Zurück vom Nordkap mit der MSC Poesia

Kreuzfahrten mit MSC Cruises
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regensburger
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Zurück vom Nordkap mit der MSC Poesia

Beitrag von regensburger »

Mit der MSC POESIA waren wir vom 15.6.bis 26.6.2010 auf einer Kreuzfahrt von KIEL zum Nordkap und zurück. Die Poesia sieht noch sehr neu aus. Unsere Außenkabine mit Balkon, entsprach voll unseren Erwartungen, wir waren ja im August 2009 auf der Musica und waren mit der schönen Kabine schon vertraut und sehr zufrieden. Wir hatten am 7.Juni die letzte freie Balkonkabine (12049) gebucht. Die kurzfristige Buchung brachte diesmal keinen günstigen Lastminute-Preis.
Der sächsische Dialekt gab auf der Poesia den Ton an, angeblich waren 500-600 Sachsen an Bord.
Es waren auch größere Gruppen von Italienern, Franzosen und auch Spaniern an Bord.
Am Nordkap lag die Queen Mary II schon vor Anker, in anderen Häfen und Fjorden trafen wir neben einigen Hurtigruten Schiffen auch die Aida Aura, die Aida Luna, die Costa Luminosa und die Costa Deliziosa um nur die Größeren zu nennen. Um diese Jahreszeit sind wohl viele Kreuzfahrtschiffe Richtung Nordkap unterwegs. Die Fjorde, obwohl wir zum ersten Male hier waren, kannten wir sozusagen schon von unserer Neuseelandkreuzfahrt von der Südinsel im Fjordland.
Was uns überraschte, obwohl Norwegen mit das reichste Land in Europa ist, sehen die Häuser und die Gärten oft richtig ungepflegt aus. Auch direkt in der Stadt sind die bis zu 1 m hohen Häusersockel teilweise nur mit einem handwerklich schlecht gemachten Rauputz versehen, der dunkelgrau, dunkelbraun oder dunkelgrün gestrichen ist. Auf den oft sehr unebenen Gehsteigen fehlen manchmal Steine oder Platten und es sind gleich Löcher zum Beine brechen vorhanden. Vor der schönen Johanniskirche in Bergen wachsen das Unkraut und die Brennnesseln meterhoch.
Schon zu Beginn der Reise gab es in manchen Bars das angebotene Franziskaner Weißbier nicht und das Schweppes Bitter Lemon entpuppte sich als italienische Zitronenlimonade von Schweppes. Leider ließ die Qualität des Essens, was das Frühstücks- und das Mittags-Buffet betraf, sehr zu wünschen übrig und die Cocktails waren eine Fruchtsaftmischung.Dass Alkohol, wie Rum etc. enthalten war, konnten wir nicht schmecken. Wir sind wohl von unseren vielen Karibikreisen zu sehr verwöhnt. Der Cappuccino versöhnte uns dann wieder, der schmeckte an jeder Bar ausgezeichnet.
Einige Tage vor Ende der Kreuzfahrt waren die meisten Weine so zwischen 20-30 € nicht mehr erhältlich.
Wir hatten jedoch eine schöne Reise, in Hellesylt (Sunnylvenfjord) war es schwül, 18,5 Grad warm. Um 22 Uhr nachts, es war natürlich taghell, fuhren wir mit dem Bus zum ca. 30 km entfernten Nordkap. Ab Mittag hatte es angefangen leicht zu regnen, wir hatten es aber auch schon so erwartet, es war deshalb nicht viel zu sehen. Das Wetter war gemischt, wir hatten einige Tage herrlichen Sonnenschein und auch einige Tage mit starkem Wind, der Monitor in den Bars zeigte so zwischen 60-85 km/h; in Böen einige Male sogar über 100km/h an. Einige Passagiere liefen mit Pflaster hinterm Ohr rum, aber beim abendlichen Dinner fehlten nur wenige Passagiere.
Mit den Sachsen an unserem Tisch hatten wir eine nette Unterhaltung, sie wollten auch die DDR nicht wiederhaben, es war ihre erste Kreuzfahrt und sie waren richtig glücklich.
Als alter Segler, wenns auch mit dem Segelboot nichts mehr wird, möchte ich demnächst noch eine Reise ums Kap Hoorn machen, vielleicht mit einem kleineren Schiff bis in die Antarktis fahren, meine Frau zögert aber damit noch, sie ist vorerst mit unserer Nordkap Reise „zufrieden“.
Grüße von der blauen Donau
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