Sonnendeck Seereisen

Reisebericht: Quantum of the Seas 07.10.19 - 19.10.19

Carnival Corporation & plc, Royal Caribbean Cruises Ltd. und Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. mit allen Tochtergesellschaften (ohne AIDA Cruises & TUI Cruises)

Moderator: moeve

Reisebericht: Quantum of the Seas 07.10.19 - 19.10.19

Beitragvon GoSh am 27.12.2019 13:20

Wir waren in Ostasien mit der Qunatum of the Seas unterwegs und für diese Kreuzfahrt hatte ich mir als Ziel gesetzt, einen Reisebericht zu erstellen. Lange hat es gedauert, aber zum Abschluss des Jahres wollte ich dieses Projekt noch zum Abschluss bringen. Viel Vergnügen beim Lesen ...

Kreuzfahrt Ostasien inkl. Vorprogramm „Beijing“
04.10.-07.10.19 -> Vorprogramm „Beijing“ (China)
07.10.-19.10.19 -> Kreuzfahrt Royal Caribbean Quantum of the Seas

Reiseroute Kreuzfahrt
Tianjin (China) – Fukuoka (Japan) – Keelung (Taiwan) – Hongkong (China) – Chan May (Vietnam) – Phu My (Vietnam) – Singapur (Singapur)

Fukuoka (Japan) - Erstes Souvenir, ne Strumpfhose & Ausländische Vieren nicht erwünscht
Mit der korrekten Körpertemperatur gingen wir von Board und der Virenscan für Menschen im Cruise-Terminal meldetet – nix gefunden! Schnell noch einen Stadtplan eingesteckt und in weniger als 30 min waren wir zu Fuß in der Stadt. Der Plan war von Shrine zu Shrine zu schreiten, doch Priorität hatte der Kauf einer Strumpfhose fürs Gala-Diner. Eine Drogerie war schnell gefunden, die Verständigung schwierig bis nicht möglich und am Ende entsprechen japanische Größenangaben scheinbar nicht den Europäischen.

Mit dem Kulturprogramm begannen wir im Kushida Shrine – in mitten einer sehr schönen Anlage zum Verweilen und ein guter Ort zum Beobachten der japanischen Gebets-Rituale. Die weiteren Etappen der Shrine-Tour waren Ryuguji – Tochoji – Jotenji, durch das Hakata Sennen-no-Mon Gate und dann weiter bis zum HRC, wo der „Ich-war-hier-Pin“ gekauft wurde. Unser Weg führte uns weiter bis zur Canal City, aber da weiteres Shopping nicht auf dem Programm stand, sind wir entlang des Naka Rivers vorbeigelaufen und zurück in die Stadt. Eigentlich stand noch der Ohori Park, Fukuoka Tower und Fukuoka Burg auf dem Programm, aber die zur Verfügung stehende Zeit war nicht mehr ausreichend vorhanden. Und so ging es, nach einem kurzen Abstecher über den Shofuku-ji und Sesshinin Shrine, Richtung Hafen.

Unterwegs gab es noch eine Begegnung der besonderen Art. An einer Ampel nahm eine einheimische Dame buchstäblich Reiss-Aus vor uns, um sich nicht mit den bösartigen ausländischen Viren anzustecken. Auf der Bayside Place Hakata beim Hafenturm gab es noch einen kurzen Fotostopp, um die Quantum of the Seas in voller Schönheit und ohne störende Gebäude, Busse und Touristen aufs Bild zu bekommen.

Keelung / Taipei (Taiwan) – Ahoi 101 und Museum statt Sightseeing
Den Ausflug nach Taipei haben wir über unseren Reiseveranstalter gebucht. Getroffen wurde sich vor dem Hafengebäude und mit der Gruppe ging es zum Bus und weiter Richtung Taipei.

Erster Punkt auf der Tagesordnung war die Besichtigung der Nationalen Chiang-Kai-Shek-Gedächtnisstätte. Dort hatten wir die Möglichkeit die Ausstellung über das Leben und Wirken des verstorbenen Präsidenten zu besichtigen, oder in der Haupthalle, wo sich seine Bronzestatue befindet, eine Wachablösung mitzunehmen. Wir entschlossen uns für Letzteres. Den Rest der zur Verfügung stehenden Zeit schlenderten wir über das weitläufige Gelände mit Nationaltheater und Konzerthalle.

Anschließend ging es weiter zum Taipei 101. Die Besteigung war zwar nicht inklusive, aber etwas Aufenthalt vor Ort schon. Zum Glück hatten mehrere die Absicht, die Aussicht von oben zu genießen. Also einen der beiden Tour-Guides geschnappt und los. Kreuz und quer durch eine Shopping-Mall und an den Massen von Einheimischen vorbei, welche an diesem Tag zum Sonderpreis hochdurften, bis zu den Kassen. 30 min Anstehen bis zum Fahrstuhl hoch und 30 min Anstehen bis zum Fahrstuhl runter … bei einem Zeitfenster von 60 min … eine Sonderreglung musste her. Die Verantwortlichen hatten ein Einsehen mit unserer Situation und getarnt als VIP-Gruppe ging es ohne langes Warten rauf. Wer dann noch ein paar Treppen zusätzlich in Kauf nahm, der darf als Belohnung ins Freie. Nach ausreichender Zeit der Begehung ging es dann über den Lieferantenaufzug wieder runter. Bester Teil der Tour, obwohl nicht geplant.

Dann ging es zum Nationalen Palastmuseum. Dieses beinhaltet die weltweit größte Sammlung chinesischer Kunstwerke von unschätzbarem Wert, die die 5.000 jährige Geschichte Chinas umspannt. Okay, interessant, aber für einen 2h-Schnelldurchlauf war es für Interessierte zu kurz und für Museums-Allergiker Zeitverschwendung.

Damit war die Tagesordnung abgehandelt und es ging zurück nach Keelung. Am Morgen hatten wir gesehen, dass es dort auf einem Berg eine Tempelanlage gibt, den Zhongzheng Park, mit einer riesigen Statue von Kuan Yin, der buddhistischen Göttin der Barmherzigkeit. Aber Dunkelheit und wenig Zeit verhinderten einen spontanen Trip dorthin. Da lag der Museumsbesuch noch schwerer im Magen.

Hongkong (China) - Ein Tag mit Polly
Am Kai Tak Cruise Terminal, dem ehemaligen Flughafengelände von Hong Kong ging es los mit unserem Guide. Per kostenlosen Shuttle Bus und dann mit der U-Bahn fuhren wir zum Diamond Hill. Dort besuchten wir den Nan Lin Garten. Die Besonderheit im Garten ist durch die vier Hauptelemente der Tang-Gärten mit künstlichen Hügeln und dekorativen Felsen, Wasserspielen, Holzkonstruktionen und alten Bäumen gekennzeichnet.

Nächster Stop war in Tsim Sha Tsui das Peninsula Hotel, welches 1928 gegründet wurde und das älteste Hotel in Hong Kong ist. Auf der Promenade von Kowloon hatten wir einen schönen Blick auf die Skyline. Zwischen 1910-1975 war hier das Bahnhof Gelände gewesen, von dem lediglich der Clock Tower erhalten blieb und daran erinnert das die Transibirische Eisenbahn hier einmal reinfuhr.

Auf dem Weg zur Star Ferry gab es eine Kleinigkeit zu essen … Egg Tart und Wife Cake, ein traditionelles Gebäck aus Hong Kong und China. Mit der Fähre ging es rüber nach Central auf Hong Kong Island und mit dem Bus hoch zum Peak. Der Victoria Peak ist die höchste Erhebung auf der Hong Kong Insel. Von hier hat man eine Wahnsinns-Aussicht auf die City und ein Hard Rock Cafe zum Kauf des „Ich-war-hier-Pin“. Runter ging es mit der Peak Tram, einer Standseilbahn und das älteste Verkehrsmittel in Hong Kong aus dem Jahr 1888.

Weitere Anlaufpunkte waren die St. Johns Kathedrale aus dem Jahre 1847 und die HSBC Bank am Statue Square mit den beiden Löwen Stitt und Stephen, welche vor dem Eingang der Bank stehen und diese bewachen, damit keine Dämonen das Gebäude betreten.

Mit der Straßenbahn, welche es seit 1904 gibt und auch als Ding Ding bekannt ist, verließen wir Central und fuhren bis nach Sheung Wan. Dort schlenderten wir über den Trödelmarkt auf der Upper Lasker Row bis zum alten Man Mo Tempel aus dem Jahre 1847. Gleich daneben ein weiterer Tempel zu Ehren der Göttin Guan Yin, Göttin der Gnade und die 60 Götter-Tai Chu. Im dritten Gebäude, Names Kung Sor, durften wir noch eine Ahnen-Gedenk Stätte anschauen.

Danach spazierten wir durch die Hollywood Road und Gough Street bis zum Wochenmarkt auf der Graham Street. Vom Markt aus sind wir dann mit der Central Mid Level - Rolltreppe, bergauf in die Mid Levels gefahren. Die Central Mid Level - Rolltreppe wurde eröffnet in Oktober 1993 und speziell gebaut um den Verkehr und Smog in der Gegend um die Mid Levels zu verringern. Mit einer Länge von 800 Meter ist es die längste überdachte Rolltreppe der Welt, die täglich genutzt wird von über 55.000 Menschen.

Im Ausgehviertel Soho - „South of Hollywood“ - bekamen wir Tai Kwun gezeigt, welches zwischen 1864 und 1925 erbaut wurde und 16 historische Gebäude umfasst – u.a. die ehemalige zentrale Polizeistation, Justizbehörde, Victoria-Gefängnis, Standesamt Anmeldungsbehörde und Beamtenwohnquartier.

Über die Queens Road liefen wir dann zum Mandarin Oriental Hotel und nutzten die letzte Art der öffentlichen Fortbewegungsmittel in Hong Kong. Ein Taxi fuhr uns zurück zum Cruise Terminal.

Warum dieser Abschnitt so ausführlich mit Details gefüllt ist, liegt an unserem Guide Polly, welche uns kreuz und quer durch die Stadt führte und einen verdammt guten Job machte. Per Mail gab es den Tag als ausführlichen Reisebericht, den ich hier etwas gekürzt habe.

Chan May / Hue (Vietnam) - Träumen auf Vietnamesisch in der verbotenen Stadt und unterm Wasserfall
Direkt am Schiff wurden wir abgeholt und die erste kurze Regenpause genutzt, um halbwegs trocken in den Bus zukommen. Auf der Fahrt nach Hue war der erste Stopp ein Straßenhändler für Regenbekleidung und jeder bekam vom Reiseleiter ein Regenponcho spendiert. In Hue angekommen ging es per Boot, ein Andenkenladen auf dem Wasser, auf den Parfüm Fluss zur Thien Mu-Pagode. Highlight dieses buddhistischen Klosters ist der siebenstöckige Phuoc Duyen Turm am Eingang der Tempelanlange und ein altes Auto, ein alter Austin.

Weiter ging es zur Zitadelle von Hue und der Verbotenen Purpurstadt. Als Vorbild diente die Verbotene Stadt in Peking, aber optisch sind die Unterschiede nach den vielen Jahrhunderten sehr deutlich. Während Peking sehr gehegt und gepflegt wirkte, wird in Vietnam wesentlich weniger in die Erhaltung gesteckt. Vieles ist zerstört und wirkt vergammelt, was aber auch einen besonderen Charme versprüht. Aber es gibt genügend Gebäude und Tempel, die zur touristischen Begehung einladen und über die vietnamesische Kultur und Geschichte Auskunft geben. Und dabei nicht vergessen … Schuhe aus! Was bei dem wasserfallartigen Regenwetter natürlich kein Genuss war. Doch jeder Schutz wurde gern genommen, zum Trocknen, aber spätestens auf dem Weg zum Bus war dann ALLES am Körper durch.

In Hue ging es anschließend in ein typisches vietnamesisches Restaurant zum Essen und Trocknen, um sich dann auf das nächste feuchte Erlebnis einzustellen. Auf zur Grabanlage „Tu Duc“. Diese zählt zu den sieben Grabstätten der Nguyen Kaiser und befindet sich inmitten von weitläufigen Pinienwäldern, Inseln und kleinen Seen. Sie diente dem Kaiser Tu Duc als Sommerpalast und spirituellen Rückzugsort. Auch hier hat das feuchte Klima deutlich seine Spuren hinterlassen. Damit schlossen wir unsere Tour nach Hue ab und es ging mit dem Bus zügig zurück zum Schiff. Und glücklich, dass der nächste Tag ein Seetag war, um vor allem die Schuhe … zu Trocknen.

Phu My / Saigon (Vietnam) - Träumen auf Vietnamesisch im Mekong Delta und in Saigon
Ein bekanntes Gesicht von unserer Tour aus Hue holte uns direkt auf dem Pier ab und mit fast der gleichen Gruppe aus Hue ging es im Bus erstmal 2 h Richtung My Tho. Dort schipperten wir mit einem Sampan auf dem Mekong, hinein in einen Seitenarm. Wir wechselten das Gefährt und fuhren, angetrieben von Frauen-Power, mit einem Dinghi weiter. An Land spazierten wir zum ersten Shopping-Point inkl. Pausentee. Es wurde getanzt und gesungen, kleine Alligatoren konnten bestaunt werden und eine Schlange als Schal umhängen war auch möglich. Dazu noch eine Verkostung von 3 Schnäpsen, wovon eine Flasche mit Schlangen und anderen Reptilien gefüllt war. Mit dem nächsten vietnamesischen Fortbewegungsmittel, dem Tuk Tuk, ging es sehr schwungvoll weiter bis zum nächsten touristischen Shopping-Point. War aber auch informativ, da hier aus Kokosnuss leckere Bonbons in Handarbeit zubereitet wurden. Den Abschluss der Mekong-Tour begossen wir auf der Rückfahrt auf dem Sampan mit einer leckeren Kokosnuss.

Teil 2 der Tour brachte uns nach Saigon. Zuerst besuchten wir den Binh Tay Market, dem dominierenden Geschäftszentrum in Cholon, Saigons Chinatown. Und durchquerten die belebten Seitenstraßen, immer auf der Hut vor dem nächsten Moped. Anschließend ging es mit dem Bus durch die Stadt, vorbei an historischen Plätzen und Gebäuden. Zum Abschluss gab es auf den Bitexco Financial Tower einen vietnamesischen Kaffee. Und damit wir diesen auch zu Hause genießen können, erhielt jeder als kleines Geschenk einen vietnamesischen Kaffeefilter und ein Glas mit einheimischen Kaffeebohnen. Pünktlich zur Rush-Hour fuhren wir mit dem Bus Richtung Schiff und so konnten wir den Wahnsinn auf 2 Rädern in Saigon zum Abschluss teilweise fast zu nah genießen.

Singapur (Singapur) - Ahoi im letzten Hafen und Abflug Richtung Heimat
Für die Quantum war es der letzte Hafen vor einer ausführlichen Renovierung. Die ersten Vorkehrungen auf dem Schiff wurden bereits getroffen und Baumaterialien per Kran an Board geladen. Dies hatte dann leider Auswirkung auf die Ausschiffung, denn ein geplanter Ausgang wurde dadurch blockiert und es dauerte länger, bis wir mit der Gruppe von Board kamen. Letzter Eindruck und so …

Da der Rückflug erst spät am Abend terminiert war, gab es vom Reiseveranstalter noch eine Tour durch Singapur. Nationaler Orchideengarten, Indisches Viertel, Malaysisches Viertel, Chinesisches Viertel und Marina Bay standen auf dem Programm.

Die Straßen in Little India (I 1/4) waren schön geschmückt und Bumblebee war auch vor Ort, aber das „Highlight“ sollte die Begehung eines schmalen Ganges durch bunten Krims und Krams sein. Dagegen war Kampong Glam (M 1/4) mit der Goldenen Kumpel der Sultans Moschee, den vielen Restaurants und den bunten und hippen Läden entlang der Haji Lane wesentlich einladender. Warum dann die meiste Zeit zum Shoppen und Essen in Chinatown verplant wurde, erschloss sich den wenigsten, denn chinesische Eindrücke konnte man schon genug auf der Reise sammeln. Zum Schluss ging es zur Marina Bay, um jeden noch die Möglichkeit zu geben, vom wohl aktuell bekanntesten Gebäude von Singapur, dem Marina Bay Sands Hotel, einen Schnappschuss zu machen.

Am Flughafen hatten wir noch ausreichend Zeit, um zum Jewel Changi zu spazieren, eine riesige Shoppingmall mit grüner Oase und einem 40 m hohen Indoor-Wasserfall. Very nice!
GoSh
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Re: Reisebericht: Quantum of the Seas 07.10.19 - 19.10.19

Beitragvon Mycraft am 18.01.2020 09:33

Danke für dein Bericht.
Mycraft
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