausgestellt, was bedeutet, dass wir eine gültige P&I-Versicherung mit Unterstützung der Versicherungsgesellschaft Skuld erhalten haben. In den nächsten Tagen werden wir die Kaskoversicherung für das Schiff abschließen. Die Capella kann ab dem 28. Juni also wieder in Betrieb genommen werden und zu ihrer nächsten Reise entlang der norwegischen Küste aufbrechen“.

Martini weist zudem darauf hin, dass Havila Kystruten in dieser Angelegenheit gut mit der norwegischen Schifffahrtsdirektion zusammengearbeitet und einen guten Dialog geführt hat.

Große Bedeutung für die Küstengemeinden

Die Havila Capella liegt am Kai in Bergen, mit der Besatzung an Bord und ist bereit, wieder Gäste zu empfangen.

„Es war uns wichtig, unsere Werte zu sichern und nicht zuletzt unsere wichtigste Ressource – unsere Mitarbeiter. Wir haben immer daran geglaubt, dass wir eine Lösung finden würden und haben uns dafür entschieden, alle weiter zu beschäftigen. Mit dieser Entscheidung sind wir nun zufrieden. Wir haben eine Besatzung an Bord, die eine große Bereitschaft gezeigt hat, mit einer herausfordernden Situation umzugehen. Und nun freuen sich alle darauf, unseren Gästen die schönsten Seiten der norwegischen Küste zeigen zu dürfen“, sagt Martini.

„Ebenso wichtig ist es für unser Unternehmen, die Havila Capella wieder in Betrieb zu nehmen. Sie ist von großer Bedeutung für die Küstengemeinden und die norwegische Wirtschaft. Von der Wahrnehmung unseres sozialen Auftrags entlang der norwegischen Küste hängt eine beträchtliche Anzahl von Arbeitsplätzen ab. Und auch für die norwegischen Wirtschaft insgesamt oder den Tourismus sind unsere Fahrten entlang der Küste von großer infrastruktureller Bedeutung“, so Martini.

Havila Capella wird am Dienstag, den 28. Juni um 20.30 Uhr, zum ersten Mal seit April von Bergen abfahren.

Hintergrund

Nachdem die Havila Capella von Sanktionen betroffen war, beantragte die Reederei beim norwegischen Außenministerium eine Ausnahmegenehmigung für den Betrieb des Schiffes. Diese wurde am 26. April erteilt und gab Havila Kystruten die Möglichkeit, das Schiff für 6 Monate zu betreiben. Gleichzeitig wurde die Befreiung von der Versicherungspflicht für das Schiff nicht geklärt. Ein Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht wurde vom Außenministerium am 9. Mai abgelehnt.

Das Unternehmen hat versucht, gemeinsam mit den Ministerien Lösungen zu finden, um die Havila Capella wieder in Betrieb zu nehmen, was jedoch nicht gelungen ist.

„Entscheidungen, an denen die Regierung, mehrere Ministerien und führende Politiker beteiligt sind, sind recht kompliziert und brauchen Zeit. Wir haben lange geglaubt, dass wir uns einer schnellen Lösung nähern, aber unser Fall ist politisch noch nicht abgeschlossen“, sagt Martini.

„In diesem Zusammenhang ist es sehr erfreulich, dass wir auf eigene Initiative und in guter Zusammenarbeit mit den norwegischen Behörden, einschließlich der norwegischen Schifffahrtsdirektion, den Anwälten und unserer Versicherungsgesellschaft, eine Lösung gefunden haben, die uns die Möglichkeit gibt, Havila Capella wieder in Betrieb zu nehmen“, schließt er.
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