Sonnendeck Seereisen

Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Carnival Corporation & plc, Royal Caribbean Cruises Ltd. und Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. mit allen Tochtergesellschaften (ohne AIDA Cruises & TUI Cruises)

Moderator: moeve

Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon fneumeier am 12.09.2011 18:21

So hier folgt meine Review, zunächst nur mal der "Tag für Tag"-Teil. Schiff und Kabine kommen dann später noch (wenn die Texte von "höherer" Stelle freigegeben sind).

Wie immer: Rechtschreibfehler dürft ihr gerne behalten und es wird wieder laaaaannnngggg!

Tag 1 Venedig (Abfahrt 17:00 Uhr oder wann auch immer)

Hafen Venedig
Hafenkarte
Venedig Special
Stadtrundgang mit Karte
1 Tag / 1 Wochenende
Stadtplan zum Download
deutschsprachige Infoseite
interaktive Karte
Tourismusbüro, billigere Tickets
Tourismusbüro englisch
Marco Polo Airport
öffentliche Verkehrsmittel Venedig inkl. Vaporetti
Alilaguna Boote
Venice Card
ADAC Tour-Set Mini Venedig
ADAC Tour-Set Audio Guide Venedig (für Mitglieder kostenlos)
private Seite eines Kreuzfahrers

PIEEEP, damit begann unser Tag. Doch ein Blick auf den Wecker, der eigentlich nicht piept, sondern uns mit Radiomusik weckt, zeigt, dass es gerade kurz vor halb drei ist. Nein, Aufstehen war doch erst für halb sechs geplant. Nach einem weiteren PIEP war klar, dass natürlich rechtzeitig vor dem Urlaub einer unserer Rauchmelder meinte, dass die Batterie nun leer sei. Also einfach mal mitten in der Nacht einen Großteil der Rauchmelder deaktivieren… Nur war an Weiterschlafen dann irgendwie auch nicht mehr recht zu denken.

Wir hatten das Anreisepaket über Royal Caribbean gebucht, da im Rahmen des Seefari-Angebots nun auch noch die Flüge für Kinder unter 12 Jahren kostenlos waren. Allerdings wurde dadurch der Anreiseweg etwas ungewöhnlich. Wie sagt der Münchner immer: Weg mit den Alpen, freie Sicht nach Venedig!! Dass uns allerdings der Weg nach Venedig über Düsseldorf führen würde, hätten wir auch nicht gedacht. Mit der LH 2004 ging es also zunächst von München nach Düsseldorf und weiter mit der LH 3212 (Eurowings) nach Venedig. Gegen 13:20 Uhr waren wir im Flughafengebäude in Venedig. Die Koffer kamen erstaunlich schnell. Nach dem Zoll stand bereits eine Dame mit einem Royal Caribbean Schild und verwies weiter an die Kollegin rechts. Diese nahm sofort unsere Namen für den Transfer auf und wies uns den Weg nach draußen. Dort bekamen wir die Kofferanhänger, die von einer weiteren Mitarbeiterin ausgefüllt wurden. Leider war der Bus gerade voll und wir durften nun als erste in der Schlange ein paar Minuten warten, doch gegen 14 Uhr ging es schon weiter. Der Transfer zum Hafen dauert ca. 20 min. Ausgestiegen wurde bei der Gepäckhalle, wo aber eigentlich nur das Gepäck an die wartenden Mitarbeiter übergeben wurde. Weiter ging es dann zu Fuß zum Terminal 107, dem Liegeplatz der Voyager of the Seas. Ein Stockwerk nach oben und schon in der Check-In-Halle, wo uns ein Plan des Schiffs und die Gesundheitsformulare übergeben wurden. Für uns ging es sofort an den ersten Schalter für den Priority Check-In ab Platinum. Hier war alles frei und wir hatten Mühe so schnell die Gesundheitsformulare auszufüllen. SetSailPass abgeben, Pässe einlesen lassen, Kreditkarte abgeben… Ach ja, im Bus saßen einige Damen neben uns, die erst jetzt ihre Reiseunterlagen lasen und feststellten, dass eine Kreditkarte sinnvoll wäre. Nur hatten sie alle keine dabei, nach dem Motto, wir sind doch in Europa, da reicht doch die EC-Karte. Man sollte vielleicht doch vor der Abreise, die umfangreichen Reiseunterlagen mal studieren!!

Kurz vor 15 Uhr waren wir an Bord. Dort wurde erst mal die SeaPassCard eingelesen und das Security Foto gemacht. Gleich nach dem Betreten des Schiffs stand auch schon eine Mitarbeiterin vom Adventure Ocean bereit. Noch einmal musste unsere Tochter das Plastikband mit der Musterstation „ertragen“, denn das bekommen nur die 3 bis 11 jährigen Kids. Entsprechend unserer Station C10 bekam sie ein rotes Band. Dann ging es erst einmal auf die Kabine. Im Cruise Compass entdeckten wir, dass bereits seit 13:30 Uhr bis 15:30 Uhr in der Lounge Cleopatra´s Needle (Deck 6 vorne) die Tickets für die Ice Show verteilt wurden. Als wir dort ankamen, sahen wir erst, dass hier auch die Waiver (Haftungsfreistellungserklärungen) für´s Klettern und Inline-Skaten unterschrieben werden konnten. Danach hatten unsere SeaPassCards ein gelochtes Sternchen und ein Herzchen. Für das Eislaufen kann nur im Studio B zu den jeweiligen Eislauf-Zeiten der nötige Waiver unterzeichnet werden. Außerdem waren in Cleopatra´s Needle auch die Bar-Stewards für Weinpakete, das Spa, Bingo und mehr vertreten. Wir holten uns zunächst mal die Tickets für die Ice Show (dienstags 20:30 und 22:30 Uhr und dann nochmals am Seetag zwei Vorstellungen). Dank Kimo wussten wir ja bereits, wann die Shows sind. Also 3 Tickets für Dienstag 20:30 Uhr. Daneben war auch gleich der Stand vom Adventure Ocean, wo ich den dafür nötigen Papierkram erledigen konnte. Allerdings gab es hier das Schlüsselband für die Kids nicht. Also sind wir noch zum Adventure Ocean hochgefahren, haben uns dort umgesehen und das Schlüsselband abgeholt. Übrigens die Tickets für die Ice Show gab es später noch mal zwischen 18:30 und 19:30 Uhr ebenfalls in Cleopatra´s Needle. Danach ging es ins Spa für die übliche Tour (vor allem, um Fotos zu machen). Dort befindet sich übrigens ein schöner großer Indoor-Whirlpool. Außerdem verfügen die Umkleideräume jeweils über einen Dampfraum und eine finnische Sauna (entsprechend nach Geschlechtern getrennt und bitte nur mit Badebekleidung).

Wir nutzten die Zeit und erkundeten weiter das Schiff. Um 17:15 Uhr stand die Rettungsübung auf dem Programm. Unser Zimmer-Steward Omcar von den Philippinen, der sich uns bei einem kurzen Zwischenstopp in der Kabine gleich vorgestellt hat, wies uns auf darauf hin, dass die Rettungswesten nicht benötigt werden. Die Muster-Stationen sind auf Deck 4 auf der Promenade unter den Rettungsbooten. Entsprechend war die Angelegenheit ziemlich warm. Aber glücklicherweise wurde es kurz gehalten. Gegen 17:45 Uhr wurden wir entlassen. Vor der Rettungsübung war bereits die MSC Magnifica ausgelaufen. Gerade hatte die Norwegian Jade abgelegt. Dann fuhren wir los. Uns wurde erklärt, dass alle Schiffe einen Time-Slot für die Abfahrt erhalten würden, dieser aber nie feststehe. Daher stand auch im Cruise Compass keinerlei Abfahrtszeit. Kurz vor 18 Uhr kündigte Kapitän Bang die Abfahrt an und los ging es. Um 18:30 Uhr war eigentlich unser Main Seating. Aber das störte uns nun wenig. Die Ausfahrt aus Venedig zählt ja zu einer der schönsten und die wollten wir nun wirklich nicht verpassen. Vom Balkon unsere Kabine aus ließen wir die Stadt an uns vorbeiziehen. Erst um 19 Uhr gingen wir hinunter in den Speisesaal. Die Costa Victoria legte nach uns ab. Aus der Ferne hatten wir noch die Masten der Sea Cloud II gesehen, welche am Terminal San Basilio lag und ebenfalls vor uns ablegte.

Wir hatten Tisch 412 auf Deck 4 La Bohème zugewiesen bekommen. Als wir ankamen, saßen bereits ein Paar sowie eine Familie mit zwei Kindern am Tisch. Aber nur noch zwei Stühle waren für uns drei vorhanden. Ein dritter wurde regelrecht dazwischengequetscht und ein neues Gedeck gebracht. Fing ja prima an! Die Stühle standen so eng, dass wir sie gar nicht nahe genug an den Tisch brachten. Ich hatte zudem den Stuhl am „Kopfende“ erwischt und damit direkt an der Hauptlauf-Strecke der Kellner. Ich hatte den ganzen Abend den Eindruck mitten auf der I-95 zu sitzen. Nicht nur, dass eine Kinder wahre Wettläufe hinter mir abhielten. Bei jedem vorbeilaufenden Kellner zog ich unwillkürlich den Kopf ein, falls doch mal eines der Tabletts fallen sollte. Dann schossen noch die Servier-Wagen an mir vorbei. Fünf Zusammenstöße mit meinem Stuhl habe ich an diesem Abend gezählt. Irgendwie nicht so ganz das, was ich mir unter einem entspannten Abendessen vorgestellt hatte. So wird das nicht weitergehen. Unsere beiden Kellner waren sehr fix, aber wie üblich herrschte am ersten Abend ein gewisses Chaos. Erst um 20:30 Uhr war das Essen beendet.

Heute gab es nur eine Show am Abend, nämlich um 20:15 Uhr. Angesagt waren die „Los Pampas Gauchos“ als Welcome Aboard Showtime von unserer Cruise Directorin Mercedes Lafuente. Oh je, schon wieder Gauchos… hatten wir doch erst kürzlich auf der Vision of the Seas und davor auch schon mal. Peitschengeknalle und diese Kugeln waren nicht so ganz das unsere, hatten wir damals schon festgestellt. Da wir ohnehin schon zu spät waren, schlenderten wir erst mal über die Royal Promenade und sahen uns weiter um. Gegen Ende der Show schauten wir doch noch ins Theater. Dieses Mal waren es zwei argentinische Herren, der eine mit Peitsche, der andere trommelte überwiegend. Und die beiden waren sogar ganz lustig. Für unseren Geschmack die beste dieser Gauchos-Truppen bisher. Immerhin waren die beiden neben ihren Vorführungen auch sonst noch amüsant. Danach erkundeten wir noch die Viking Crown Lounge, während in der Ferne wohl die Norwegian Jade noch zu sehen war und neben uns die Costa Victoria aufholte.

Dann ging es endlich auf die Kabine. Die Koffer standen ja noch rum… Wir packten schnell aus. Dank des großzügigen Stauraums, war schnell alles untergebracht. Übrigens lagen bei unserer Ankunft sowohl das deutsche als auch das englische Programm auf der Kabine sowie weitere Informationen, darunter ein ganzes Geheft in Deutsch. Außerdem fanden wir ein Schreiben des Loyality Ambassadors auf der Kabine, das uns schon auf die bevorstehenden Veranstaltungen (Welcome Aboard Reception und Top Tier Event) aufmerksam machte. Auch die Gutschein-Hefte (Platinum) und das immer gleich bleibende Gutschein-Heft für unsere Tochter lagen auf der Kabine. Omcar hatte zudem schon die Bademäntel in den Schrank gehängt.

Unsere Tochter wollte eigentlich nach dem Abendessen noch zum Open House des Adventure Ocean. Das war aber sinnigerweise nur von 19 bis 20:30 Uhr. Eigentlich sollte man damit rechnen, dass Familien mit Kindern um diese Uhrzeit beim Abendessen sind.

Die „Party Around the World Parade“ auf der Royal Promenade um 23:15 Uhr haben wir schon verschlafen.

Ein Schreiben informierte uns heute bereits, dass die größte Gewerkschaft Italiens am 6. September einen Generalstreik für den öffentlichen Nahverkehr ausgerufen hat. Dies wird uns in Bari treffen. Auch öffentliche Gebäude und Museen könnten deswegen geschlossen sein, wurden wir informiert.

Wir hatten eigentlich für den Montag (Ravenna) eine Reservierung online für das Portofino gemacht. Telefonisch wurden wir informiert, dass an diesem Tag leider das Murder Mystery Dinner stattfinde. Wir verlegten unsere Reservierung auf den Dienstag (Bari).
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon fneumeier am 12.09.2011 18:24

Tag 2 Koper (08:00 - 19:00 Uhr)

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Koper Website
Hafen
Cruise Terminal mit Anlaufliste
interaktive Hafenkarte
Taxi (auch Touren)
Taxi (auch Touren)
kostenloser pdf guide mit Karte Englisch
kostenloser pdf guide Lake Bled Englisch

Kapitän Bang hatte angekündigt, den Lotsen um 7 Uhr aufzunehmen, so dass wir pünktlich um 8 Uhr angelegt haben. Strahlender Sonnenschein empfing uns. Die Arion von CIC kam übrigens erst gegen 11 Uhr an. Da das Hauptrestaurant erst um 8 Uhr zum Frühstück öffnete (Deck 3 Carmen – warum habe ich eigentlich keinen Tisch auf diesem Deck für das Abendessen?), gingen wir ins Windjammer Café, das schon gut gefüllt war. Auch hier gab es das Bircher Müsli (ja, und auch Vollkornbrot). In früheren Kritiken auf Holiday-Check hatte ich gelesen, es gäbe nur zwei Sorten Wurst und Käse. Leute, lauft bitte das gesamte Buffet ab!! Vorne gab es zwei Sorten Käse (und zwar italienischen!!) sowie gekochten Räucherschinken und eine eher undefinierbare Wurstsorte, aber hinten im Island Grill gab es noch zwei weitere Käsesorten sowie Salami, Schinken, Mortadella und noch eine Wurstsorte. Neben Lachs gab es auch noch weiteren Räucherfisch sowie Spiegeleier und die Omlett-Station. Außerdem entdeckte ich an der Obst- und Müslistation sogar eine Schüssel mit Erdbeeren (was bis zum letzten Tag anhielt, nur am Ausschiffungstag waren die Erdbeeren wohl aus). Im Windjammer Café selbst gibt es mehr die üblichen warmen Sachen wie Rührei, Speck, Hash Browns (Bratkartoffeln), Pancakes, Waffeln oder Bisquits mit Gravy. Ganz am Anfang gibt es Obst, Müsli und amerikanische Cereals (Frühstücksflocken von Kellogs).

Die Voyager of the Seas legte direkt unterhalb der Altstadt von Koper an. Am Hafen waren einige Verkaufsstände mit Kunsthandwerk aufgebaut. Verkauft wurden dort aber auch Touren, z.B. zu den Postojna Höhlen (ab 44 Euro), zu den Skocjan Höhlen (ab 39 Euro), zum Lippizaner Gestüt (ab 39 Euro), zum Bled See (55 Euro), Bootsfahrten und einiges mehr. Am Stand der Touristen-Information wurden wir nicht nur mit einem Stadtplan versorgt, sondern auch mit einem Info-Blatt, mit allem, was heute so im Ort los war. Übrigens gibt es rechts von der Treppe in die Altstadt eine Bushaltestelle, an welcher ein kleiner roter „Zug“ hält, der rund um die Stadt sowie zu den beiden größten Einkaufszentren fährt. Die Tour dauert ca. 30 min und ist kostenlos. Einen Plan mit den Haltestellen erhielten wir ebenfalls an der Touristen-Information. Wir gingen erst einmal hoch in die Stadt und zum Tito Platz mit der Kathedrale und dem Prätoren-Palast. Zunächst gingen wir in die Kirche. Inzwischen hatte der Glockenturm geöffnet (ab 9:30 Uhr, 3 Euro, 2 Euro für Kinder bis 12 Jahren). Der Turm ist 54 m hoch. 204 Stufen führen zur Aussichtsplattform auf 45 m Höhe. Achtung, man läuft direkt an den Glocken vorbei, die am Sonntag auch um 9:45 und um 12 Uhr läuten. Links neben dem Prätoren-Palast geht es weiter durch die Altstadt. Hier an der Ecke ist auch ein großer Supermarkt. Beim Platz vor dem Muda-Tor, dem historischen Stadt-Tor, waren ebenfalls einige Kunsthandwerker mit ihren Ständen vertreten. Wir machten uns wieder auf den Weg in Richtung Schiff und kauften uns noch ein paar Wasserflaschen. Eigentlich wollten wir noch eine Runde mit dem kostenlosen Zügchen drehen. Allerdings haben wir nicht mit der Aggessivität unserer spanischen Mitreisenden gerechnet. Eine Frau wurde regelrecht handgreiflich, um einen Platz zu erobern. So viel Dreistigkeit und Unverschämtheit haben wir schon lange nicht mehr erlebt. Wer die Treppen nicht laufen möchte, kann auch für 5 Euro mit der Kutsche fahren (oder 10 Euro Rundfahrt).

Kurz nach halb 12 Uhr gingen wir wieder zurück aufs Schiff, um uns einen gemütlichen Nachmittag zu machen. Erst gingen wir noch eine Runde auf den Minigolf-Platz, dann war Zeit für ein Mittagessen bei Johnny Rockets (4,95 Dollar pauschal für einen Appetizer, Hauptgericht, Nachtisch ohne Getränke, aber Eistee gibt es auch hier inkludiert). Leckere Zwiebelringe, St. Louis Burger oder Smoke Burger und ein Royal Sundae, den wir für ein Schoko-Shake (4,50 Dollar plus 15% Service Charge) ausfallen ließen.

Ab ging es zum Pool. Liegen waren zwar viele frei, aber nur einzelne im Schatten. Während unsere Tochter sich in den Salzwasser-Pools vergnügte, entspannte ich und stickte. Dann durfte unsere Tochter mal aufpassen und ich ging in einen der großen Whirlpools (mit Süßwasser). Es gibt zwei große Whirlpools mit Überdachung und zwei kleinere. Einer der beiden Großen (der Family Pool) war allerdings heute geschlossen (am nächsten Tag war er offen) und nur der Adults only Whirlpool offen. Die Suiten-Gäste haben übrigens auf den Amphitheater-artigen Treppen ihre gesonderten Liegen, die aber in der prallen Sonne liegen. Im Mittelmeer wird offensichtlich auf die sonst so strengen Hygiene-Vorschriften nicht so sehr geachtet, denn bei Abfahrten ab den USA habe ich es nicht erlebt, dass auch nur ein Kind, das noch nicht windelfrei war, im Pool gesichtet wurde. Hier waren über eine Stunde gleich zwei Windelkinder im Pool. Dabei gibt es auch einen Kleinkinder-Bereich (Adventure Beach) mit Wasserrutsche und Liegen am Heck auf Deck 12.

Danach ging es (natürlich geduscht und umgezogen) zum Inline-Skaten, während ich es mir in der Viking Crown Lounge bequem machte. Um 17:15 Uhr wollte unsere Tochter unbedingt zum Progressive Triva ins Pig & Whistle Pub. Dieses Trivia findet täglich statt und die Punkte werden gesammelt. Preise gibt es erst am Ende der Woche. Na ja, trotz der überwiegend britischen Fragen haben wir 7 von 15 möglichen Punkten erreicht. O.k., die Frage, in welchem Familienverhältnis Queen Elizabeth zu Prinz William steht, war jetzt nicht so schwer :D .

Heute war die erste Formal Night. Also hieß es sich zum Abendessen nochmals umziehen und aufhübschen. Übrigens hat die Familie mit zwei Kindern einen eigenen Tisch bekommen, so dass sich die Probleme des Vorabends nicht wiederholten.

Die Captain´s Welcome Aboard Reception fand für alle um 20 Uhr auf der Royal Promenade statt. Ab 20 Uhr stand der Kapitän für eine halbe Stunde für Fotos zur Verfügung (im Cleopatra´s Needle). Dann folgte die übliche Ansprache von der Brücke der Royal Promenade aus. Übrigens sind 3.197 Passagiere auf dieser Fahrt. Kostenloser Sekt wurde verteilt, nur wo genau konnten wir nicht herausfinden. Störte uns jetzt wenig, denn den Sekt kennen wir zur Genüge. Später erfuhren wir von einem der Bar-Stewards, dass wohl auch hier eine gewisse Nahkampf-Erfahrung von Vorteil ist. Ihm hätten die Leute den Sekt vom Tablett gerissen, so dass er Mühe hatte, das Tablett noch halbwegs auszubalancieren.

Um 21:30 Uhr war die heutige Show für das Main Seating. Die erste Production Show der Royal Caribbean Dancers und Singers stand auf dem Programm „Broadway Rythm & Rhyme“. Eine Reise durch das Beste des Broadway und des West End versprach das Programm. Wir hatten diese Show im April ja zuletzt auf der Vision of the Seas gesehen, allerdings gefiel sie uns hier deutlich besser. Die Sänger sind hervorragend und die Show ist in Varianten auch anders. Die Lieder sind nicht alle identisch. Highlight ist natürlich das Musical Chicago. Auch auf der Voyager of the Seas besteht die Band übrigens aus neun Mann. Dazu kommen neuen Tänzerinnen und Tänzer sowie je zwei Sängerinnen und zwei Sänger.

Ach ja, vor der Show lösten wir noch unsere Free Spin Gutscheine im Casino ein. Immerhin, nicht nur zwei Schlüsselanhänger, sondern auch ein Casino-T-Shirt.

Übrigens Ice Skating wurde heute mehrfach angeboten (16:30-17:15 Uhr, 17:15 – 18:00 Uhr, 18:00 – 18:45 Uhr, lange Hose und Socken sind Pflicht).

Heute lag am Abend ein Formular für die Abreise im Zimmer, das ausgefüllt dem Kabinen-Steward liegen gelassen oder an der Rezeption abgegeben wird.
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon fneumeier am 12.09.2011 18:27

Tag 3 Ravenna (07:00 - 19:00 Uhr)

Ravenna-Stadtrundgang mit Karte
noch ein Reiseführer mit Karte
Tourismusbüro
interaktive Karte
ATM, öffentliche Busse
Busnetz Karte
Sommerfahrplan Line 90 Seite 76,77, sonst Linien 60/70 ab Seite 61
Fahrplan, nur die Linien, die zum Meer fahren
Kreuzfahrthafen
Hafen
Mirabilandia Freizeitpark bei Ravenna
Ravenna Mosaiken

Für Ravenna hatte ich lange recherchiert. Der Hafen liegt außerhalb der Stadt beim Örtchen Porto Corsini. Die Fahrt dauert ca. 20 min bis zum Bahnhof in Ravenna. Royal Caribbean bietet hier einen Shuttle für 14 Dollar an (Kinder bis 3 Jahre sind frei, so jedenfalls die mir gegebene Auskunft). In Sichtweite liegt die Fähre von Porto Corsini nach Marina di Ravenna. Dort gibt es eine Bushaltestelle der ATM der Linie 90. Die Fahrkarten gibt es in einem kleinen Zeitschriftenladen in der Seitenstraße. Dort ist auch eine Touristen-Information. Das Tagesticket kostet 4 Euro, der Einzelfahrschein für 2 Zonen (blau) 2 Euro. Im Bus können ebenfalls Fahrscheine erworben werden, jedoch zu einem leicht höheren Preis. Auf der anderen Seite in Marina di Ravenna fahren die Linien 60 und 70 in Richtung Bahnhof. Die Fährfahrt kostet 1 Euro. Die Linie 90 fährt nur einmal pro Stunde, die anderen beiden im Halbstunden- Takt. Die Entfernung zur Fähre sind ca. 10 min zu Fuß (500 m). Strände gibt es in Marina di Ravenna oder gleich rechts vom Schiff in Porto Corsini. Taxis sind mir am Hafen nicht aufgefallen, allerdings kostet die einfache Strecke ca. 25 Euro nach Ravenna. Achtung, kurz vor dem Fähranleger gibt es eine Haltestelle, die mit „Servizio speziale Linea T“ der Mete ausgeschildert ist. Am Bahnhof fanden wir ebenfalls eine solche Haltestelle, allerdings ohne jeglichen Fahrplan. Auch Busse haben wir nicht gesehen. Dort hält jedenfalls nicht der Bus der ATM!!

Als wir aufstanden fuhren wir gerade in Ravenna ein. Und Ravenna empfing uns mit strömendem Regen. Nach uns kam noch die Zenith von Pullmantur in den Hafen. Nach einem Frühstück im Hauptrestaurant entschlossen wir uns, doch den Shuttle zu nutzen. Die Witterung war uns einfach zu unsicher. Das Ticket bekommt man bequem unter Vorlage seiner SeaPassCard noch am Hafen in einem kleinen Zelt. Dort wird auch ein faltbarer Stadtplan überreicht, den man für den Besuch der Mosaiken benötigt, denn damit erhält man 1 Euro Rabatt auf den Eintritt, der dann 8,50 Euro statt 9,50 Euro beträgt. Wir liefen zunächst zur Piazza del Popolo und weiter zur Piazza A. Costa, wo wir durch die alte Markthalle schlenderten. Dann ging es zur Basilica di S. Vitale. Dort kauften wir uns die Eintrittskarten für die Mosaiken von Ravenna, die sich über mehrere Kirchen und Sakralbauten verteilen. Der Eintritt gilt für die Basilica, das danebenliegende Mausoleo di Galla Placidia, das Battistero degli Ortodossi beim Dom und das archäolgische Museum mit der Cappella di Sant´ Andreas hinter dem Dom sowie die Basilica di Sant´ Apollinare Nuovo. Wir sind natürlich alle fünf Orte abgelaufen, sehr zur Freude unserer Tochter. Inzwischen hatte wenigstens der Regen aufgehört und es war schwül-heiß. Nach gut zwei Stunden reichte es uns und nach der Basilica di Sant´ Apollinare Nuovo, die praktischerweise in der Nähe der Viale L.C. Farini (unserer Drop Off Station) lag, beschlossen wir wieder zum Schiff zu fahren. Kurz vor halb zwei vielen wir müde und hungrig im Windjammer Café ein. Ach ja, übrigens gab es auch heute hinten im Island Grill italienische Salami und Brie. Beides mussten wir natürlich zu Testzwecken konsumieren und können eine brauchbare Qualität bescheinigen.

Für unsere Tochter ging es erst mal wieder an den Pool, denn trotz immer noch Bewölkung war es drückend heiß. Wir schlossen uns an. Um 16 Uhr wollte unsere Tochter anderweitig sportlich aktiv werden, allerdings gab es heute kein Eislaufen. Nur Inline-Skating oder Klettern war möglich. Inline-Skating fiel dann aber aus, weil die Bahn noch nass war. Also probierte unsere Tochter die Kletterwand aus und zeigte einigen erfolglos gebliebenen Spaniern wie man es richtig macht.

Um 17 Uhr ging ich – natürlich nur aus Recherche-Gründen – zum Scrapbooking Workshop ins High Notes. Angeblich soll es gestern um 11:30 Uhr bereits einen ersten Workshop gegeben haben, allerdings hatte keiner der Anwesenden etwas davon gelesen (und es stand auch tatsächlich nichts im Programm für gestern). Beim ersten Mal gibt es ein einfaches Kit umsonst. Bei den weiteren Workshops werden die Kits nur verkauft (kleine Kits für 4,99 Dollar, größere für 9,99 Dollar – es gibt jeweils mehrere Kits, die großen sind recht umfangreich). Selbstverständlich können die kaufbaren Kits frei ausgesucht und auch mehrere gekauft werden. Wir bekamen schließlich doch alle noch ein kostenloses Kit. Roberto hatte zudem ein umfangreiches Musteralbum dabei. Außerdem hatte er natürlich Scheren, Muster-Scheren, Klebestifte, buntes Papier und „Well-Maschinen“ dabei, die benutzt werden konnten. Für meinen ersten Versuch im Scrapbooking, sieht das Ergebnis gar nicht so schlecht aus. Der Rest der Familie hielt mit mageren 6 Punkten die Stange beim Progressive Trivia. Allerdings ist unser Team schon weit abgeschlagen…

Etwas schlecht getimed finde ich die Familien-Aktivitäten des Adventure Ocean. Diese finden immer um 18 Uhr also kurz vor dem Main Seating statt. Heute hieß es Family Photo Hunt, was sich aber eben mit unserem Abendessen nicht vereinbaren ließ.

Nach dem Abendessen war um 20:15 Uhr im Cleopatra´s Needle die Crown & Anchor Welcome Back Party angesetzt. Die Einladungen kamen gestern. Dress Code übrigens „Smart Casual“ mit der Anmerkung „No shorts or flipflops please“ :D ! Kurz und schmerzlos die Ansage von Kapitän Leif Otto Bang. Kein Trinkspruch, dann der Werbevortrag der Loyal Ambassadorin, die immerhin einige neue Routen vorstellte. Ansonsten gab es nur Getränke (Wein, Sekt, einfache Cocktails, Sekt mit Blue Curacao oder Cranberry Saft). Über 500 Wiederholer waren an Bord, aber keine sonstigen Statistiken. Der Gast mit den meisten Fahrten brachte es auf ca. 250 Nächte an Bord.

Zuvor teile der Kapitän per Durchsage mit, dass wegen der angekündigten Streiks in Bari sich die Ankunft auf 14 Uhr verschieben würde. Die Altstadt sei komplett durch Demonstrationen blockiert, so dass man aus Sicherheitsgründen sich für eine spätere Ankunft entschieden habe. Es wurden zwar Ergänzungen im Tagesprogramm angekündigt, die aber nur durchgesagt werden sollten. An der Kabine befand sich ein Zettel, der allerdings nur die Ausflüge betraf (die teilweise nun erst um 20 bzw. 21 Uhr zurückkehrten). Sprich ein neues gedrucktes Tagesprogramm wurde nicht verteilt.

Die Show war heute Abend erst um 21:45 Uhr für die Main Seating Guests. „The Beatle Maniacs“ – the complete Beatles experience stand als Headliner Showtime heute im Programm. Dazu bedarf es eigentlich keiner weiteren Erklärung. Die vier Jungs waren recht gut, mit kleinen Schwächen, rissen aber das Publikum mit.
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon fneumeier am 12.09.2011 18:30

Tag 4 Bari (11:00 - 20:00 Uhr – neu 14:00 – 22:00 Uhr)

Wikipedia
Hafen
Hafenkarte
Taxis
Webcam
aktuelle Anlaufliste Bari (nur jeweiliger Tag)
öffentliche Busse
Tourismusbüro
Broschüre mit Stadtplan und Rundgang (englisch/italienisch)
Trenino Bimmelbahn mit Rundfahrt ab dem Hafen, 15 Euro für Erwachsene

Der Streik verschob also unsere Ankunft auf 14 Uhr, all aboard wurde allerdings ebenfalls auf 21:30 Uhr verschoben, was uns jetzt nicht viel nützte.

Wir gingen erst einmal ins Hauptrestaurant zum Frühstück, das heute erneut erst um 8 Uhr öffnete. Das Special des Tages war Salmon Eggs Benedict, die ich ausprobierte. Auch der zweite Versuch mit Pancakes (Blueberry) war nach Auskunft meines Mannes eher unbefriedigend. Die Pancakes sind etwas eilastig und nicht locker genug. Irgendwann muss ich außerdem mal nachforschen, was es mit der Milchwirtschaft in Luxemburg auf sich hat. Die Milch stammt auch auf der Voyager von Luxlait. Soo viel Platz ist in dem Land doch auch nicht für eine extensive Milchviehhaltung…

Um 9:45 Uhr wollte unsere Tochter endlich zum Eislaufen. Dummerweise ist sie noch unter 13 und somit muss eine Aufsichtsperson anwesend sein. Ich wurde dann von meinem Mann abgelöst, was beinahe ein Problem bereitete, weil ich ja den Waiver unterschrieben habe… Ich ging auf Recherche zum zweiten Workshop um 10 Uhr im High Notes. O.k., vergesst Roberto vom Vortag, der ohnehin demnächst auf die Oasis wechselt. Heute waren Amy und Melissa an der Reihe. Angekündigt war Scrapbooking und Jewelry Making. Eine deutsche Passagierin versuchte sich am Scrapbooking und erhielt natürlich ganz automatisch ohne weitere Diskussionen das kostenlose Kit (und kaufte auch noch ein kleines für zu Hause). Alle anderen machten Schmuck. Auch hier gab es ein kostenloses Kit für eine Kette, ein Armband und Ohrringe. Die anderen Kits liegen ebenfalls bei 9,99 Dollar. Wir machten alle zusammen nach Anleitung die Kette mit Hilfe eines Legebretts. Die Reihenfolge der Perlen wurde uns genannt. Man hätte aber auch individuell eine Kette aus dem vorhandenen Material machen können. Mir fehlte heute die nötige Kreativität für etwas Eigenes. Meine Tochter stieß nach dem Eislaufen dazu und half mir beim Auffädeln. Sie bekam dann auf Nachfrage auch noch ein Kit zum Mitnehmen (nur die Dame, welche bloß das Kit haben wollte und wieder abzog, bekam nichts). Die kostenlose Kette ist durchaus ansehnlich. Übrigens sind einige der Scrapbooking Kits und der Schmuck Kits in der Bibliothek auf Deck 8 in der Vitrine ausgestellt.

Die Liegezeiten-Änderung bedeutete auch für die Crew zusätzlichen Stress, denn das Hauptrestaurant wurde mittags für die Brasserie 30 geöffnet, wie uns unser Kellner beim Frühstück schon sagte. Das Hauptrestaurant wäre sonst mittags nur am Seetag geöffnet gewesen. Das nutzen wir gleich mal aus für das Mittagessen. Die Salat-Theke lässt kaum einen Wunsch offen! Auch die Lamb Skewers mit Linsen kann ich weiterempfehlen. Übrigens kostet eine Dose Cola von der Bar 2,25 Dollar (plus 15%), in der Mini Bar jedoch nur 1,95 Dollar (plus 15%), wie ich heute beim Mittagessen ausprobierte.

Pünktlich um 14 Uhr kamen wir in Bari an. Die Einfahrt beobachteten wir vom Heli-Pad am Bug aus. Dann ging es weiter auf unseren Balkon. Einer italienischen Kreuzfahrt-Gesellschaft macht ein scioppero generale offensichtlich nichts aus, denn die Costa Fortuna lag bereits im Hafen und hatte teilweise einen Passagierwechsel. Auch hier bot Royal Caribbean einen Shuttle an (14 Dollar), der allerdings nicht nötig ist, denn zur Altstadt sind es nur 10 min zu Fuß. Es fährt wohl auch ein kostenloser Bus (Servizio Graduito), den wir aber nur einmal vorbeifahren sahen. Am Anleger war keinerlei Touristen-Information und die Stadtpläne wurden nur an die Gäste verteilt, die auch ein Shuttle-Ticket kauften. Allerdings gibt es im eigentlichen Terminalgebäude (wo die Costa Fortuna lag – ein großer blauer Klotz, der nicht zu übersehen ist) eine Information, die auch Stadtpläne hat. Kurz vor dem Ausgang stießen wir auf einen der Trenino-Züge, welche Stadtrundfahrten anboten. Sehr geschäftstüchtig ist man allerdings nicht. Weder wurden wir angesprochen, noch gab es irgendwelche Flyer oder Schilder bzgl. Preis oder Angebot, geschweige denn eine Internet-Seite. Der Zug soll 15 Euro kosten. Wir haben ihn später dann bis zum Schiff zurückfahren sehen. Wir machten uns zu Fuß in die Altstadt von Bari. Die Gassen sind so verwinkelt, dass selbst mit Hilfe eines Stadtplans die Orientierung nicht leicht fällt. Allerdings ist der gesamte Bereich auch so überschaubar, dass man sich nicht wirklich verlaufen kann. Fast alle Kirchen wurden abgelaufen… Leider war das Museum unten in der Kathedrale Santus Sabinus geschlossen. Nur die Krypta war geöffnet. Oben war bereits alles für eine Hochzeit vorbereitet. Auch in der Basilica di San Nicola fand eine Hochzeit statt und wir warteten noch den Einzug der Braut ab. Nach gut zwei Stunden in der brütenden Hitze gingen wir wieder zurück zum Schiff. Unsere Tochter hatte ohnehin gestreikt und blieb an Bord.

Schnell unter die Dusche und weiter zum dritten Teil des Progressive Trivia – o.k. 5 ½ Punkte bei 15 Fragen… und den halben Punkt gab es dafür, dass wir nur eines der Schwesternschiffe der Titanic benennen konnten. Die Fragen sind allerdings teilweise extrem britisch! Um 18 Uhr hatten wir unsere Reservierung im Portofino. Was soll ich sagen, die 20 Dollar sind extrem gut angelegt!! Ich hatte den Risotto ai Gamberetti und den Spiedino di Mare und abschließend die Dolcetti alla Portofino. Mein Mann versuchte sich am Prosciutto in Insalata, dem Filetto die Manzo und dem Tiramisu alla Portofino. Sehr lecker!! Zum Nachtisch gab es zudem noch eine Etagere mit Erdbeeren in Schokolade sowie hausgemachten Pralinen, die wir nicht mehr schafften. Ich wollte eigentlich nur die letzte Erdbeere unsere Tochter mitbringen, bekam aber gleich einen ganzen Teller mit allem samt den Resten von unserer Portion. Warum wir ein Glas Sekt aufs Haus bekamen, erklärte uns niemand, denn an den anderen Tischen hatte niemand einen Sekt. Ich vermute, dass es an der Änderung unserer Reservierung lag.

Danach holten wir unsere Tochter ab und machten uns auf den Weg ins Studio B zur Eisshow um 20:30 Uhr „Ice Odyssey“ mit Stargast Larissa Sherman. Mir hat die Show gut gefallen. Thema waren Tarot-Karten. Larissa Sherman zeigte Hula-Hoop in Perfektion und das noch auf Schlittschuhen. Danach ging es noch kurz auf die Royal Promenade und unsere Tochter kaufte ihrem Tiger ein neues Outfit bei Pets At Sea.

Heute lag dem morgigen Tagesprogramm übrigens das Wäsche-Special bei, Wash and Fold für 25 Dollar die Tüte.
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon fneumeier am 12.09.2011 18:34

Tag 5 Dubrovnik (8:00 – 18:00 Uhr)

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Dubrovnik Seilbahn
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Wieder absolut pünktlich liefen wir in Dubrovik ein. Die Nieuw Amsterdam lag bereits im Hafen. Wir drehten vor der Brücke um. Die Grand Celebration von Iberocruceros ankerte später vor dem Hafen (nicht vor der Altstadt, dort war kein Schiff). Die Zenith schlich sich noch von uns unbemerkt an und dockte hinter uns. Wir frühstückten im Windjammer, um den Anlegeprozess weiter zusehen zu können. Als zweite Familie verließen wir das Schiff. Mein Mann war ja erst vor gut vier Wochen in Dubrovnik und hatte noch einige Kuna mitgebracht, so dass wir kein Geld mehr tauschen mussten. An einem Infostand erhielten wir einen Stadtplan. Außerhalb des Hafengeländes im Busbahnhof kauften wir am Zeitungskiosk die Busfahrkarten für die Hin- und Rückfahrt (10 Kuna, einfache Fahrt). Gleich daneben ist die Wechselstube. Übrigens fiel mir auf, direkt vor dem Schiff waren die Taxi-Preise mit 10 Euro angegeben für eine Fahrt in die Altstadt. Beim Busbahnhof stand dann nur noch 9 Euro auf der Tafel. Die Bushalte-Stelle liegt außerhalb des Busbahnhofs an der Straße. Die Linien 1A, 1B und 1C sowie 3 fahren zur Altstadt zum Pile-Tor. Dort kann man direkt auf die Stadtmauer (70 Kuna, aber hier werden auch Kreditkarten genommen, nicht aber an den anderen Eingängen). Für die Stadtmauer sollte man mindestens eine Stunde einplanen und genügend Wasser mitnehmen. Wir gingen erst mal in die Stadt und machten dort einen Rundgang. Dann schlugen wir uns zur Talstation der Seilbahn durch (80 Kuna Erwachsene, 40 Kuna Kinder bis 12 Jahre, Round-Trip, Kreditkarte wird akzeptiert). Direkt vor dem Pile Tor in einem historischen Gebäude ist übrigens ganz unauffällig ein DM Drogeriemarkt untergebracht, in dem wir uns noch mit Wasserflaschen versorgten. Die Preise in den Cafés am Hauptplatz beim Orlando Turm sind nicht ohne, 0,25 l Cola kosten 27 Kuna, ein halber Liter Wasser 16 Kuna (im DM zahlten wir 4,50 Kuna für die Halbliter-Flasche derselben Firma). Diese Preise können mit München locker mithalten.

Gegen Mittag fuhren wir wieder zurück zum Schiff. Im Markt im Hafen erstanden wir noch einen Schal für unsere Tochter für die letzten Kuna. Da das Abendessen gestern so üppig war, gingen wir ins Promenade Café und aßen zwei kleine Sandwiches. Danach ging es an den Pool. Auf unserem Telefon fand sich die Nachricht der Group Coordinatorin, die auf das Meet & Mingle morgen hinwies und mitteilte, dass die Einladungen heute Abend kämen. Inzwischen hatte uns Omcar auch die Einladung für den Top Tier Event der Crown & Anchor Society für morgen Abend 20:15 Uhr aufs Bett gelegt.

Unsere Tochter wollte nach den Misserfolgen der Vortag nicht wieder zum Progressive Trivia. Um 18 Uhr war ein Adventure Ocean Family Scrapbooking angesetzt. Dafür gibt es ein eigenes Kit mit einer Seite und einem Muster-Bogen sowie zahlreichen ausschneidbaren Symbolen, die alle auf das Adventure Ocean bezogen sind. Wir haben eine Seite gestaltet, waren aber die Einzigen, die an diesem Programm-Punkt teilnahmen.

Um 21 Uhr zogen die Piraten des Adventure Ocean durchs Schiff. Um 21:45 Uhr war heute die Abendshow mit den Headline Entertainern Abbamax – The UK´s finest Abba Tribute. Auch dazu bedarf es wohl keiner weiteren Erklärung. O.k., ich habe schon bessere Abba-Imitatoren gesehen.

Heute gab es wieder eine Parade auf der Royal Promenade, die Island Frezny Parade, um eine absolut familienfreundliche Uhrzeit, nämlich um 23 Uhr. Aber da die Abba-Show ohnehin bis gegen 22:45 Uhr dauerte, gingen wir eben noch zur Parade.

Insgesamt verstärkt sich der Eindruck, dass der gesamte Zeitablauf des Programms eher auf die südländischen Passagiere abgestimmt ist. Die Show-Zeiten für das Main Seating sind vergleichsweise spät. Normalerweise ist die Show vor 22 Uhr zu Ende, weil zu diesem Zeitpunkt das Adventure Ocean schließt und nur noch gegen Gebühr genutzt werden kann. Auf dieser Fahrt beginnen die Shows erst um 21:45 Uhr. Einige Aktivitäten, die sonst tagsüber oder am späteren Nachmittag stattfinden, sind nun mitten in der Nacht auf dem Programm. Gestern gab es beispielsweise ein Ice Carving am Pool – um 23:30 Uhr!! Aber vermutlich bin ich einfach zu alt… o.k., ich war noch nie ein Party-Mensch und gehöre eher zu den Frühaufstehern…
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon fneumeier am 12.09.2011 18:34

Tag 6 Seetag

Ausschlafen war angesagt und so gingen wir für unsere Verhältnisse mit 8:30 Uhr erst spät zum Frühstück ins Windjammer. Um 10 Uhr war es Zeit für das Meet & Mingle im High Notes / Viking Crown Lounge. Die Zahl derer, die erschienen hielt sich in Grenzen. Es gab ein neues Geschenk, ein Notizblock in einem Plastik-Behältnis mit Stift und Platz für die SeaPassCard sowie Umhängebändel. Sowohl Cruise Directorin Mercedes als auch ihr Activities Manager Chris waren neben der Group Coordinatorin anwesend. Verlost wurden mehrere Preise, ich glaube es waren sechs. Auch wir hatten einmal Glück und sind um einen Schlüsselanhänger, eine Base-Cap und einen Magnetrahmen reicher im Gepäck. Ich unterhielt mich noch mit anderen deutschen Passagieren. Mercedes teilte auf Nachfrage mit, dass ca. 1000 Briten, 300-400 Spanier und ebenso viele Italiener an Bord waren. Sehr viele Iren, Skandinavier, Malteser und andere Nationen, aber tatsächlich nur 98 Deutsche.

Unsere Tochter wollte zum Inline-Skaten, ich ging hinunter in Cleopatra´s Needle für „Who Says I Can´t Cook?“, die Show, bei welcher eine Schwarzwälder-Kirsch-Torte dekoriert wird vom Executive Chef, der Cruise Directorin und einem Passagier. Für mich die bislang lustigste Variante dieser Show und es war sicherlich das dritte oder vierte Mal, dass ich dies gesehen habe. Weiter ging es für uns mit der Risotto Demonstration am Pool. Obwohl einer der Köche Italiener war, wurde mit vorgekochtem Reis gearbeitet und dafür viel Sahne zugegeben, aber geschmeckt hat es. Am Pool wurde rechts die komplette Länge des Poodecks entlang ein großes Buffet aufgebaut für das Mittagessen. Danach sahen wir noch bei der Men´s International Belly Flop Competition zu. Der Pool war heute wohl der zentrale Ort und schon am späteren Vormittag waren kaum noch freie Liegen zu sehen. Der übliche Verkauf am Pool fand natürlich ebenfalls statt. Mein Mann ging weiter zur Ice Carving Demonstration. Unsere Tochter ging ins Adventure Ocean und erwartete uns um 16:15 Uhr für die Kinder Talent Show.

Übrigens gab es zwar Napkin Folding (2 Sessions), Towel Folding Demonstration, Vegetables Carving, diverse Tanzkurse, Trivias und Sport-Wettbewerbe, aber einen Scrapbooking Workshop oder Jewelry Making stand heute nicht mehr auf dem Programm.

Um 14:30 Uhr und um 16:30 Uhr waren zwei weitere Termine für die Eislauf-Show, so dass leider die Eisbahn heute den ganzen Tag geschlossen war – sehr zum Leidwesen unserer Tochter. Dafür gab es um 10 Uhr eine Führung im Studio B. Heute Abend stand die zweite Production Show auf dem Programm „Music in Motion“, eine musikalische Reise durch die Musik aus Oscar-prämierten Filmen. Erneut war die Show für das Main Seating um 21:45 Uhr (Second Seating um 19:45 Uhr). Diese Show war für uns neu und hat uns ausnehmend gut gefallen.

Um 20:15 Uhr waren wir zum Top Tier Event in Cleopatra´s Needle eingeladen. Da heute auch der zweite formelle Abend war, war die Kleiderordnung formal / semi-formal mit erneut dem Hinweis „no shorts or flipflops please“. Es wurden Snacks und Cocktails, auch nach Wunsch, gereicht.

Für die Freunde der 70er Jahre: Heute drehte sich ab 22 Uhr musikalisch alles um die 70er inklusive der Street Party auf der Royal Promenade um 23:30 Uhr.
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon fneumeier am 12.09.2011 18:35

Tag 7 Venedig (Ankunft 8:00 Uhr)

Mercedes hatte gestern angekündigt, dass die Einfahrt nach Venedig um ca. 6:30 Uhr morgens beginnen werde. Unsere Kabine war portside, was zwar für die Ausfahrt hervorragend war, aber für die Einfahrt die falsche Seite. Erneut waren wir mehr als pünktlich. Als ich um 7 Uhr endlich auf Deck 4 war, fuhren wir bereits am Markusplatz vorbei. Die Nieuw Amsterdam war schon im Hafen. Ebenso lag die Seabourn Spirit in San Basilio. Nach uns folgte noch die MSC Armonia. Wir gingen zum Frühstück ins Windjammer und machten uns auf den Weg in die Stadt.

Direkt am Kopfende des Hafenbeckens fahren die Boote der Alilaguna, mit denen man auch zum Flughafen fahren kann. Daneben legte das Shuttle-Boot von Royal Caribbean an, das direkt zum Markusplatz fährt und ca. 20 Dollar kostet. Keine 5 min vom Schiff ist der People Mover, eine Art Mono-Rail-Hochbahn, die zwischen der Piazzale Roma, der Stazione Marittima und der Parkplatz-Insel Tronchetto verkehrt. Die Fahrt kostet 1 Euro. Die Fahrkartenautomaten haben eine deutsche Sprach-Option und nehmen auch Kreditkarten. Wir kauften auch gleich Tickets für die Rückfahrt. Übrigens gibt es im Hafenbecken nebenan auch eine Haltestelle der Line 2 der Vaporetti (Haltestelle Tronchetto). Von dort aus sind es etwa 5 min zum Schiff (die Voyager of the Seas legt am Liegeplatz VE107 an). Der Weg von der Vaporetti-Haltestelle zur Haltestelle Tronchetto des People Mover ist fast weiter.

Wir fuhren mit dem People Mover zur Piazzale Roma und kauften uns dort ein 12-Stunden-Touristen-Ticket. Mit der Linie 2 ging es erst einmal den gesamten Canal Grande entlang. Kurz vor dem Markusplatz stiegen wir aus und fuhren mit einem Traghetto (50 Cent), einer Gondelfähre, über den Canal Grande und suchten uns den Weg zu Fuß durch die Gassen (ist sogar ganz gut ausgeschildert) zum Markusplatz. Die Warteschlange an der Basilica war schon sehr ansehnlich. Wir beschlossen mit dem Aufzug auf den Campanile (8 Euro) zu fahren, um von dort aus die Aussicht über Venedig zu genießen. Dann ging es weiter mit dem Vaporetto Linie 5 nach Murano. Dort ein Spaziergang über die Insel und zurück zum Markusplatz und der Linie 2 nach San Basilio. Dort am Zattere suchten wir uns eine Pizzeria fürs Mittagessen, aßen noch ein Eis und sahen kurz den Gondelbauern zu. Zurück zum Markusplatz, nochmals durch die Gassen schlendern, noch mal mit dem Traghetto fahren und dann mit der Linie 1 zur Piazzale Roma. Inzwischen war es 17 Uhr und wir beschlossen zurück zum Schiff zu gehen. Noch eine Station mit dem People Mover und schon waren wir wieder zurück.

Auf der Kabine fanden wir die Umschläge und Gutscheine für das Trinkgeld, das wir bereits vorab gezahlt hatten. Außerdem lag der Fragebogen am Zimmer. Gestern hatten wir mit der Loyality Ambassadorin Yana aus der Ukraine gesprochen, die uns – obwohl eigentlich erst ab der nächsten Fahrt gültig – schon unsere Emerald Pins zukommen ließ. Für unsere Tochter lag als Kindergeschenk eine große Umhängetasche im Zimmer.

Die Koffer waren schnell gepackt und dann war auch schon Zeit für das Abendessen. Wanda aus Polen (Assisstant) und Fiacre aus Goa (Waiter) sowie Fatih (Head Waiter aus Tunesien) machten während der gesamten Fahrt einen ganz hervorragenden Job. Wanda nahm auch die Sonderwünsche (ein Eistee ohne, einer mit Zitrone und der dritte mit Zitrone und Strohhalm) sofort auf und merkte sich dies für den Rest der Woche. So viel Engagement wurde natürlich nicht nur mit dem empfohlenen Trinkgeld belohnt.

Die heutige (einzige) Show begann um 20:05 Uhr mit der Präsentation der Cruise-DVD, die wir glücklicherweise noch wegen des Abendessens verpassten. Wir kamen pünktlich zum Start der Headline-Entertainer Carlo Truzzi & Simona, die eine Shadow Show versprachen. Was sollte man sich darunter wohl vorstellen? Jeder kennt sicher die Schattenspiele mit den Händen. Ein Hund oder ein Vogel ist schnell gemacht, aber wie sieht es aus mit Elvis oder Barack Obama?? Hat sich wirklich gelohnt und wir haben viel gelacht. Am Ende kamen noch die 10 dümmsten Kreuzfahrer-Fragen. Obwohl, die Frage, ob der Aufzug nach vorne oder nach hinten fährt, wurde eigentlich nur von dem Verhalten unserer spanischen Mitreisenden getoppt, denen es einfach nicht in den Kopf ging, dass ein Aufzug, bei welchem der Pfeil nach oben zeigt, auch nach oben fährt und nicht nach unten, und dass sie die Knöpfe der unteren Decks drücken können, so viel sie wollen. Am Ende kamen zahlreiche Vertreter der gesamten Crew auf die Bühne und natürlich auch Kapitän Bang.

Für den weiteren Abend war noch ein Masken-Fest auf der Royal Promenade angesagt, das wir aber verpassten. Wir machten uns zum Schlafen fertig, packten unsere Koffer und stellten sie vor die Türe. Laut der Departure Information sollte dies bis 23 Uhr geschehen. Mercedes sagte aber bei der Show zwischen 23 Uhr und 1 Uhr nachts. Erst nach 1 Uhr könnten die Koffer nicht mehr abgeholt werden.
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon fneumeier am 12.09.2011 18:35

Tag 8 Venedig

Die Nacht war eher unruhig. Neben dem Abholen der Koffer fand es irgendjemand auch passend, sich in voller Lautstärke auf dem Gang zu unterhalten…

Ab 4:30 und nur bis 7 Uhr war übrigens der Express-Check-Out möglich, d.h. ich gehe vor Bord und trage meine Koffer selber. Wir hatten eigentlich die Gepäckanhänger mit Grün 17 bekommen und hätten um 8:30 Uhr mit dem Transferbus zum Flughafen fahren sollen. Wir tauschten diese gegen Grün 31 um, den Transferbus um 9:25 Uhr. Unser Flug sollte erst um 13:50 Uhr gehen. Der letzte Transferbus war mit Grün 32 übrigens für 9:35 Uhr angesetzt. Um 9 Uhr sollten die Kabinen verlassen sein. Die Platinum und aufwärts Departure Lounge im Hauptrestaurant (angeblich Deck 5, war wohl doch auf Deck 4) haben wir nicht mehr genutzt, weil wir lieber oben an Deck die Ankunft der anderen Schiffe abwarten wollten.

Wir gingen ins heute übervolle Windjammer zum Frühstück. Die Norwegian Jade war schon vor dem Frühstück angekommen. Die Nieuw Amsterdam hatte sich in der Nacht auf die andere Seite der Stadt verzogen. Dann kam die Azura von P&O rein, es folgten die Costa Victoria, die MSC Magnifica und in San Basilio die Wind Surf.

Um 9:45 Uhr saßen wir im Transferbus und fuhren los. Übrigens, wer plant mit dem People Mover zur Piazzle Roma zu fahren, um dann über die Brücke zum Bahnhof zu laufen, sollte einiges an Zeit einplanen. Die Ansteh-Schlange am People Mover war locker 100 m lang und bei drei Fahrkarten-Automaten dauerte das einfach. Selbst wenn man die Karten schon am Vortag gekauft haben sollte, war kein Durchkommen. In dem Fall sollte man eventuell den etwas weitere Weg zum Vaporetti in Tronchetto oder gleich zur Endstation des People Mover in Tronchetto in Kauf nehmen.

Gegen 10:15 Uhr standen wir im völlig überfüllten Flughafen Marco Polo. Die Leute warteten schon draußen auf den Bänken. Wir hatten schon an Bord online eingecheckt. Die LH hat fünf Automaten (Baggage Drop Off nur mit Boarding Pass), die nur leidlich funktionierten. Eine nette Assisstentin gab Hilfesstellungen. Es war lediglich ein einziger Schalter für die Gepäckannahme geöffnet und wir waren froh, dass wir uns nebenan bei Business Class Schalter anstellen können. Leider läuft mein FTL-Status Anfang nächsten Jahres ab und wir können diese Annehmlichkeit nicht mehr nutzen. Das Gepäck kann übrigens nur abgegeben werden, wenn bereits die Nummer des Check-In Schalters auf der Anzeige-Tafel erscheint. Dies war bei uns dann glücklicherweise kurz vor 11 Uhr schon der Fall, denn teilweise wird das Gepäck aus Kapazitätsgründen erst 2 Stunden vor Abflug entgegengenommen. Aber auch an den Gates ist kaum ein freier Sitzplatz zu finden. Bei sechs ankommenden, großen Schiffen ist dieser Flughafen definitiv überfordert. Übrigens beim Boarden wird hier offensichtlich großer Wert auf eine exakte Schlangenbildung gelegt!!

Die LH hat ihre Pünktlichkeits-Quote uns gegenüber auch bei diesen Flügen nicht gesteigert. Natürlich war zur Boarding Time noch nicht mal der Flieger angekommen. Leicht entschädigt wurden wir durch die Ansagen des Pursers… und da sag noch mal jemand, dass bei der LH niemand Humor hat! Von den „allseits gern gehörten Sicherheitsanweisungen“ über „aus medizinischen Gründen empfehlen wir das Weiteratmen“ (bei den Sauerstoffmasken) bis zur „Designer-Schwimmweste“ mit „romatischer Beleuchtung“ und abschließend die Aufforderung angeschnallt sitzen zu bleiben, „bis wir die Parkuhr erreicht haben“ und den Hinweis auf die „kostenlose Flughafenrundfahrt“ (von der äußersten Außenposition zum Terminal). Unser Weiterflug nach München war selbstverständlich ebenfalls nicht pünktlich, aber der Purser leider klassisch humorlos.
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon fneumeier am 12.09.2011 18:36

Fazit:

Für uns war es eine sehr schöne Route und es ist schade, dass diese nächstes Jahr so nicht mehr gefahren wird.

Natürlich sieht man der Voyager of the Seas ihr Alter ein bisschen an, wenn man näher hinsieht. In der Kabine gibt es durchaus die eine oder andere Macke oder Delle. Und auch der Röhrenfernseher könnte mal ausgetauscht werden. Aber es wurde immer und überall gewerkelt und beispielsweise wurden die Teppiche in den Treppenhäusern erneuert.

Zum Abschluss noch ein kleines Übersetzungs-Highlight – gefunden auf einer Karte in unserer Kabine:

„Falls Sie Eis brauchen, kontaktieren Sie bitte Ihren Kabinen Stewart indem Sie Die Knopf Geschwindigkeit auf den ihre Telefon wählen.“ :D

Und wer es nicht verstanden hat:

„If you require ice, kindly contact your Stateroom Attendant by dialing the speed dial button on your phone.”

Offiziere auf unserer Fahrt:

Captain Leif Otto Bang, Norwegen
Mercedes Lafuente, Cruise Director, Argentinien
Lorenzo Dearie, Executive Chef, Großbritannien (nein keine Sorge, er hat eine italienische Mutter)
Silvio Ghigo, Hotel Director, Italien
Emmanouil Kampanakis, Food & Beverage Director, Griechenland
Kai Mattsson, Chief Engineer, Schweden
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon Stevbln am 12.09.2011 19:23

top carmen...hast sehr gut und wie immer in allen einzelheiten beschrieben :thumb:
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon Ernst am 12.09.2011 19:30

HAllo,

vielen herzlichen Dank für den ausführlichen Bericht. Ich konnte momentan noch nicht alles im Detail lesen, aber eines habe ich schon aufgeschneppt: Ihr habt die Kinderbetreuung in Anspruch genommen. Nun meine Frage: Ist die Kinderbetreuung auch auf Deutsch? Ich persönlich habe von RCCL die Auskunft, dass diese nur auf Englisch sei.
Danke für die Antwort

Viele Grüße
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon Stevbln am 12.09.2011 19:33

Also für unsere 3 jährige tochter gab es keine deut.Kinderbetreuung...obwohl "mercedes" :cool: versucht hat jemand ran zu bekommen der unsere muttersprache konnte...ging aber auch so....
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon HeinBloed am 12.09.2011 20:27

Dein Bericht ist eine große "Enttäuschung" für mich... weil ich dieses Mal für unsere NORWEGIAN JADE Reise in vier Wochen bloß von den Abschnitten Koper und Dubrovnik profitieren konnte...

Vielen Dank - speziell für den Tipp in Dubrovnik den DM Markt aufzusuchen. Konntet ihr dort mit Euro oder Karte zahlen, oder müssen wir besser vorher zum Geldautomaten???

Und wie lange war die Schlange vor der Seilbahn (wegen der vielen Schiffe im Hafen)???

Gruß
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon fneumeier am 13.09.2011 07:33

@Ernst,

leider ist die Kinderbetreuung nur auf Englisch (oder Spanisch). Unsere 11 jährige Tochter spricht inzwischen allerdings ziemlich gut und versteht noch mehr - mal abgesehen davon, dass sie das Programm wohl auswendig kennt. Es gab eine Betreuerin, die sie bereits von der Oasis und der Serenade kannte, und die ein bisschen Deutsch spricht. Bei der Kinder-Talent-Show hatte sie moderiert und versucht ein oder zwei Ansagen auf Deutsch zu machen. Auch unsere Tochter hat sie erst auf Deutsch gefragt, diese antwortete aber auf Englisch :lol: . Auf der Serenade gab es sogar damals eine deutsche Gymnasiallehrerin im Adventure Ocean, die aber dann zwei Wochen später das Schiff verließ (nach 2 Jahren Adventure Ocean) und einen Job als Lehrerin in Deutschland antrat. Es ist also Glückssache, ob jemand ein bisschen Deutsch spricht oder nicht. Auf der Voyager waren aber die spanischen und italienischen Kinder in der Überzahl. Englischsprachige kamen laut meiner Tochter gar nicht. Wenn das Kind nicht extrem schüchtern ist, dann klappt das meistens, denn den Kids ist die Sprache nicht so wichtig. Seid ihr auch auf der Voyager? Dann würde ich meine Tochter nochmals nach dem Namen der Betreuuerin fragen.

@HeinBloed,

im DM hab ich unsere übrigen Kuna ausgegeben, aber Zahlung mit Karte wäre auch möglich gewesen. Für die Seilbahn empfiehlt es sich sicherlich möglichst früh dran zu sein. Wir waren so gegen 10 Uhr dort und haben eine Lücke zwischen zwei Bussen erwischt. Vor uns war noch eine Tour von RCI. Nach uns kamen zwei Busse an. Wir "individuals" hatten dann die Gondel für uns ohne Tour-Leute und es war nicht so gestopft voll. Als wir wieder runterfuhren, war unten die Schlange schon recht ansehnlich, weil erneut mehrere Busse ankamen. Wir haben uns angestellt und Franz ist vor zum Ticket-Schalter und hat die Karten gekauft. Oben waren auch schon zwei Touren von RCI, die vor uns rauffuhren.

Zu den Schiffen: Die Nieuw Amsterdam war schon da, wann die Grand Celebration und die Zenith kamen, weiß ich nicht. Muss aber später gewesen sein, während wir schon in der Stadt waren. Als wir durch das Pile Tor gingen war die Stadt noch erfreulich leer. Mittags sah das schon anders aus.

Gruß

Carmen
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon Albatros am 13.09.2011 10:10

Chapeau!
Als wären wir dabei gewesen, so sind wir jetzt informiert. Ja, so hätte sie ablaufen können, unsere für Juni 2012 geplante Fahrt mit diesem Schiff. Vielleicht schickt RCI die "Voyager" deshalb nach China, weil sie, wie du geschrieben hast, in manchen Bereichen schon etwas ins Alter gekommen ist :D
Wird da Franz nicht neidisch, wenn er deinen Text liest :)

Schade, dass ihr kein upgrade auf eine Minisuite bekommen habt. Das Schiff war ja wohl voll belegt.

Wir haben bei unseren Abfahrten in Venedig ja bisher immer Glück gehabt. Maximal drei Schiffe lagen gleichzeitig im Cruise Terminal. Wenn aber die Stazione Marittima voll belegt ist, kann das schon zum Albtraum werden. Dass der Flughafen für diesen Ansturm zu klein ist, ist wahrlich untertrieben. Er ist schon für weit weniger Andrang zu klein. Da ja momentan auch die Flieger, die Treviso eigentlich zum Ziel haben, am Marco-Polo-Airport landen, ist das Chaos programmiert. Eine Lösung wäre wohl nur, die Ankunfts- und Abfahrtzeiten der Kreuzfahrtschiffe zu koordinieren. Heisst: nicht alle am Samstag, sondern auf die Woche verteilt. Aber wer will da den Anfang machen?

MIt großem Interesse habe ich deine Materialiensammlung durchforstet. Etliches an Links ist ja in meinem Speicher bereits vorhanden. Aber TomsPortGuides kannte ich noch nicht. Ist ja ein Hammer, wie man auf Neuhochdeutsch wohl sagt. Wo hat er wohl die vielen Luftaufnahmen her?

Dir noch einmal vielen, vielen Dank für deinen Bericht. Habe ihn zunächst einmal nur quer gelesen, aber heute Nachmittag werde ich ihn Zeile für Zeile nachlesen :thumb:
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon fneumeier am 13.09.2011 12:14

Danke, Uwe!

Das mit den Fotos habe ich mich bei Tom´s Port Guide auch gefragt, aber ich hinterfrage mal Copyright-Fragen nicht ;) .

Gruß

Carmen
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon Rainer40 am 13.09.2011 15:08

Vielen Dank für diesen tollen Bericht!

Grüße
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon Garfield am 13.09.2011 15:59

Hallo Carmen,

sehr informativer Bericht. Werden wir sicher von profitieren können. :)
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon Stevbln am 13.09.2011 17:46

Carmen die beiden schiffe sind gegen 12 uhr angekommen..... :thumb:
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Re: Review: Voyager of the Seas 3.-9.9.2011, Adria

Beitragvon Prinzesschen am 13.09.2011 19:23

Hallo Carmen,
wie Du beschrieben hast war es bei uns auch sehr spanisch / italienisch lästig, ebenso vom Timing der Boardaktivitäten. Die Cruisedirektorin Mercedes - war sie nicht aus Argentinien? - machte daraufhin auch die Ansagen nur sehr kurz in englisch, sehr lang in italienisch und noch länger in spanisch. Als nicht Südländer fühlte ich mich von Ihr in keiner Form angesprochen, da hatten wir bei früheren Fahrten bei Costa erheblich professionellere und internationaler ausgerichtete Cruisedirektoren.

Wir haben Euch mit der Voyager letzte Woche noch in Venedig gesehen, wir waren aufgrund der tollen Erfahrungen nochmals auf der Biennale in einigen Ausstellungsorten in Palazzi / Arsenal und aufgelassenen Kirchen.
Vor Giardini mit einem Spritz sitzend die Kreuzfahrtschiffe vorbeifahren sehen ist sehr beeindruckend, ein paar Bilder von der Voyager vor Sonnenuntergang und Campanile werde ich später noch einstellen.
Aber ich stimme Dir zu, wenn es die Voyager nächstes Jahr wieder im Mittelmeer geben würde - wir würden wieder fahren. Sie bietet für jeden Geschmack etwas an, und das auf einem sehr hohen Niveau.
Gruss Prinzesschen
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