Sonnendeck Seereisen

Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Carnival Corporation & plc, Royal Caribbean Cruises Ltd. und Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. mit allen Tochtergesellschaften (ohne AIDA Cruises & TUI Cruises)

Moderator: moeve

Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon fneumeier am 19.05.2008 21:09

Hallo zusammen,

hier ist sie, die versprochene Review. Wegen des "geringen" Umfangs habe ich einen neuen Pfad eröffnet und werde nach und nach posten.

Disclaimer: Achtung, es handelt sich um 17 Seiten in Word. Ich übernehme keine Verantwortung für irgendwelche Schäden beim geneigten oder weniger geneigten Leser :eek: !

Gruß

Carmen
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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon fneumeier am 19.05.2008 21:10

Teil 1 - Einleitung

Kurz zu uns: Wir sind eine Familie Anfang der Vierziger mit einer achtjährigen Tochter. Dies war unsere zweite Hochseekreuzfahrt, die erste mit NCL (vorher RCI). Wir haben jedoch bereits elf Flusskreuzfahrten in den USA sowie zwei in Deutschland gemacht.

Das Schiff

Über die Gem wurde ja schon vieles geschrieben. Auffallend sind die etwas gewöhnungsbedürftigen Farben und das sehr fantasievolle und bunte Mobiliar. Da ich durch diverse Fotos schon vorgewarnt war, empfand ich es nicht als ganz so schlimm. Sehr nett und immer gut besucht waren die Rundliegen auf den Außendecks und auch die Samtdoppelbetten in der Spinnaker Lounge.

Kapitän auf unserer Fahrt war der Finne Mikael Hilden, der sich durch seine mehrsprachigen Ansagen auszeichnete. Neben Englisch erfolgten diese auch in Spanisch, Deutsch und – vermutlich – Norwegisch (da eine Gruppe Norweger an Bord war). Einmal war auch Französisch dabei.

Da vielfach die Frage nach der Zahl der deutschen Passagiere gestellt wurde, hier die Antwort: ich weiß es nicht! Leider wurden keine Statistiken genannt. Aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass eine 176 köpfige Gruppe von Berge & Meer an Bord war (ja, die Fahrt wurde wohl mal bei Aldi angeboten). Es waren aber noch deutlich mehr deutsche Reisende an Bord, denn auch wir hatten nicht über Aldi gebucht.

Nebenkosten

Internet

Das langsame Surfen per Satellit ist bei NCL ziemlich kostspielig. Mit $0,75 pro Minute ist man dabei. Dazu kommt eine Einrichtungsgebühr von $3,95. Sparen kann man mit Minutenpaketen (250 Minuten für $ 100 oder 100 Minuten für $ 55). Achtung, die Minutenpakete verlängern sich bei Überschreitung automatisch um ein neues Paket derselben Größe. Mit dem Minutenpaket kann auch ein Laptop kostenlos ausgeliehen werden. WLAN ist auf dem ganzen Schiff möglich auch in der Kabine. Ausdrucke kosten $ 0,50 pro „printjob“. Drucker befinden sich im Internet Café. Eine ausführliche Anleitung für das Einloggen liegt auf der Kabine aus.

Wäscherei

Waschen und Bügeln beginnt bei $ 1 für ein paar Socken bis $ 6,25 für ein Kleid. Nur Bügeln rangiert von $ 1,75 bis $ 3,75 je nach Kleidungsstück. Reinigen kostet von $ 2,25 für eine Krawatte bis $ 10,50 für einen zweiteiligen Anzug.
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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon fneumeier am 19.05.2008 21:11

Teil 2 - Einleitung

Essen und Trinken

Essen

Neben den beiden Hauptrestaurants (Magenta und Grand Pacific) waren auf unserer Fahrt nur der Mexikaner Tequila und das 24-Stunden Restaurant Blue Lagoon zuzahlungsfrei. Ebenso natürlich das Buffet-Restaurant Garden Café. Entgegen der NCL-Website (und der Info im Handbuch auf der Kabine) ist auch der Italiener La Cucina zuzahlungspflichtig. Wie hoch die jeweiligen Zuzahlungen sind, ließ sich leider nirgends entnehmen. Das Cruise Daily sprach nur von „sie werden nicht enttäuscht sein und sehen, dass es die Zuzahlung wert ist“. Ich wünsche mir, ehrlich gesagt, eine klare Aussage vorher. Nun denn. Weitere Zuzahlrestaurants sind das Orchid Garden (Asiate) mit der Sushi Bar und dem Teppanyaki, den Franzosen Le Bistro sowie das Cagney´s Steakrestaurant. Für letzteres ist unbedingt eine Reservierung erforderlich, da es nur vier Tische mit jeweils acht Plätzen gibt. Im Teppanyaki gibt es vier „Runden“ jeden Abend. Je nach Witterung sind – ohne Zuzahlung – das Great Outdoors auf Deck 12 am Heck sowie The Grill auf Deck 12 am Pool geöffnet. An das Garden Café schließt sich das Kinderrestaurant an mit eigenem, kleinen Buffet (Hot Dogs, Hamburger, Pommes u.a.), das erstaunlicherweise häufig mit Erwachsenen belegt war.

Wir waren überwiegend im Garden Café essen und einmal im Tequila. Die Qualität des Essens hat uns positiv überrascht. Das Garden Café bietet zu allen Mahlzeiten eine umfangreiche Auswahl. So gibt es mittags und abends als Hauptgerichte italienische (Pizza, dreierlei Pasta und Risotto), mexikanische (Quesadillas, Chili con Carne u.a.), asiatische (gebratener Reis, gebratene Nudeln), indische, amerikanische und andere Spezialitäten als Hauptgerichte zur Auswahl. Neben einer Salatbar gibt es auch Cesars Salad und zwei verschiedene fertige Salate. Dazu gibt es eine Auswahl an Käsesorten und zahlreiche Brotsorten (auch Laugengebäck). Neben zwei warmen Suppen wird abends zudem auch eine kalte Suppe serviert. Eigentlich bin ich ja kein Suppenliebhaber, aber ich habe immer wieder „zugegriffen“. An mehreren Tagen gab es auch Sushi. Die Nachspeisen haben mich allerdings etwas enttäuscht. Für meinen Geschmack wurde viel zu viel mit Gelatine gearbeitet. Am Obst störte mich, dass alle Melonen und Ananas grundsätzlich mit Schale angeboten wurden. Gibt es eigentlich erdbeerfreie Zonen auf Schiffen? Wenn ja, dann ist dies wohl das Garden Café auf der Gem. Obwohl beste Erdbeerzeit waren diese Früchte nur einmal in einer hervorragenden kalten Erdbeersuppe zu finden. Ein anderes Mal hatte sich eine in den Obstsalat verirrt. Gut waren hingegen die frisch zubereiteten Crepes. Außerdem gibt es Eis und ein Softeisautomat steht zur Verfügung. Beim Frühstück waren auch Vollkornbrot und Semmeln neben zahlreichen anderen Brotsorten erhältlich. Müsliliebhaber sollten sich nicht durch das Schild „Muesli“ irritieren lassen und sich besser umdrehen. Denn an der Mitteltheke gibt es ein gutes Birchermüsli (nur mit etwas zu viel Flüssigkeit). Zur „Muesli“-Theke geht man am besten nur zurück, um sich dort noch Blaubeeren geben zu lassen. Auch Schnittkäse und Schinken sowie ein paar andere Wurstsorten sind zum Frühstück erhältlich. Das übliche amerikanische Frühstück erwähne ich nicht extra (Pancakes, Bacon, Waffeln, Omlette, Eier in diversen Varianten inklusive Egg Benedict mit Lachs u.v.m.).

Getränke

Für Kaffeespezialitäten mit und ohne Alkohol steht das Java Café & Bar auf Deck 7 zur Verfügung. Gebraut wird Lavazza Kaffee. Auf Deck 6 gibt es die Magnums & Shakers Bar (Champagner) und die Maltings Beer & Whiskey Bar, auf Deck 8 die Tequila Bar. Weitere Bars sind über das ganze Schiff verteilt (Topsiders Bar und Bali Hai Bar & Grill am Pool, Great Outdoors Bar, Bliss Ultra Lounge, Star Bar, Spinnaker Lounge).

Eine Getränkekarte für Sodas (alle Coca Cola Getränke) gibt es für $ 6,75 pro Tag, kann aber nur für die komplette Fahrt gekauft werden (plus 15% Trinkgeld). Für Kinder kostet die Karte $ 4 pro Tag. Die normalen Getränkepreise sind allerdings halbwegs moderat. So kostet eine Dose Cola (0,33l) $1,75 (plus 15% Trinkgeld). Eine Sodakarte lohnt sich also erst ab dem vierten Getränk. Wasser, die 1 l Flasche Evian oder 0,75 l Flasche San Pellegrino, schlägt mit $ 4,50 zu Buche.

Der Tagescocktail kostet im Souvenirglas $ 7,95, die restlichen Cocktails bis $ 9,95. Der Fruit Smoothie des Tages schlägt mit Alkohol mit $ 8,95, ohne mit $ 6,00 zu Buche. Der Kaffee des Tages kostet $ 5,75 (mit Alkohol) und $ 3,50 (ohne Alkohol). Zur Abfahrt gibt es das „Sail Away Drink Special“ im Souvenierglas für $ 8,00. An allen Bars gibt es von 8 bis 11 Uhr den „Bloody Mary Breakfast Club!“ mit Bloody Marys, Mimosas (Sekt mit Orangensaft) und Screwdrivers für je $ 4,25. Alles natürlich zuzüglich 15 % Trinkgeld.

Am Pool gibt es den „Bucket“ Bier mit 6 Flaschen. Der Preis hat mich ehrlich gesagt nicht interessiert.

Getränkestationen mit Kaffee, Tee, Eiswasser, Eistee finden sich im Garden Café (3 Stück) und im Great Outdoors. Erst im Laufe der Fahrt entdeckte ich auch die Päckchen mit Pulver für Heiße Schokolade (ich habe die starke Vermutung, dass sie erst später rausgelegt wurden, denn ich hatte danach Ausschau gehalten). An mehreren Getränkestationen gibt es auch Kaffeeautomaten mit Espresso, Cappucchino, Latte Macchiato und Kaffe (jeweils mit oder ohne Koffein). Der Kaffee dort ist besser als der aus den reinen Kaffeeautomaten (jedenfalls was den deutschen Kaffeegeschmack angeht). Morgens gibt es auch Orangensaft, Cranberrysaft und eine dritte Option, die mir leider entfallen ist.

Entertainment

Die abendlichen Shows waren durchwegs perfekt choreographiert und sängerisch einwandfrei. Sehr gute Produktionen, die mir allerdings inhaltlich nicht immer zusagten. Die Gast-Entertainer waren ebenfalls hervorragend. In verschiedenen öffentlichen Bereichen gab es zudem musikalische Unterhaltung durch eine Band, eine Streichergruppe, einen Gitarristen, einen Pianisten und andere.

Das allgemeine Animationsprogramm hat mich eher etwas enttäuscht. Ich hatte mehr den Eindruck, dass es darum ging, die Aktivitäten zu pushen, welche Geld in die Schiffskasse brachten. Es gab natürlich die üblichen Verdächtigen wie Trivia, Bingo, diverse sportliche Aktivitäten, Karaoke und die abendliche Unterhaltung für „adults only“. Daneben natürlich die unvermeidbare Kunstauktion und die ständigen Sonderangebote der Bordshops, die sich aber nicht wirklich als solche entpuppten. Entsprechend war das Tagesprogramm „Cruise Daily“ vollgestopft mit Werbebeilagen, um den Verkauf anzukurbeln.

Kabine

Auf unserer zweiten Kreuzfahrt leisteten wir uns aufgrund eines günstigen Angebots eine Balkonkabine. Die Kabine ist zweckmäßig ausgestattet und bietet im Schrank (Kleiderbügel in ausreichender Menge) mit drei Schubladen und fünf weiteren offenen Fächern auch für drei Personen ausreichend Stauraum. Die Koffer können unter dem Doppelbett verstaut werden. Ein Safe ist ausreichend groß für persönliche Wertsachen inklusive unserem Klein-Laptop. Unter dem Kühlschrank der Minibar findet sich hinter dem Eiseimer mit zwei Gläsern die einzige 230 V Steckdose. Unter dem Spiegel ist eine Ablage für einen Fön samt einer 110 V Steckdose. Am Fenster befindet sich der Fernseher mit Kaffeemaschine (und eine weitere 110 V Steckdose) und einem kleinen Schreibplatz. Der Empfang beschränkt sich trotz der Europäischen Route und zahlreichen Gästen aus Deutschland und Spanien leider auf US-Sender wie CNN, Fox-News, BBC u.a.. Daneben gibt es die Bugkamera und die Landkarte mit aktuellen Infos. Außerdem sind zahlreiche Infokanäle vorhanden mit dem Tagesprogramm, Shopping-Hinweisen, Ausflugsbeschreibungen… Über den interaktiven Bereich können u.a. auch Ausflüge gebucht werden. Gegenüber befindet sich das Doppelbett mit einem Nachttischchen sowie einem Klappsofa für die dritte Person. Bei ausgeklapptem Sofa ist leider der Balkon nur mit Kletteraktionen erreichbar. Das Bett ist ausreichend breit, aber selbst für meine 1,65 m irgendwie zu kurz. Im Zuge des allgemeinen Bettenwahns hat auch NCL auf „normale“ Bettdecken umgestellt, wie wir sie gewohnt sind (allerdings nur eine große, war aber nicht störte, jedenfalls blieb bei uns der nächtliche Kampf um die Bettdecke aus), und es herrscht ein Überfluss an Kopfkissen. Auch die Matratze empfand ich als angenehm – trotz Bandscheibenproblemen. Das Bad ist dreigeteilt. Die Toilette hat eine extra Schiebetür. Mit Mittelteil finden sich unter dem Waschbecken mit schwenkbarer Grohe Einhand-Armatur ein Mülleimer und eine Ablagemöglichkeit für Badtaschen. Über dem Waschbecken gibt es drei Glasbodenregale und eine klassisches Hotel-Handtuch-Rack. An der Tür sind vier Haken samt zweier Handtuchstangen. Achtung, der Stöpsel des Waschbeckens schließt nur vollständig (siehe dazu später). D.h. soll das Wasser ablaufen, muss der Stöpsel entfernt werden und hinterlässt ein tiefes Loch, in welchem sicherlich schon der eine oder andere Ring, Cremetubenstöpsel etc. verschwunden ist. Auf einem der Glasbodenregale fand sich eine Duschhaube und ein Fläschchen Bodylotion. Seifenstücke gibt es nicht, aber einen Dispenser mit Flüssigseife. Die Dusche ist ebenfalls mit einer Glasschiebetür getrennt und hat zwei Eckablagen. Erfreulicherweise findet sich auch hier eine Grohe Armatur mit einem klassischen, herabnehmbaren, deutschen Brausekopf (und nicht einem amerikanischen, an der Wand montierten). In der Dusche gibt es Shampoo und Duschgel aus dem Dispenser. Eine Wäscheleine ist vorhanden.

Die Kabine war übrigens von unseren Steward Cesar und Pedro ordentlich in Schuss gehalten und sauber. Nur die Sektgläser vom Empfang in Barcelona störten die beiden wohl nicht. Offensichtlich hatte sie zudem unser Englisch so überzeugt, dass sie nicht auf die Idee kamen, uns das Tagesprogramm auf Deutsch zu liefern (das aber im Bereich der Rezeption auf Deck 7 auslag). Unsere Nachbarn erhielten es.
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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon fneumeier am 19.05.2008 21:12

Tag 1 Barcelona / Spanien (Abfahrt 19.00 Uhr)

http://www.barcelona-airport.com/ (Flughafen Barcelona)
http://www.barcelonaturisme.com/ (Touristeninformationen Barcelona)
http://www.apb.es/ (Hafen Barcelona)

Da wir erst ca. sechs Wochen vor Abreise gebucht hatten und zudem in Bayern Pfingstferien waren, entschlossen wir uns, das Anreisepaket von NCL zu buchen. Abgesehen von den schon fast üblichen Verspätungen der Münchner S-Bahn (die Stammstrecke war wieder einmal wegen eines Notarzteinsatzes gesperrt) war die Anreise unspektakulär. Condor brachte uns pünktlich nach Barcelona. Es gab auf dem zweistündigen Flug sogar einen Muffin und Getränke. Nur vom vielgepriesenen Familienservice konnten wir bzw. unsere Tochter nichts erkennen, sprich keine Malsachen oder Gummibärchen wie es die Condor-Website verspricht. Auch kein vorgezogenes Boarding von Familien mit Kleinkindern erfolgte.

Im Bereich des Gepäckbandes in Barcelona fand sich bereits eine Mitarbeiterin von NCL, die unsere Namen in ihrer Liste abhakte, unsere Transfer Voucher mit der Flugnummer kennzeichnete und uns den weiteren Weg zum Bus erklärte. Kostenlose Gepäckwagen waren übrigens im Überfluss vorhanden. Nach dem Zoll erwartete uns der nächste Mitarbeiter, welcher uns zu Nummer 3 wenige Schritte weiter begleitete. Dort waren wir auch bereits wieder unsere Koffer los. Zur Überbrückung der Wartezeit auf den Bus erhielten wir alle erst einmal den Pocket-Guide in die Hand gedrückt. Die Busfahrt ging zunächst noch zu einem anderen Terminal, wo weitere Passagiere aufgenommen wurden. Danach folgte ein ca. 30 min Fahrt zum Hafen, wo uns die Gem erwartete. Es war inzwischen kurz nach 16 Uhr (Flugankunft 14:30 Uhr). In der Check-In Halle herrschte gähnende Leere, so dass wir an den aufgebauten Getränken und Kuchen rasch vorbeimarschierten. Pässe zeigen, Foto machen, Kreditkarte einlesen und weiter ging es an Bord, wo wir nur von einem Fotografen kurz gestört wurden. An Bord selbst durften wir die ersten Neuerungen von Freestyle 2.0 erleben, sprich ein Glas Sekt (wahlweise Orangensaft bzw. „Mimosa“, sprich Sekt mit Orangensaft). Der Weg zur Kabine wurde mittels eines Zettelchens beim Check-In erklärt und selbige in Kürze gefunden.

Mit uns im Hafen waren übrigens die SUMMIT und die WIND SURF.

In der Kabine fanden wir zunächst einen Gutschein für einen Onboard-Credit vor. Leider nicht für uns, sondern unsere Nachbarin (aber immerhin wäre der Vorname schon mal richtig gewesen), den wir bei der nächst erreichbaren Housekeeping-Person abgaben. Nicht dagegen fanden wir einen Fön. Selbiger wurde offensichtlich von einem der Vorbenutzer mitgenommen. Über unsere Kabinenstewards wurde rasch Ersatz beschafft, allerdings ein deutsches Modell, was die Frage nach der 230V Steckdose aufwarf. Letztere versteckte sich unter dem Kühlschrank hinter dem Eiskübel. Ein weiteres kleines und sofort behobenes Manko: Die Kabine war nur für zwei Personen vorbereitet und wir mussten erst nach einem weiteren Satz Handtücher fragen.

Um 17 Uhr fand die obligatorische Rettungsübung statt. Zu unserem Erstaunen ist die Muster-Station auf Deck 8 in einem der Restaurants und nicht bei den Rettungsbooten auf Deck 7. Immerhin wurde gewissenhaft jeder auf einer Liste abgehakt. Die Prozedur wurde durch die Ansagen auf Englisch, Spanisch und Deutsch leicht in die Länge gezogen.

Wir machten uns erst einmal auf den Weg zum Tree Tops Kid´s Club, um unsere Tochter zu registrieren. Praktisch: Bei NCL gibt es zwar Bändchen für die Kinder, allerdings werden diese nur während des Besuchs der Kinderbetreuung angemacht und müssen nicht, wie bei RCL, während der kompletten Cruise getragen werden. Überreicht wurde gleich ein Wochenprogramm.

Inzwischen war es schon Zeit für das Abendessen. Da alle Restaurants erst um 18 Uhr öffneten mit Ausnahme des Garden Café, das schon um 17:30 Uhr seine Pforten öffnete, entschieden wir uns für letzteres. Die Abfahrt war für 19 Uhr geplant und diese wollten wir nicht verpassen. Die umfangreiche Auswahl des Buffet-Restaurants hat uns positiv überrascht. Die Getränkeautomaten waren leicht erklärungsbedürftig, aber wenn frau lesen könnte, dann hätte sie auch merken können, dass frau vielleicht doch besser den Knopf der vier drückt, neben dem Eistee dransteht. Aber auch das Problem ließ sich einfach beheben. Übrigens, wer Espresso, Cappuccino oder eine Latte haben möchte, dem sei die zweite Getränkestation ans Herz gelegt, die sich etwas weiter hinten im Garden Café befindet. An der ersten Station im Anschluss an das Buffet gibt es nur Kaffee (wahlweise natürlich mit oder ohne Koffein). Milch steht ebenfalls kostenlos zur Verfügung (Vollmilch oder entrahmte Milch, Half & Half) ebenso wie Eiswasser. Beim Gehen entdeckten wir das Kids´ Café im hinteren Bereich des Garden Café mit einer eigenen kleinen Buffet-Station.

Nach einem kleinen Rundgang über die Pool und Sport Decks war auch schon das Schiffshorn zu hören, das die Abfahrt etwas vorzeitig anzeigte.

Um 20 Uhr öffnete der Kids´ Club und für unsere Tochter gab es nach der Besichtigung kein Halten mehr. Später erfuhren wir, dass 185 Kinder an Bord waren. Darunter waren auch viele Deutsche (meist aus Bayern und Baden-Württemberg, siehe Pfingstferien). Erfreulicherweise sprach auch eine der Betreuerinnen einigermaßen Deutsch (auch wenn das bei unserer Tochter nicht unbedingt nötig gewesen wäre, die Betreuerin hieß übrigens „Sharky“ – alle Betreuer haben nur Nicknames).

Wir gingen um 21 Uhr zur heute einzigen Show. Wie üblich wird am ersten Abend die Entertainment-Crew vorgestellt. Diese Vorstellung zog sich über lange 30 min hin. Der Comedian und Magier Bob Trunell (http://www.bobtrunell.com) entschädigte allerdings für die Wartezeit. Und vor Beginn der Show mussten natürlich noch Bingo-Karten und Aufreißlose für Sofortgewinne von bis zu $2.000 an den Passagier gebracht werden (letzteres wiederholte sich an den folgenden Abenden, einmal gab es einen Schlüsselanhänger mit Lampe als Zugabe und zum Schluss eine Tasche, die angeblich schon alleine $ 20 wert war, die für Lose und Tickets verlangt wurden). Übrigens wurden nach der Show noch Bingokarten kostenlos für das dritte Spiel am nächsten Tag verteilt. Keine Sorge, auch wer noch nie Bingo gespielt hat, kommt gut mit. Alles wird bis ins Detail erklärt.

Gegen 22 Uhr holten wir unsere Tochter wieder ab (Öffnung des Kids´ Club an diesem Tag war 22:30 Uhr, danach gegen Gebühr). Wir fielen im Anschluss müde ins Bett. Des nächtens wurden wir allerdings durch eine klappernde Schranktür und später ein knarzendes Fenster geweckt (der Tipp war, die Kindersicherung zu verriegeln, dann solle es nicht mehr knarzen, warten wir es ab).

In unserer Kabine fand sich auf dem Bett neben der Mintschokolade auch eine rosa Nelke. Ob dies wegen des Muttertags war oder immer üblich, konnten wir nicht herausfinden. In Ermangelung einer Vase wurde eines der Sektgläser zweckentfremdet.
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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon fneumeier am 19.05.2008 21:13

Tag 2 Seetag

Nach der etwas unruhigen Nacht waren wir bereits um 7 Uhr wach und beschlossen zum Frühstück erneut das Garden Café aufzusuchen. Buffet ist einfacher mit Kindern als einer der Speisesäle mit Bedienung. Das Essen ist ohnehin dasselbe.

Unsere Tochter kann vom Kids´ Club nicht genug bekommen, musste sich aber bis 9 Uhr gedulden. Mittags stand Wii auf dem Programm in der Leopard Lounge.

Wir gingen um 10 Uhr zum Texas Hold´em Poker Wettbewerb ins Casino. Nein, nicht zum Spielen, nur zum Zusehen. Leider ist es nicht ganz so spannend wie im Fernsehen, da man die Karten der Spieler ja nicht sieht. Anschließend sahen wir uns die Cooking Demonstration im Orchid Garden an (Sushi und Wok, dann mussten wir weiter). Mal sehen, ob wir uns nun an unsere eigenen Sushi-Rollen wagen. Um 11 Uhr war im Magenta das Treffen mit den Leuten aus dem Cruisecritic Roll Call angesagt. Es gab Kaffee und Orangensaft sowie süße Blätterteigteilchen, aber wer hatte denn schon wieder Hunger? Angetan war ich davon, dass ein Teil der Offiziere anwesend war. Die Begrüßung erfolgte durch den Hotel Direktor. Danach sprach der Kapitän einige Worte. Anwesend waren auch der Stellvertreter des Hotel Direktors, der Cruise Director und der Restaurant Manager. Es wurde ausdrücklich betont, dass NCL die Meinungen auf Cruisecritic wichtig seien. Es wurde gebeten, doch Probleme umgehend zu melden (die Telefonnummern der Offiziere wurden genannt, aber ohne Stift und Papier hätte ich mir ohnehin nichts merken können) und nicht erst in einer Review zu nennen, ohne dass die Möglichkeit zur Behebung der Probleme gegeben wurde. Tja, nur bei dem „Problem“ „16° C und Nieselregen“ am heutigen Tag, versprach der Kapitän zwar Besserung, wollte aber keine Versprechen machen. Ein Rätsel löste sich erst später. Joni, welche das Cruisecritic Treffen organisiert hatte, blieb dem Treffen fern und wurde vermisst. Wie ihre Tochter im Roll Call gepostet hatte, wurde ihr Transatlantik Flug wegen schlechten Wetters gestrichen. Wieder mal ein Beispiel dafür, dass man bei Kreuzfahrten mit Transatlantik Flügen am Vortag anreisen sollte. Joni sollte in Malta zu uns stoßen. Ein Teilnehmer des Treffens kam aus Spanien. Er gehörte zu einer Gruppe von deutschen und spanischen Reise-Journalisten, die an Bord war.

Nachdem wir bereits einen Blick auf die Lunch Menus geworfen hatten, entschlossen wir uns erneut für das Garden Café zum Mittagessen. Zuvor haben wir uns im Great Outdoors noch den „Frühschoppen“ (Austrian-Bavarian Brunch & Celebration) angesehen. Na ja, das esse ich dann doch lieber zu Hause. Der Leberkäse entsprach mehr der englischen Beschreibung „meatloaf“. Aber nach Aussage unserer Tochter waren die Brezn in Ordnung. Danach verdrückte sie noch fünf Sushi-Teilchen aus dem Garden Café.

Um 14:30 Uhr war Family Pizza Making angesagt. Nicht dass die Eltern auch Pizza essen mussten, aber die Anwesenheit der Eltern war angesagt. Um 15:30 Uhr gingen wir in die Spinnaker Lounge, um unsere Glück mit den Bingo-Freikarten herauszufordern. Sagen wir mal so, unsere Rechnung werden wir wohl selbst bezahlen müssen.

In den Shops war der klassischen Gold-/Silberketten bei Inch Sale. T-Shirts mit Aufdrucken der angefahrenen Orte wurden für $15 verkauft und Schmuck war reduziert. Wer weiter Geld ausgeben mochte, konnte dies bei der Kunstauktion.

Wer wollte, konnte sich heute – wie man auf bayerisch sagt – „aufbrezln“. Zwar war kein formeller Abend angesagt, aber es wurden Fotos mit dem Kapitän angeboten. „Dress up or not“ ist bei NCL die Bezeichnung für solche Abende. Auch für Studiophotos war heute die Gelegenheit. Da ich mich nur ungern fotografieren lasse, mache ich einen Bogen um derartige Events und habe auch nicht die geringste Ahnung, was der Spaß kostet.

Für 17:30 Uhr hatten wir im Spezialitäten-Restaurant Tequila reserviert. Mit unserer Tochter in der Kinderbetreuung konnten wir ungestört das mexikanische Abendessen genießen. Die Maitre´D wies uns am Eingang noch darauf hin, dass heute im Speisesaal die Seafood Extravaganza Night sei, nicht dass wir dies verpassen. Eine Gruppe von 12 Spaniern war mit im Restaurant. Der Dress Code bei NCL ist ja relativ locker, aber ab 17 Uhr sind in allen Restaurants außer dem Garden Café Shorts nicht mehr erwünscht. Und zu unserer Überraschung bat die Maitre´D einen der Spanier, sich doch bitte eine lange Hose anzuziehen. Jeans sind übrigens erlaubt mit Ausnahme des etwas formelleren Grand Pacific Dining Rooms. Wie „casual“ der Dress Code ist, sahen wir später, als wir mit unserer Tochter ins Garden Café gingen. Ein amerikanischer Passagier kam uns im weißen Bademantel entgegen (übrigens auch am nächsten Tag bei der Einfahrt nach Valletta; vermutlich hat der Gute nichts anderes zum Anziehen?). Mein erneuter Versuch im Garden Café einer der Maschinen eine Kaffeespezialität mit geschäumter Milch zu entlocken, scheiterte. Der Cappuccino kam gänzlich ohne Milch aus dem WMF-Automaten.

Um 20 Uhr war die erste Show der bordeigenen Truppe mit dem Titel „World Beat“. Der Cruise Director versprach eine musikalische Weltreise. Sagen wir mal so, technisch und musikalisch perfekt. Eine Mischung aus Blue Man Group, Riverdance und mehr. Nur nach dem Sirtaki „Africa“ von Toto als Leitsong für das Land Afrika zu spielen… Wir trösteten uns damit, dass auch Nashville eher verschmalzte und sie offensichtlich nicht einmal vor ihrem eigenen Land musikalischen Respekt zeigten. Nach der Show wie Cruise Director Ray nochmals ausdrücklich auf die Einfahrt nach Valletta hin. Der Lotse solle um 7 Uhr an Bord genommen werden und gegen 8 Uhr sei das Anlegen geplant. Wir zogen es daher vor, früh ins Bett zu gehen.
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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon fneumeier am 19.05.2008 21:13

Tag 3 Valletta / Malta (8.00 – 15.00 Uhr, Dock)

http://www.visitmalta.com/ (Touristeninformationen Malta)
http://www.maltasightseeing.com/ (Hop On Hop Off Bus)
http://www.playmobilmalta.com/ (Playmobil Funpark und Fabrik)
http://www.mma.gov.mt/ (Hafenbehörde Malta)
http://www.vallettawaterfront.com/ (Valletta Informationen)
http://www.atp.com.mt/ (ATP öffentliche Busse)

Um 6 Uhr weckte uns das Handy. Die Kindersicherung am Balkonfenster hat im Hinblick auf das Knarzen des Fensters leider nur eingeschränkte Wirkung gezeigt. Na ja, man gewöhnt sich an alles.

Das Garden Café, das heute als erstes um 6:30 Uhr öffnete, war bei unserer Ankunft um diese Zeit schon rappelvoll (ob das wohl ein Grund ist, sich der Sammelklage der Kalifornierin anzuschließen?). Draußen sah man bereits die Küstenlinie von Malta – leider im Grau. Nach dem Frühstück ging es hoch auf Deck 14 zum Bug, um die Einfahrt zu beobachten. Wie bestellt, riss die Wolkendecke auf und so gelangen wenigstens ein paar Fotos.

Pünktlich um 8 Uhr öffneten sich die „Pforten“ auf Deck 4 und wir gingen an Land. Um diese Zeit ist Valletta noch mehr oder minder im Halbschlaf. An Land waren zwei Info-Pavillions aufgebaut und Prospekte wurden verteilt (u.a. für den Hop On Hop Off Bus). Geht man nach rechts etwa hundert Meter zur Straße, folgt der Empfang durch einen Mitarbeiter der ATP (öffentliche Busse). Die Linie 198 bringt die Passagiere vom Hafen zum Busterminal. Die Fahrt kostet hin und zurück EUR 1 (Ticket für die Rückfahrt aufheben). Im Angebot ist übrigens auch ein Tagesticket für EUR 3,50. Am Busterminal vor Valletta, von dem aus alle Busse sternförmig abfahren, gibt es auch eine Broschüre mit einer Auflistung aller Linien. Wir schlenderten erst durch die Altstadt von Valletta (St. John´s Co-Cathedral, Markt in der Merchants Street, vorbei am Großmeisterpalast) und dann zu den Upper Barracca Gardens. Von dort aus gibt es einen wundervollen Blick über den Hafen von Malta und Fotos vom Schiff kann man auch machen. Wir gönnten uns eine Dose Kinnie, die örtliche Limonadenspezialität aus Bitter Orange und Wermuth, und eine mit Riccotta gefüllte Teigtasche vom Kiosk. Hier folgte ein kleiner Kulturschock: Unsere Tochter blickt verwundert auf die Dose und fragt, wie sie denn die aufbekommen solle? Tja, das sind die Folgen des Dosenpfands! Bei den Gärten gibt es übrigens eine öffentliche Toilette. Vor dem Stadttor fanden wir das Artisan Centre, das sich rühmt, die größte Auswahl an Messing-Türklopfern zu haben. Daneben gibt es Schmuck, Klöppelspitze (sorry, aber das meiste stammt aus China und nicht aus Malta) sowie Glas von Gozo. Unsere Tochter wollte unbedingt ein Malteser-Kreuz und bekam dies in Form von Ohrsteckern. Irgendwie wollte die Zeit nicht so recht vergehen, also beschlossen wir, den Bus nach Mdina zu nehmen. Die einfache Fahrt kostete EUR 0,47 (sprich ein Tagesticket hätte sich für uns nicht gelohnt). Nach knapp 30 min mit einem der älteren Busse waren wir in Rabat, machten eine Runde über die St. Paul Grotte und liefen weiter nach Mdina. Nach einem Rundgang durch die schmalen Gassen dieser einer Festungsanlage gleichen Stadt genossen wir den Ausblick über halb Malta. Mit dem Bus ging es zurück nach Valletta. Noch einmal am Busterminal umsteigen und wir waren gegen 13:30 Uhr zurück am Schiff. Achtung, das Einsteigen erfolgte mit einem kleinen Umweg über das Terminal Gebäude, damit auch jeder in den Genuss des zollfreien Einkaufes kommen kann. Wie wir in der Stadt sahen, bieten sowohl Costa als auch NCL einen Beginn der Rundtour ab Barcelona von Malta aus an. Damit erklärte sich der Punkt „Muster Drill für die in Malta zugestiegenen Gäste“ im heutigen Tagesprogramm.

Nach dem Mittagessen im Garden Café durfte meine Tochter endlich in den Pool. Inzwischen hatte die Temperatur die 20°C Grenze locker überschritten und die Sonne strahlte am Himmel. Am Pool war zur Mittagszeit heute BBQ angesagt mit richtigen Holzkohlegrills.

Um 14:30 Uhr trudelten die letzten Passagiere ein, während die Crew bereits eine der beiden Gangways entfernt hatte. Für 15 Uhr war die Abfahrt geplant, die sich dann jedoch um ein paar Minuten verzögerte, weil noch Gepäck von Passagieren vom Flughafen kam.

Den Nachmittag verbrachten wir bei den Sport Courts, wo sich meine Tochter und mein Mann zunächst an der Kletterwand, dann beim Golfen, schließlich beim Basketball und einem Damespiel versuchten. Der Wind war ziemlich stark, so dass trotz Sonne der Aufenthalt im Poolbereich nicht unbedingt angenehm war.

Um 17 Uhr durfte unsere Tochter endlich wieder in den Kids´ Club gehen, wo es doch viel spannender ist als mit den langweiligen Eltern. Wir entschlossen uns zu einem entspannten Hauptgang im Garden Café und holten unsere Tochter nach etwa einer Stunde ab. Während sie – wie üblich – ihr Essen verschlang, gönnten wir uns den Nachtisch.

Die erste Show war um 19:30 Uhr (die zweite um 21:30) mit „The Second City“ aus Chicago (http://www.secondcity.com). Eine Mischung aus Comedy, Sketchen und Improvisation. Ihre Karriere begannen bei „The Second City“ u.a. Billy Murray und John Belushi. Sehr empfehlenswert, allerdings sind schon gute englische Sprachkenntnisse von Nöten. Später im Verlaufe der Fahrt gab es noch weitere Gelegenheiten, die Truppe kennen zu lernen (z.B. bei einem Family Workshop, Adult Improvisation u.a.).

Nach der Show kündigte Cruise Director Ray nochmals an, dass um 22 Uhr die Straße von Messina durchfahren wird. Für den nächsten Tag sollte um 6 Uhr Capri folgen. Also gingen wir mal wieder früh ins Bett.
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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon fneumeier am 19.05.2008 21:13

Tag 4 Neapel / Italien (8.00 – 19.00 Uhr, Dock)

http://www.inaples.it/ (Touristeninformation Neapel)
http://www.portanapoli.com/GER/ger.html (Touristeninformationen zu Neapel und Umgebung)
http://www.porto.napoli.it/ (Hafen Neapel)
http://www.navlib.it/ (LN Fähren nach Capri)
http://www.napoli.city-sightseeing.it/eng/index.htm (Neapel Hop On Hop Off Bus)
http://www.capritourism.com/ (Touristeninformation Capri)
http://www.vesuviana.it/ (Circumvesuviana S-Bahn von Neapel nach Sorrent)
http://www.parconazionaledelvesuvio.it/ (Vesuv Nationalpark)
http://www.unicocampania.it (UnicoCampania Verkehrsverbund rund um Neapel)
http://www.sitabus.it/ (SITA öffentliche Busse Neapel)
http://www.pompeiisites.org/ (Ausgrabungen Pompeii, Herculaneum, Villa Oplontis
http://www.sorrentotourism.com/ (Touristeninformationen Sorrent)

Pünktlich um 6 Uhr beendete der Wecker das Handy wieder den Schlaf, der dieses Mal schon deutlich tiefer war und das Knarzen geringer. Draußen zeichnete sich bereits die Silhouette von Capri ab. Schnell unter die Dusche und wieder hinaus auf den Balkon. Die Durchfahrt erfolgte zwischen Capri und dem Capo di Sorrento. Capri im Sonnenaufgang ergab einige schöne Bilder. Um diese Zeit zeigte sich auch noch der Vesuv, der später schon wieder im Dunst des Golfes von Neapel verschwand.

Zum Frühstück schnell hoch ins – wohin schon – Garden Café. Und dieses Mal gelang es mir doch tatsächlich einen Cappuccino mit aufgeschäumter Milch dem Automaten zu entlocken. Ach ja, der Herr im Bademantel hat doch Kleidung. Er kam mir im weißen Hemd und schwarzen Shorts entgegen. Ob wohl seine Koffer auch bei dem in Malta noch eingeladenen Gepäck waren?

Am Cruise-Terminal, das den Charme von Mussolini verströmt und im übrigen gerade eine Großbaustelle ist, empfingen uns schon die NORWEGIAN JADE und die VOYAGER OF THE SEAS. Wir lagen links vom Terminal direkt neben der Molo Beverello, von der aus die Fähren gingen. Um Punkt 8 Uhr waren wir abgefertigt und konnten das Schiff über Deck 6 verlassen.

Nach einem kurzen Marsch und Orientierung fanden wir gleich linker Hand die Molo Beverello. Nach meinem Plan sollte eine Jet-Fähre der LN um 8:25 Uhr nach Capri ablegen. Gleich am dem Cruiseterminal zugewandten Ende des Fährterminals ist der Fahrkartenverkauf (auf der Straßenseite). Die einfache Fahrt kostet EUR 17 (EUR 10,50 für Kinder). Wir kauften auch das Rückfahrt-Ticket für die Fähre um 15:25 Uhr ab Capri. Nach ca. 50 min waren wir in Capri. Rechter Hand vom Hafen ist das Ticket-Office für die Autobusse. Die lange Schlange an der Standseilbahn ließen wir „links“ liegen und kauften Busfahrscheine (EUR 1,40 pro Fahrt/Person) für den Bus nach Anacapri. Die Bushaltestelle war ein paar Schritte neben dem Ticket-Office. Dort ist auch eine Leuchtanzeige über die Molenbelegung für die Fähren. Mit dem Bus ging es die abenteuerliche Strecke hoch nach Anacapri. Rechts vom Hauptplatz ist der Sessellift auf den Monte Solaro (EUR 8 hoch & runter, Kind war frei). Oben angekommen genossen wir den Blick über die ganze Insel, der leider durch eine graue Wolke getrübt wurde. Wieder in Anacapri zurück gingen wir zur Villa Axel Munthe. Nein, nicht, um selbige zu besichtigen, aber zum einen wollte ich in dieser Straße mein Lieblingsparfum, das es nur in Anacapri gibt, kaufen und zum anderen beginnt dort die Scala Fenicia. Letztere war allerdings gesperrt, da der Fels dort gerade mit Stahlnetzen abgesichert wurde. Also zurück zum Hauptplatz. Der nächste Bus fuhr nach Capri Ort. Nach einem Gelato gingen wir in Richtung Punta della Traghara (auf der Via Traghara zum gleichnamigen Hotel) und genossen den Ausblick auf die Faraglioni Felsen. Zurück am Hauptplatz schwächelte unsere Tochter und wir nahmen die Standseilbahn zurück zur Marina Grande. Bis zur Abfahrt der Fähre waren es noch zwei Stunden. Unsere Tochter wollte unbedingt Muscheln suchen und so gingen wir zum öffentlichen Strand (bei der Bushaltestelle). Dummerweise handelt es sich um einen Kiesstrand und damit war nichts mit Muschelnsammeln. Heute war das Patronatsfest auf Capri und am Hafen war ein Markt aufgebaut. Also schlenderten wir über diesen und versorgten uns noch mit Wasser. Es stellte sich heraus, dass auch einige Gruppen der Schiffe mit derselben Fähre nach Neapel zurückfuhren. Entsprechend setzte LN gleich zwei Fähren ein. Wir bekamen Platz auf der ersten und verließen Capri schon um 15:10 Uhr.

Zurück am Schiff wollte unsere Tochter natürlich nochmals das gute Wetter ausnutzen und den Pool besuchen. Sollen wir nicht doch mal einen der Speisesäle besuchen? O.k., der Blick auf die Speisekarte riss uns nicht vom Hocker und so ging es wieder ins Garden Café.

Um 18:30 Uhr war „all aboard“ und um 19 Uhr folgte der Abschied von Neapel. Ich liebe diese Stadt ja, habe aber angesichts des immer noch herrschenden Müll Chaos auf einen Besuch verzichtet.

Sehr zum Ärger meiner Tochter öffnete der Kids´ Club heute erst um 19 Uhr. Während der Liegezeiten ist der Club ebenfalls geöffnet, allerdings kostet dann die Stunde Betreuung $ 5.

Wir beobachteten die Abfahrt und die Vorbeifahrt an Capri und Ischia samt Sonnenuntergang vom Great Outdoors aus. Wer hat eigentlich gesagt, dass die rote Sonne bei Capri versinkt? Eine glatte Lüge! Sie versinkt hinter Neapel. Die VOYAGER OF THE SEAS folgte uns aus dem Hafen von Neapel fuhr dann aber südwärts weiter. Die NORWEGIAN JADE brauchte noch eine Weile, bis sie im Hafen umdrehte und uns nachkam.

Die heutige (einzige) Show bestritt wieder die bordeigene Truppe unter dem Motto „Colorz!“. Dieses Mal fanden wir beide, dass das Motto der Show hervorragend umgesetzt wurde. Von „Blue Suede Shoes“ über „Goldfinger“, „Pink Panter“ bis zu „Ebony und Ivory“ und vieles mehr.

Morgen sollte wieder ein anstrengender Tag werden, so ging es erneut früh ins Bett.
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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon fneumeier am 19.05.2008 21:15

Tag 5 Civitavecchia / Italien (7.00 – 19.00 Uhr, Dock)

http://www.romaturismo.com/ (Touristeninformation Rom)
http://www.trambusopen.com/ (Hop On Hop Off Bus Rom)
http://www.atac.roma.it/ (öffentliche Verkehrsmittel Rom)
http://www.ferroviedellostato.it/ (staatliche Eisenbahn)
http://www.grandistazioni.it/client/ (Stazione Termini Rom / Hauptbahnhof Rom)
http://www.civitavecchia.com/ (Civitavecchia)
http://www.portofrome.it/ (Hafen Civitavecchia)


Wer hat eigentlich gesagt, dass eine Kreuzfahrt erholsam ist? Schlimmer als Arbeit! Schon wieder klingelte um 6 Uhr das Handy. Anlegen war bereits um 7 Uhr. Also schnell um 6:30 Uhr ins Garden Café. Die SUMMIT lag schon da. Wir machten um Punkt 7 Uhr fest. Die NORWEGIAN JADE folgte uns. Später kam noch die OCEANIC von Pullmantours dazu, die allerdings im Frachtbereich festmachen musste. Gegen 7:15 Uhr waren wir von Bord. Der kostenlose Hafenshuttle fuhr gleich links vom Ausgang ab. Wir hatten Glück, denn obwohl der Bus halb leer war, fuhr der Fahrer gleich los. Vor dem Hafengelände wurden wir abgesetzt. Rechts entlang des Wassers geht es weiter zum Bahnhof. Etwa 10 min später fand sich der Bahnhof auf der linken Straßenseite. Ein Schild der Mietwagenfirma „Hertz“ war ebenfalls am Bahnhof zu sehen.

Am Fahrkartenschalter waren nur zwei Leute vor uns. Das Zugticket inklusive der ATAC (öffentlicher Nahverkehr in Rom) kostet hin und zurück EUR 9. Am Bahnhof gibt es auch ein Zugticket und ein Tagesticket für den Trambus Open 110, den Hop On Hop Off Bus. Dieses Paket kostet EUR 22 (für Kinder kann das Trambus Ticket erst in Rom gekauft werden). Den 7:37 Uhr Zug hatten wir knapp verpasst, aber um 7:59 Uhr ging bereits der nächste Zug. Etwas mehr als 1 Stunde später waren wir in Roma Termini. Der Weg von Gleis 28 bis zum Hauptausgang an der Piazza dei Cinquecento gestaltete sich als langwierig. Wie im Flughafen folgte ein Laufband nach dem anderen. Immer den „Bus“ Symbolen nach, die dann auch noch aufhörten. Irgendwann sahen wir eine breite Treppe aufwärts und oben den Busbahnhof. Übrigens, wer auf dem Bahnhof noch einmal die Örtlichkeiten benutzen möchte, sollte EUR 0,70 bereit halten. Der Automat wechselt zwar größere Münzen aber leider keine Scheine.

Der Trambus Open 110 findet sich linker Hand entlang der Straße (der Ticketschalter ist gemeiner Weise in der Mitte des Busbahnhofs). Von derselben „Firma“ gibt es noch den Bus Roma Christiana, der nur Kirchen anfährt (www.orpnet.org). Wir entschlossen uns, erst einmal bis zum Vatikan zu fahren, nachdem am Kolosseum, das unsere Tochter unbedingt sehen wollte, die Schlange unendlich lang war. Am Vatikan sahen wir, dass „unendlich“ noch steigerungsfähig war. Es ging einmal rund um die Kolonnaden. Dies bewog uns doch dazu, wieder den Bus zu besteigen. An der Fontana di Trevi stiegen wir wieder aus. Unsere Tochter warf die obligatorische Münze (dass es klappt, zeigt sich ja schon daran, dass wir selbst nicht das erste Mal in Rom waren). Weiter ging es in Richtung Spanische Treppe. Auf dem Weg dorthin fiel uns eine kleine Bäckerei mit Pizzastücken vom Blech auf, welche meine Tochter als die beste Pizza ihres Lebens bezeichnete. Tja, und da irgendwann die Natur ruft, kehrten wir im Restaurant zum Goldenen M ein und nahmen – um den Nachschub zu gewährleisten – ein Getränk zu uns.

Weiter ging es zu Fuß zur Piazza Navona und von dort aus wieder in den Bus zurück zum Bahnhof. Um 15:39 Uhr ging der nächste Zug zurück nach Civitavecchia (wieder Gleis 28). Wie auch bei der Hinfahrt füllte sich der Zug rasch. Ein Einsteigen an der Haltestelle San Pietro würde ich daher nicht anraten. Um 16:57 Uhr waren wir wieder zurück und machten uns auf den Rückweg zum Hafeneingang. Auch dieses Mal gab es keine Wartezeit beim Hafenshuttle.

Eigentlich war die Speisekarte der Hauptrestaurants heute recht ansprechend. Aber unsere Tochter hatte ja um 18:45 Uhr die „Backstage-Tour“ im Kids´ Club gebucht. Also ging es erneut ins Garden Café. Um Punkt 19 Uhr legten wir ab. Warum sind wir eigentlich immer die ersten??

Bei der Rückkehr fanden wir auf der Kabine den Bestellzettel für die Stadtrundfahrten in Barcelona am Ankunftstag vor. Mein Mann versuchte, die eingeschränkten Öffnungszeiten des Tour Desks zu erwischen (18 – 20 Uhr), an dem sich allerdings rasch eine lange Schlange bildete. Eine Garantie gibt es nur für Abflüge ab 15:30 Uhr. Natürlich ist unser Abflug um 15:15 Uhr. Die Dame am Tour Desk meinte aber, das sei kein Problem (dennoch aber unser Risiko). Nun gut, wir werden sehen. Ach ja, obwohl unser Anreisepaket von NCL den Flughafentransfer beinhaltet und die Tour am Flughafen endet, gibt es keinen Refund, mit dem Argument man könne uns ja auch zum Schiff zurück bringen und von dort aus zum Flughafen. Seltsamerweise kann man die Tour mit Ende Flughafen, Hotel oder Plaza Catalunya buchen. Ein gewisses Entgegenkommen hätte ich erwartet. Der Transfer zum Flughafen alleine kostet übrigens $ 25 pro Person. Buchungsschluss war Freitagmittag.

Die heutige Show bestritt der Magier und Comedian Bob Trunell, der bereits am ersten Abend eine Demonstration seines Könnens gegeben hatte. Erneut gab es nur eine Show um 21:30 Uhr. Ach ja, wer schafft es eigentlich in die weitere Abendunterhaltung beipielsweise in die Bliss Lounge?? Ankunft morgen in Livorno ist erneut 7 Uhr. Ich glaube, das nächste Mal werde ich eine Transatlantikkreuzfahrt buchen…
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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon fneumeier am 19.05.2008 21:16

Tag 6 Livorno / Italien (7.00 – 19.00 Uhr, Dock)

http://www.comune.livorno.it/_livo/ (Livorno)
http://www.portolivorno2000.it (Hafen Livorno)
http://www.comune.pisa.it/deutsch/ (Pisa)


Wir gönnten uns heute ein paar Minuten mehr Schlaf und das Handy war auf 6:30 Uhr gestellt. Um 6:10 Uhr waren wir wach, Macht der Gewohnheit offensichtlich. Ein Blick aus dem Fenster zeigte einen grauen Himmel. Das Garden Café war schon bestens besucht und ein freier Tisch nur noch schwer zu bekommen. Um Punkt 7 Uhr erfolgte die Freigabe des Schiffes. Die EUROPA hatte in einiger Entfernung bereits festgemacht.

Das Hafengelände von Livorno ist ein Labyrinth. Angeboten wurde ab 8 Uhr ein Hafenshuttle für EUR 1 (hin und zurück, letzte Rückfahrt um 18 Uhr). Neben den Tourbussen fanden sich auch ein paar Stände eines lokalen Anbieters für Fahrten nach Pisa und Florenz sowie der Mietwagenfirmen Avis und Hertz. Etwas versteckt und um die Ecke standen Taxis in ausreichender Zahl. Mit dem Shuttle ging es in die Innenstadt von Livorno. An der Endhaltestelle hinter dem Busbahnhof Grande Piazza wurden wir auf einen Tabacchi Laden schräg gegenüber hingewiesen (großes Schild Bus Tickets im Schaufenster). Dort kauften wir Fahrscheine für die örtlichen Busse und auch gleich das Zugticket. Das heutige Programm sah nur einen kurzen Ausflug nach Pisa für uns vor. Die örtlichen Busse in Livorno kosten EUR 1 pro Fahrt. Mit der Linie 1 ging es zum Bahnhof. Dort trafen wir gegen 8:30 Uhr ein und mussten feststellen, dass der nächste Zug nach Pisa und Florenz erst um 9:11 Uhr abfuhr. Was die Zugfahrt nun genau kostete, kann ich mangels Preisangabe auf dem Ticket nicht mehr sagen. Aber Zug und Bus jeweils hin und zurück lagen bei ca. EUR 6 pro Person. Die Fahrt nach Pisa dauert ca. 15 min (nach Florenz etwas mehr als eine Stunde). Um 9: 30 Uhr hatten wir Pisa erreicht und machten uns auf den Weg zum Domplatz. Vor dem Bahnhof stehend geht es grob gesagt immer geradeaus. Meine Tochter wollte unbedingt auf den schiefen Turm (EUR 15 pro Person). Der Andrang war nicht besonders groß, so dass wir Karten für die 10:20 Uhr Tour erhielten. Dom, Baptisterium und die Museen kosten alle extra. Der Toilettenbesuch schlägt übrigens mit EUR 0,30 zu Buche (und die Schlangen sind kaum kürzer als an den eigentlichen Attraktionen). Es folgte ein Bummel entlang der Souvenirstände und zurück ging es durch die Altstadt zum Bahnhof. Zwischendurch stärkten wir uns mit einem Panini mit Schinken. Um 12:34 Uhr nahmen wir den Zug zurück nach Livorno. Für die Rückfahrt mit der Linie 1 lautet die Haltestelle Grande Piazza A. An der Shuttle-Endstation stand bereits eine Zahl Mitreisender und es stellte sich die Frage, ob der Shuttle wirklich alle 15 min – wie die Fahrkartenverkäuferin sagte – oder doch alle 50 min – laut Cruise Daily – fuhr. Letzteres schien sich zu bewahrheiten.

Wir kehrten noch kurz im Garden Café ein, als es auch zu regnen begann. Während ich einen Mittagsschlaf vorzog, zog es meinen Mann und meine Tochter zum Wii-Spiel an der Großleinwand. Meine Tochter gewann ein Bowling-Spiel auf der Wii. Auch die Bowling-Bahn in der Bliss Lounge konnte bislang noch nicht ausprobiert werden. Nach Aussage meines Mannes war das echte Bowlen dann doch etwas schwerer als das mit der Wii. Um 17:15 Uhr ging ich in die Spinnaker-Lounge zum Trivia. Der Rest der Familie folgte mir. Mit 14 richtigen Antworten in unserer Gruppe (noch zwei Amerikaner waren dabei) lagen wir weit in Führung.

Um 18 Uhr gingen die Kinder zusammen mit dem Kids´ Club zum Essen (Eintragung am Vortag nötig). Heute abend war erneut „Dress Up or not night“ und die Fotografen standen von 18 bis 22 Uhr im Crystal Atrium zur Verfügung. Das Menue im Magenta riss uns nicht vom Hocker. Das Tequila war um 18 Uhr schon ausreserviert und so ging es erneut ins Garden Café.

Bei der Rückkehr entdeckte ich am Waschbeckenstöpsel einen Siebeinsatz. Also war dieses tiefe schwarze Loch im Waschbecken doch nicht der Normalzustand. Unser Steward muss zudem wohl gestern Abend beim Turn Down Service gestört worden sein. Die Klobürste war noch in der Toilette, das Programm für den heutigen Tag war nicht vorhanden und seitdem fehlte ein Badehandtuch und der Badvorleger.

Die Abfahrt verzögerte sich leicht und erfolgte erst gegen 19:30 Uhr. Den Grund dafür konnten wir nicht erkennen.

Die heutige Show der Bord-Truppe stand unter dem Motto „Get down tonight“ mit Songs aus den 70ern gefolgt von einem Special Thank You seitens der Offiziere & Crew. Es gab wieder zwei Show, um 19:30 Uhr und 21:30 Uhr. Die Show war technisch perfekt und sängerisch hervorragend. Aber auch dieses Mal hatte ich leichte Probleme mit der Songauswahl. Vermutlich hat man als Deutscher die 70er anders in Erinnerung als als Amerikaner.

Für Independant Travelers gab es die Möglichkeit heute abend von 19 bis 23 Uhr die Gepäckanhänger für die individuelle Abreise an der Rezeption abzuholen. Angeboten wurde auch ein Express Walk Off, bei dem das Gepäck selbst zu tragen ist. Für Passagiere, welche das Anreisepaket über NCL gebucht hatten, lagen auf der Kabine heute die Kofferanhänger. Die weitere Information war etwas indifferent mit „bitte begeben Sie sich zur voraussichtlichen Ausschiffungszeit selbständig zur Gangway auf Deck 7, da vor 7 Uhr keine öffentlichen Ansagen gemacht werden“. Wann nun die „voraussichtliche Ausschiffungszeit“ sein sollte, blieb offen. Da wir inzwischen die Stadtrundfahrt gebucht hatten, ignorierten wir – wie bei der Buchung gesagt – die uns gelieferten hellblauen Anhänger. Interessiert hätte es mich allerdings, wann nun unsere „voraussichtliche Ausschiffungszeit“ gewesen wäre (bei einem Flug um 15:15 Uhr). Dies erklärte sich am Abend, da dem Programm für Villefranche auch das für den Ausschiffungstag beigefügt war. Die Abfahrt für den 15:15 Uhr Flug wäre übrigens um 9:15 Uhr.

Gestern bekamen die Kids ja eine Backstage Tour mit Cruise Director Ray. Heute war im Bordfernsehen ein Video dieser Tour zu sehen, auf dem sich alle Kinder mit Namen und Wohnort vorstellten.

Das Chocoholic Buffet von 22 bis 23:30 Uhr ging leider an uns vorbei. Zum einen hatten wir es im Tagesprogramm nicht gesehen, zum anderen waren wir ohnehin schon im Bett.
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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon fneumeier am 19.05.2008 21:16

Tag 7 Villefranche sur Mer / Frankreich (7.00 Uhr – 15.00 Uhr, Tender)

http://www.villefranche-sur-mer.com/accueil_english.htm (Touristeninformationen Villfranche)
http://www.villefranche-sur-mer.org/pag ... ville.html (Karte von Villefranche)
http://www.frankreich-sued.de/villefran ... index.html (deutsche Website zu Villefranche)
http://www.zoocapferrat.com/ (Zoo Cap Ferrat)
http://www.villa-ephrussi.com/ (Villa und Gärten Ephrussi Rothschild, Cap Ferrat)
http://www.darkpelican.com/ (Bootsverleih, Villefranche)
http://www.visitmonaco.com/ (Touristeninformationen Monaco)
http://www.eze-riviera.com/ (Touristeninformation Eze)
http://www.ot-beaulieu-sur-mer.fr/ (Touristeninformation Beaulieu sur Mer)
http://www.nice.fr/ (Touristeninformation Nizza)

Pünktlich um 7 Uhr erfolgte die Freigabe des Schiffes in Villefranche. Bei uns klingelte erneut der Wecker im Handy um 6 Uhr und es folgte das Frühstück. Bei der Ansage der Freigabe die ernüchternde Nachricht, dass die öffentlichen Verkehrsmittel im Laufe des heutigen Tages streiken würden. Nach einer kurzen Beratung beschlossen wir erst einmal an Land zu tendern und dann weiterzusehen, zumal auch der Wettergott heute eher ungehalten war und einige Schauer in der Luft lagen. Geplant war ein Ausflug nach Monaco.

Das Tendern war dank vier Tenderbooten rasch und ohne Wartezeiten. Beim Tendern sahen wir, dass die CRYSTAL SERENITY inzwischen eingetroffen war. Die OCEAN DREAM von Pullmantours folgte später und schob sich noch vor uns.

Im Hafengebäude findet sich ein Stand der Touristeninformation. Dort gibt es einen Stadtplan von Villefranche, eine Übersicht über die Zugfahrzeiten und die erfreuliche Auskunft, dass der Streik schon lange beendet sei. Ein Blick auf die Abfahrtszeiten des Zuges zeigte, dass wir den nächsten Zug um 8:42 Uhr locker erreichen könnten. Die Broschüre mit dem Stadtplan enthält auch eine Wegbeschreibung zum Zug bzw. Bus. Der Zug nach Monaco kostet hin und zurück pro Person EUR 4,80 und braucht 20 min. Der Bus 100 braucht 45 min und kostet EUR 1,30 die einfache Fahrt. Der Bahnhof ist laut Schildern 500 m, die Bushaltestelle 650 m vom Hafen entfernt. Wir entschlossen uns, den Zug zu nehmen. Am Bahnhof spricht das Personal auch Englisch. Zudem liegen Taschenfahrpläne aus, die man für die Rückfahrt mitnehmen sollte. Zum Bahnhof geht es übrigens ab Hafen rechts entlang der Strandpromenade. Zum Bus wiesen die Wegweiser nach links. Wir wollten nach Monaco Altstadt. Dazu muss man beim Aussteigen aus dem Zug nach hinten entgegen dem Strom laufen. Unterirdisch geht es nahe zum Altstadtberg. Der anstrengende Teil kommt beim Aufstieg zum Fürstenschloss. Auf dem Altstadtberg liegt auch das Ozeanographische Institut mit seinem Aquarium, das wir leider nicht geschafft haben. Dort ist die Abfahrt der Touristenbahn (http://www.monacotoursmc.com), die für EUR 7 EUR (Kinder bis 8 Jahren EUR 4) in einer halbstündigen Fahrt an den wesentlichen Sehenswürdigkeiten vorbei fährt. Da in Kürze das Formel 1 Rennen stattfindet, waren überall Aussichtspunkte verbaut bzw. mit hohen Zäunen versehen (wohl damit niemand das Rennen umsonst ansehen kann). Das erschwerte zwar die Aussicht, aber auf diese Weise fuhren wir mit der Touristenbahn über Teile der Formel 1 Strecke und der Laie wundert sich, dass auf dieser engen und teils steilen Strecke tatsächlich Rennwagen mit über 250 km/h fahren können. Zurück am Ozeanographischen Institut schlenderten wir noch durch die Altstadt, besuchten die Kathedrale mit den Fürstengräbern und machten uns dann wieder auf den Weg zum Bahnhof, um den Zug um 12:17 Uhr zurück nach Villefranche zu nehmen. Erfreulicherweise mangelt es Monaco übrigens nicht an öffentlichen Toiletten. Die OCEAN MONARCH lag übrigens im Hafen von Monaco.

Unterhalb des Bahnhofs in Villefranche ist ein öffentlicher Strand, leider mit sehr feinem Kies und nicht mit Sand. Wie wir ebenfalls erst bei der Rückkehr sahen, gibt es auch in Villefranche eine Touristenbahn. Zudem wurden neben dem Hafengebäude Fahrräder mit Hilfsantrieb vermietet.

Das Tendern zurück zum Schiff gestaltete sich wegen der Mittagszeit etwas aufwändiger und wir kamen erst mit dem zweiten Tenderboot zurück. Um das Warten angenehmer zu machen, gab es Eiswasser und Saft.

Wir fielen erst einmal hungrig ins Garden Café ein und überlasen erneut, dass es am Pool auch wieder BBQ gegeben hätte.

Unsere Tochter wollte nochmals zum Wii Spielen an der Großleinwand und um noch eine Unterschrift auf ihrer Activity Card zu sammeln. Leider hatten wir erst gestern von selbiger erfahren. Angeblich sollen die Aktivitäten, für welche es Unterschriften gibt, im Programm gekennzeichnet sein, sind sie aber nicht. Die Einlösung der Unterschriften erfolgte heute um 17:30 Uhr. Für 10 Unterschriften gab es ein T-Shirt. Darunter bestand die Auswahl aus einem Adressbuch, einem Wasserball, einer Frisbee-Scheibe oder einem Dosenkühler.

Um 15 Uhr erfolgte pünktlich die Abfahrt und gleichzeitig am Pooldeck eine Eis-Carving Demonstration. Nach der Abfahrt ging es sogleich an Nizza, dann Cannes und St. Tropez vorbei. Unsere Tochter sah die Kinderbetreuer bei der Family Pool Party und wollte sich natürlich anschließen. Das eigentliche Kinderprogramm begann heute erst um 19 Uhr.

Heute abend gab es zwei Shows, um 19:30 Uhr Close Up Magic mit Bob Trunell und um 21 Uhr Gitarrenmusik rund um die Welt mit George Sakellariou. An einem Tisch mit zwei Zuschauern (und der Rest sah es über die Leinwand) verblüffte Bob Trunell das Publikum mit Kartentricks und anderem. George Sakellariou entpuppte sich als hervorragender Gitarrist. Allerdings würde ich beide Shows nicht als Abendshows bezeichnen. Sie würden besser in eine der Lounges passen. Irgendwie machte es den Eindruck, als hätte man nichts mehr an großer Abendunterhaltung übrig gehabt.

Um 23 Uhr musste alle Koffer vor den Zimmer stehen, sofern man nicht den Express Walk Off gewählt hatte und seine Koffer selber tragen wollte.
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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon fneumeier am 19.05.2008 21:17

Tag 8 Barcelona / Spanien (Ankunft 5.30 Uhr)

Die Ankunft erfolgte pünktlich. Da unsere Stadtrundfahrt erst mit dem Treffen um 8:30 Uhr im Stardust Theater beginnen sollte, ließen wir uns das letzte Frühstück gemütlich schmecken. Das Frühstücksbuffet war übrigens von gewohntem Umfang und nicht für den letzten Tag reduziert worden. Im Theater wurden die Aufkleber mit den Bus-Nummern verteilt. Wir waren auf Bus 1. Gegen 9 Uhr verließen wir die Gem in Richtung Terminal Gebäude. Die Gepäckbänder waren lange und jedes Band hatte vier verschiedene Anhänger-Farben aufgeladen. Einer unserer Koffer wollte einfach nicht kommen (offensichtlich wurde nur aufgeladen, wenn wieder eine Lücke frei war). Wir wurden gedrängt, in Richtung Tourbus zu gehen. Man würde den Koffer suchen. Schließlich kam er doch noch. Also auf zum Bus, nur um festzustellen, dass wir bei weitem nicht die letzten waren. Zunächst ging es in die Altstadt zur Kathedrale. Nach einem kleinen Rundgang gab es Zeit zur freien Verfügung (natürlich mit dem Hinweis auf den Souvenir-Shop und eine Bar). Weiter ging es zur Sagrada Familia mit einem weiteren Stopp und Zeit zur freien Verfügung. Über den Mont Juit und das Olympiagelände erreichten wir kurz vor 13 Uhr den Flughafen. Bis zum Abflug um 15:15 Uhr war noch ausreichend Zeit. Übrigens waren noch nicht einmal die Check-In Schalter geöffnet. Was diejenigen machten, die bereits mit dem Bus um 9:30 Uhr zum Flughafen gefahren wurden, habe ich nicht weiter eruiert.

Der Familienservice bei Condor auf dem Rückflug beschränkte sich im Übrigen darauf, dass der Kapitän die Kinder extra begrüßte. Als Snack gab es ein Käsebaguette. Hätte ich mir für den Mittagshinflug gewünscht und stattdessen den Muffin für den nachmittäglichen Heimflug. Um 17:12 Uhr waren wir wieder auf Münchner Boden. Und wie kann es anders sein: es regnete (nach einer Woche strahlendem Sonnenschein)!
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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon fneumeier am 19.05.2008 21:17

Zusammenfassung

Die Gem hat uns als Schiff sehr gut gefallen. Gut, uns fehlt natürlich noch ein bisschen die Vergleichsmöglichkeit. Vergleiche ich die Gem mit der Grandeur of the Seas im letzten Jahr, hat die Gem in Punkto Hardware die Nase natürlich vorne. Kunststück, die Grandeur hat auch einige Jahre mehr auf dem Rumpf. Beim Essen und der Abendshow liegt NCL ebenfalls nach Punkten vorne. Bei der allgemeinen Unterhaltung gebe ich RCL mehr Punkte. Gleiches gilt für das Kinderprogramm, das bei RCL deutlich anspruchsvoller, kreativer und abwechslungsreicher war (wenngleich die Räumlichkeiten bei der Gem punkten können). Beim Erlebnis Schiff liegt RCL leicht vorne. Auf der Gem hatte ich mehr den Eindruck eines schwimmenden Hotels. Bei RCL gab es wenigstens die Fragestunde mit Kapitän und Offizieren. Und irgendwie fehlt mir dann doch ein Kapitän´s Dinner mit Baked Alaska Parade. Zwar wurde natürlich auch bei RCL versucht, dem Passagier möglichst viel Geld aus der Tasche zu locken. Allerdings empfand ich es auf der Gem als aufdringlicher als auf der Grandeur of the Seas. Das Tagesprogramm fand ich bei RCL übersichtlicher und der abreißbare Streifen für die Hosentasche praktischer. Das Programm bei NCL verteilt sich auf zwei Seiten und führt dazu, dass das eine oder andere übersehen wird. Zudem lässt es sich kaum mitnehmen. Hier wäre u.U. ein Aushang in den Treppenhäusern hilfreich. Die Monitore mit der Wartezeitenanzeige für die Restaurants sind zwar nett, aber wenig informativ. Besser fände ich, wenn auch die Öffnungszeiten mit angezeigt würden und auch der Reservierungsstand. So sind angezeigte freie Kapazitäten nämlich nicht automatisch gleichbedeutend mit freien Plätzen, wie unser zweiter Versuch beim Tequila zeigte.

Alles in allem eine gelungene Fahrt. Der hafenintensive Fahrplan lässt allerdings nur bedingt ein Erholungsgefühl aufkommen.
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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon fneumeier am 19.05.2008 21:19

Noch Fragen?

Wenn nicht, dann gehe ich davon aus, dass bis zu diesem Beitrag inzwischen alle eingeschlafen sind :lol: !

Gruß

Carmen
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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon Joerg am 19.05.2008 22:37

Hallo Carmen,

eingeschlafen bin ich nicht, im Gegenteil. :) Ein sehr schön geschriebener, ausführlicher und detaillierter Bericht, vielen Dank dafür. Wenn ich mal mit einem großen, modernen Schiff fahren sollte, könnte NCL die richtige Wahl für mich sein.

Gruß Jörg
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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon CrownPrince am 19.05.2008 22:37

Hallo Carmen,

vielen Dank für den ausführlichen Bericht und willkommen zurück! :wave:

Ich bin noch nicht eingeschlafen, sondern hellwach, muss aber zugeben, dass ich ihn aufgrund der Länge erst angelesen habe, jedoch aus aktuellem Anlaß den Teil über Villefranche schon mal ganz genau... :rolleyes: :D :cool:

Grüssle,
Andi
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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon HeinBloed am 19.05.2008 22:48

Ortszeit Boston 17.33 Uhr -

Eindeutig nicht eingeschlafen...

Zu den Zuzahlungen: zwischen 10 und 25 USD beträgt die Zuzahlung. Du erfährst es bei der zentralen Reservierung, die auch alle Speisekarten für dich bereit stehen hat.

Ansonsten schön, dass es euch gefallen hat...

Mich hat es nur bestätigt, dass ich diese Tour nicht buchen werde... zuwenig Seetage im Verhältnis zum Frühaufstehen... Deswegen kommt für mich auch die 7-Tages-Runde bei MSC auch nicht in Betracht, worüber sich allerdings das Personal immer sehr freut, weil kaum jemand an Bord ist, außer zum Schlafen...

Danke für den tollen Bericht!!!

Gruß
HeinBloed
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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon fneumeier am 20.05.2008 07:34

Guten morgen,

inzwischen bin ich auch wieder ausgeschlafen :D .

HeinBloed,

ich kenne den Rahmen der Zuzahlungen und habe mir auch die Speisekarten an den zentralen Reservierungen (Magenta, Garden Café) angesehen. Mir wäre es nur lieber, wenn die Zuzahlungen auch gleich im Tagesprogramm stehen und ich nicht erst nachfragen muss.

Noch ein paar kleine Ergänzungen:

Die Stadtrundfahrt in Barcelona war auf Englisch. Ich habe nicht gesehen, ob auch eine deutsche angeboten wurde. Ansonsten waren laut Cruise Director Ray immer zwischen 1000 und 1500 Passagiere auf Tour (erschien mir im Übrigen sehr gut organisiert). Angesichts der Anzahl deutscher Passagiere nehme ich mal an, dass auch die deutschen Ausflüge durchgeführt wurden. Ich habe nur am Rande mitbekommen, dass wohl ein Ausflug zweisprachig war und dies zu Unstimmigkeiten unter den Passagieren führte, weil man es natürlich keinem Recht machen konnte, welche Sprache zuerst dran kommt.

Unsere Kabine auf Deck 10 empfand ich im Übrigen als optimal gelegen. Sie war nahe des mittleren Treppenhauses nach hinten. Das Garden Café war schnell erreichbar und ebenso die zentralen Bereiche auf Deck 7 und 8. Nur zum Theater waren die Wege ein klein wenig weiter.

Gruß

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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon HeinBloed am 20.05.2008 07:52

fneumeier hat geschrieben:ich kenne den Rahmen der Zuzahlungen und habe mir auch die Speisekarten an den zentralen Reservierungen (Magenta, Garden Café) angesehen. Mir wäre es nur lieber, wenn die Zuzahlungen auch gleich im Tagesprogramm stehen und ich nicht erst nachfragen muss.


Moin,

dann würde doch keiner mehr hingehen, um dann mal zumindest sich die Speisekarte anzugucken, um dann zu entscheiden, dass es das Geld Wert sein würde...

Sehr schade ist, dass die Zuzahlung bei Il Cucina eingeführt wurde und man weniger als vorher bekommt, als es noch frei war. Zumindest war es jetzt auf der NORWEGIAN SUN so im Vergleich zu meinem vorherigen Besuch auf der NORWEGIAN GEM.

Aber ich finde, selbst wenn man nichts zuzahlen möchte, ist das Angebot immer noch sehr gut...

Bayerisch-Österreichische Brotzeit mit Fleischkäse US-Style vermutlich von einem philipinischen Koch süß-sauer... Ja mei, bleiben's mir doch liaber in München und schau'n mir mal am Vitualienmarkt vorbai...

In diesem Sinne: Noch einen schönen Arbeitstag. Ich versuche mal noch ein bisschen zu schlafen (02.52 Uhr Ortszeit).

Gruß
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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon fneumeier am 20.05.2008 14:06

HeinBloed hat geschrieben:Aber ich finde, selbst wenn man nichts zuzahlen möchte, ist das Angebot immer noch sehr gut...


Ganz Deiner Meinung! Mit Ausnahme der Desserts fanden wir die Auswahl und die Qualität des Essens im Garden Café besser als bei RCL (verglichen mit dem Windjammer dort).

Und obwohl ich Diddn´s Kreuzfahrt-Trainingsprogramm gefolgt bin und die Benutzung des Lifts vermieden habe, fürchte ich, dass ich doch eher zugelegt, denn abgenommen habe :( .

Gruß

Carmen
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Re: Review: Norwegian Gem - Barcelona Rundfahrt 11.05.2008

Beitragvon Daniel am 20.05.2008 15:24

Hallo Carmen,

jetzt hab ich mir auch Zeit genommen, deine Review zu lesen! Alles drin, alles dran, quadratisch, parktisch, gut... :D :D :D :D :D :thumb:
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