Transatlantik MSC und Seekrankheit

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Moderator: moeve

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MissHoliday1610
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Transatlantik MSC und Seekrankheit

Beitrag von MissHoliday1610 »

Hallo ihr erfahrenen Kreuzfahrer,

ich habe ein "Problem" und würde mich über Erfahrungen von euch freuen. In einem anderen Thread hatte ich bereits geschrieben, dass ich für 2020 eine Florida-Reise inkl. Kuba/Karibik-Kreuzfahrt plane. Für die Heimreise sieht es wie folgt aus: meine Mitreisende hat sehr strake Flugangst, sodass uns die Idee einer Transatlantik-Kreuzfahrt gekommen ist. Finde ich natürlich super, ich mag ja Kreuzfahrten :) war bisher aber nur im Großraum Europa mit dem Schiff unterwegs. Schon hier musste ich mich bei jeder Nicht-Ententeich-Wetterlage übergeben bzw. wurde es mir schlecht :( egal ob gleichmäßiges Schaukeln oder starke Windböen, die ein Schiff immer mal wieder erfassten. Nun zur Transatlantik und euren Erfahrungen: Die ausgesuchte Route würde Mitte/Ende März in Miami starten --> NY --> Bermudas --> Azoren --> Lissabon --> Mittelmeer. Schiff ist die MSC Divina, da uns die Route aufgrund von 2 Tagen NY so gut gefällt. Zu den Bermudas habe ich in einem anderen Thread schon gelesen, dass es dort wohl öfter windig/wellig sein soll, oje.

1. Wie sind eure Erfahren mit diesem Schiff allgemein und/oder der Route allgemein zur angegebenen Jahreszeit?
Ich weiß, dass es keine Wettergarantie etc. gibt, mich würden aber eure Erfahrungen interessieren.

2. Habt ihr Spezial-Tipps gegen Seekrankheit?
Auf der letzten Reise habe ich vorbeugend täglich Ingwerkapseln genommen. Habe nämlich gehört, dass Ingwer helfen soll, tat es aber nicht :( :D

Es ist sooooo schade, denn ich liebe eigentlich Kreuzfahrten, habe aber bei einer solchen langen Reise keine Lust, dass es mir täglich schlecht geht...

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe.

Grüße Sina

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HeinBloed
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Re: Transatlantik MSC und Seekrankheit

Beitrag von HeinBloed »

Die Crew wird mit grünen Äpfeln mit Salz und Ginger Ale abgefüllt.

Ansonsten gibt es noch die üblichen Seekrankheitmittel, die man rechtzeitig einnehmen soll. Immer den Magen voll halten.

Die üblichen Pflaster und Bänder kann man sich auch geben lassen.

Ob das Wetter gut oder schlecht wird: wenn das jemand wüsste. Egal wie es vorher war: es kann komplett anders sein.

Die Stabilisatoren on Bord sorgen i.d.R. dafür, dass ihr kaum etwas merkt. Das geht bis zu einem gewissen Zeitpunkt gut und dann eben nicht mehr.

Also lass es einfach auf dich zukommen.

Ich kann dir jedoch empfehlen: auf einer QM2, die als Oceanliner und nicht als Kreuzfahrtschiff gebaut ist, merkst du so gut wie gar nichts.

Gruß
HeinBloed

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Re: Transatlantik MSC und Seekrankheit

Beitrag von fneumeier »

Hallo Sina,

nun ja, Hausmittelchen gibt es viele... nicht bei jedem wirkt alles. Vom Akkupressur-Armband (mit oder ohne Strom), dem Vermeiden histaminhaltiger Lebensmittel, Ingwer, grünem Apfel... Wer aber wirklich relativ leicht anfällig ist, sollte sich vorab beim Arzt informieren. Vielleicht ist in dem Fall das Pflaster hinterm Ohr doch die bessere Alternative für einen ungestörten Reisegenuss.

QM2 Mitte März kann auf der Nordroute im Atlantik aber auch etwas ruppig werden. Die MSC Divina geht ja deutlich südlicher. Da ist das Wetter natürlich eher ruhiger. Aber das kann man leider nie vorhersagen.

Gruß

Carmen

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Garfield
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Re: Transatlantik MSC und Seekrankheit

Beitrag von Garfield »

Hallo Sina,

zuerst eines: Normalerweise wird man einmal seekrank. Nur einmal. Wenn das Gehirn "gelernt" hat, dass die Diskrepanz zwischen verschiedenen Sinneswahrnehmungen eben doch keine Vergiftung darstellt, sollte es gut sein.

Prophylaktisch empfiehlt sich gegen Kinetose der Wirkstoff Dimenhydrinat (ein Antihistamin). Gibt es verschreibungsfrei in der Apotheke, 2 - max. 3 x 50 mg täglich reichen in der Regel aus. Nebenwirkung allerdings: Das Zeug macht müde. Macht aber eigentlich aber nichts, immerhin musst Du das Schiff ja nicht selbst fahren.
Vorsicht ist geboten bei Präperaten, die Scopolamin enthalten, z.B. auch die Pflaster. Bei diesem Stoff handelt es sich um ein Alkaloid, das das Brechzentrum im Gehirn lähmt: Dir ist also weiterhin schlecht, nur das Übergeben wird gehemmt. Dieser Wirkstoff wird normalerweise dann eingesetzt, wenn extreme Bedingungen zu erwarten sind, z.B. bei Hochseeregatten oder Parabelflügen - Umstände also, mit denen Otto-Normal-Kreuzfahrer eher selten konfrontiert wird.

Zur Abklärung, was für Dich persönlich am besten hilft, rate auch ich, den Arzt zu konsultieren.

MissHoliday1610
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Re: Transatlantik MSC und Seekrankheit

Beitrag von MissHoliday1610 »

Vielen lieben Dank für eure Antworten :)

Vielleicht sollte ich tatsächlich mal einen Arzt dazu fragen

Ich denke ich kann so einer TA nicht widerstehen, wenn ich schon einmal die Möglichkeit habe. Wie gesagt, bisher habe ich es noch nie irgendwie über den großen Teich geschafft...

Das mit QM2 kommt für uns wohl leider nicht in Frage, da sie ja (glaube ich) meistens von NY startet und wir ja in Florida sind. Zumindest kam die KF mit der QM2 nicht, als ich in diversen Suchen gefiltert hatte.

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Re: Transatlantik MSC und Seekrankheit

Beitrag von seamaster76 »

Und eine Kabine in der Schiffsmitte wählen, da merkt man die Schiffsbewegung am wenigsten. Aber genau das ist bei MSC schwierig, da es die einzige Reederei ist, die Kabinen selbst zuteilt. Bei fast allen anderen, kann man die Kabine selbst auswählen.

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Re: Transatlantik MSC und Seekrankheit

Beitrag von Raoul Fiebig »

seamaster76 hat geschrieben:Aber genau das ist bei MSC schwierig, da es die einzige Reederei ist, die Kabinen selbst zuteilt. Bei fast allen anderen, kann man die Kabine selbst auswählen.
...das kann man bei MSC natürlich auch, allerdings behält sich MSC ausdrücklich eine Änderung auch innerhalb der gebuchten Kategorie vor und eine feste Kabinennummer ist nicht Teil des Reisevertrags.

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Re: Transatlantik MSC und Seekrankheit

Beitrag von Digiman25 »

zuerst eines: Normalerweise wird man einmal seekrank. Nur einmal
Das muss so nicht stimmen: 2018 fehlte an einem Abend unser Kellner. Jim, seit 16 Jahren an Bord eines Schiffes, war seekrank. Wetter und Wellen waren gar nicht so schlimm. Aber ihm passiert es immer wieder mal "manchmal habe ich ein ganzes Jahr Ruhe", so seine Aussage.
Bei mir haben - bis jetzt - Ingwer (scharfer Ingwer als Stäbchen mit bitterer Schokolade oder als Tee), etwas Salzgebäck und die "Seabands" immer geholfen. Ich hoffe, das es so bleibt.
Bei größeren Problemen oder Befürchtungen würde ich mich auch an einen Arzt wenden. Die meisten Medikamente sind nicht ohne und die Neben- bzw. Wechselwirkungen sollte man gut abwägen.
Ich wünsche eine gute (und ruhige) Reise.

Gruß aus Lippe
Walter

MissHoliday1610
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Re: Transatlantik MSC und Seekrankheit

Beitrag von MissHoliday1610 »

Dankeschön für alle eure Antworten... ich werde dann nächstes Jahr berichten, wenn wir es wirklich machen/gemacht haben ;)

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