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Reisebericht: TA-Überquerung Silversea Spirit – April 2019

Carnival Corporation & plc, Royal Caribbean Cruises Ltd. und Norwegian Cruise Line Holdings Ltd. mit allen Tochtergesellschaften (ohne AIDA Cruises & TUI Cruises)

Moderator: moeve

Reisebericht: TA-Überquerung Silversea Spirit – April 2019

Beitragvon Stefan_Steiger am 19.04.2019 14:46

Nach unserer traumhaften TA-Überquerung voriges Jahr im März mit der Regent Explorer haben wir uns im November 2018 entschieden wieder eine TA-Überquerung zu machen. Da ich gerne neue Sachen ausprobiere, bin ich über ein Angebot von Silversea auf Kreuzfahrten.de gestoßen (2.4. bis 14.4.2019 von Fort Lauderdale nach Lissabon – 13 Nächte). Da wir bisher noch nicht mit Silversea unterwegs waren, wollten wir Silversea sowieso einmal ausprobieren (nach vielen Reisen mit Seabourn, Regent, Crystal Cruises und anderen).

Kosten:
Wir haben im November 2018 ein Angebot für eine Veranda Suite um rund € 4.600,-- pro Person bei Kreuzfahrten.de gesehen. Leider konnte ich die Reise dort nicht ohne Flüge buchen (die Eco-Flüge wären zwar im Preis inkludiert gewesen – da ich aber Langstrecke nicht in der Eco fliege, habe ich betreffend Upgrade auf Business-Flüge nachgefragt und diese wäre dann um rund € 1.500,-- pro Person teurer gewesen). Somit war die Sache für mich erledigt. Einige Tage später bekam ich einen Newsletter mit exakt dieser Reise direkt von Silversea UK. Ich habe dann dort angerufen und nachgefragt, ob es nicht möglich wäre die Reise ohne Flüge zu buchen (da ich sowieso genug Flugmeilen für „Freiflüge“ habe). Nach zwei Tage bekam ich einen Rückruf mit einer positiven Antwort, dass dies möglich ist und der Reisepreis sich dann um € 800,-- pro Person reduzieren würde und es noch eine Promo gibt, dass man $ 1.000,-- onboard-Guthaben bekommt. Dann fing das Pokern betreffend der Kabine an. Ich wollte eine Deluxe Veranda Suite im neuen Bereich (das Schiff wurde ja vor rund 8 Monaten verlängert) wegen der begehbaren großen Dusche (dafür keine Badewanne). Diese Kabinen wären aber zwei Preiskategorien höher gewesen und daher wesentlich teurer. Ich habe zur Dame gesagt, dass ich die Reise nur buche, wenn ich diese Kabine bekomme und zum oben angeführten Preis. Nach zwei Stunden kam der Rückruf mit der positiven Bestätigung. Daraufhin habe ich gleich gebucht. Manchesmal hilft auch etwas „pokern“. Somit kostete die Reise € 3.800,-- pro Person (somit rund € 292,-- pro Nacht und Person).

Eigentlich wollte ich die Flüge über Meilen buchen, bin dann aber eher durch Zufall auf ein One-Way-Business-Angebot von Eurowings von Wien nach Miami gestoßen. Meines Erachtens ein sehr günstiger Preis nämlich rund € 685,-- Business-Class von Wien nach Düsseldorf und weiter nach Miami. Den Rückflug von Lissabon nach Wien wolle ich eigentlich in der Eco buchen, da wir aber zwei Koffer mit jeweils rund 28 KG (geschätzt) hatten (und ich nicht einen dritten Koffer wegen der 23 KG-Beschränkung in der Eco mitnehmen wollte) und die Gepäckgebühr und Sitzplatzreservierung nur unwesentlich günstiger als die Business war (und dort aber 2 mal 32 KG pro Person dabei sind), haben wir diese gebucht. Der Preis betrug rund € 280,-- pro Person.

Mietauto für die zwei Tage habe ich bei Sixt für rund $ 125,-- (inklusive pauschale toll-charges) gebucht.

Das Hotel in Fort Lauderdale für zwei Nächte wurde über Priceline für rund $ 200,-- für beide Nächte zusammen gebucht. Bekommen haben wir das Westin Fort Lauderdale.

Das Hotel in Lissabon habe ich ebenfalls über Priceline gebucht und zwar für $ 130,--. Bekommen haben wir das 5*-Hotel EPIC Sana Lisboa.

Anreise:
Am 31.3.2019 ging es so um 9.25 Uhr von Wien nach Düsseldorf. Der Flug verlief ereignislos. Die Business-Class-Passagiere konnten sich aus der Speisekarte (die sichtlich für alle anderen kostenpflichtig war) aussuchen, was sie wollten. So etwas habe ich bisher auch noch nicht gesehen. Service auch sehr gut.

Wir hatten in Düsseldorf rund 1,30 Stunden Umsteigezeit – waren kurz in der Lounge und gingen dann zum Gate. Dort waren die Flughafen-Mitarbeiter aber ziemlich lästig. Der Agent vor der Kontrolle betreffend Gepäck, Aufenthalt, etc. wollte unbedingt einen Ausdruck des bestätigten ESTA-Formulars haben (so etwas ist mir bei meinen wirklich sehr häufigen USA-Trips überhaupt noch nicht untergekommen). Ich hatte nur den Ausdruck des Antrags mit (habe aber extra zwei Tage vor der Abreise nochmals geprüft, ob auch wirklich alles OK ist – was es auch war). Ich hatte der Dame gesagt, dass ich es geprüft hätte und es OK ist. Die war dann aber sehr „patzig“ und ich sagt ihr, dass ich nirgends den Vermerk gesehen habe, dass man dies ausgedruckt brauche und ich das auch noch bei keiner Airline benötigt hätte. Ich habe ihr dann gesagt, dass sie im ESTA-System nachschauen soll (wenn ihr etwas nicht passt). Daraufhin wurde sie sehr unfreundlich, hat aber dann trotzdem nachgeschaut.

Die Business-Class der Eurowings sind die ersten drei Reihe in einem A340-300 (sichtlich von der Lufthansa geleast – der Flug wurde von Brussels Airlines durchgeführt) und mit Lieflat-Sitzen der Lufthansa ausgestattet (nicht V- sondern H-Anordnung). Sitz war sehr gut und auch das Service war ausgezeichnet. Entertainment war mit der Lufthansa identisch (bin dort vor ein paar Monaten in einer A330 geflogen und da gab es das gleiche Infotainmentsystem). Flynet funktionierte auch (war aber im Vergleich zur Lufthansa wesentlich teurer – ich glaube so 75 MB um 25 €). Dies interessierte mich aber nicht, da ich mir vor einigen Wochen einen Ipass-Zugang gekauft habe und dieser auch bei vielen Airlines funktioniert und dort ein unbegrenzter Datenzugang vorliegt (war dann ungefähr so teurer wie 75 MB-Daten) – ich kann Ipass nur empfehlen.

Service war ausgezeichnet und auch das Essen war exzellent und beides besser als bei meinen letzten beiden Lufthansaflügen. Für mich ist Eurowings ist wirklich gute Alternative zur Lufthansa.

Wir sind dann rund 30 Minuten vor der geplanten Landung gelandet und dann begannen die Probleme mit dem Flughafen. Da unser Gate von einem anderen Flugzeug belegt war, durften wir dann gezählte 105 Minuten warten, bis wir ein Gate zugewiesen bekamen. Der Kapitän hat dann nur mehr Witze gemacht.

Dafür ging die Immigration dann sehr zügig in nur 5 Minuten (das kenne ich anders in Miami). Bei Sixt bekamen wir einen Mercedes CLA mit sehr guter Ausstattung. Wenn man im Süden von Florida unterwegs ist, braucht man unbedingt einen Tollpass (entweder eigenen oder von der Mietautofirma), da es hier keine Direktbezahlmöglichkeit (wie beispielsweise im Norden) gibt. Danach ging es ins Hotel. Das Westin Fort Lauderdale war leicht zu finden (da nur wenige 100 Meter vom Interstate 95 entfernt). Die Zimmer waren schon älter dafür aber sauber und mit „heavenly beds“ ausgestattet (ich liebe diese Betten).

Am nächsten Tag ging es shoppen in die Sawgrass Mills.

Am übernächsten Tag habe ich meine Frau am Terminal in Fort Lauderdale so um 13.30 Uhr aussteigen lassen und habe das Auto außerhalb des Terminals abgegeben. Man hätte die Strecke auch zu Fuß gehen können, ich habe aber ein Taxi genommen (war auch nicht teuer).

Boarding:
Wie immer bei kleinen Schiffen unproblematisch. Kein Anstellen und nur Pass herzeigen und Boardkarte mitnehmen.

Zum Schiff:
Die Silversea Spirit wurde vor rund 10 Jahren fertiggestellt aber Mitte vorigen Jahres verlängert (zusätzliche Kabinen) und auch renoviert. Ein Gast, der schon auf der Silversea Muse war, hat mir erzählt, dass sie fast ident mit der Muse ist. Auch wurden die alten Kabinen renoviert. Man sieht den Unterschied im Bad (dort ist eine Badewanne und eine dunkle Möblierung). Meines Erachtens ist die Renovierung sehr gelungen (keine Rostflecken, keine gröberen Abnutzungen, keine schmutzigen Teppiche, etc. – wenn ich da an unsere Holland American Kreuzfahrt mit einem „renovierten“ Schiff denken, kommt mir jetzt noch das Grausen).

Das Schiff enthält die üblichen Verdächtigen, wie Casino, Spa, Fitnesscenter, Cafe, Pool mit drei Whirlpools, div. Lounges, etc. und was wirklich schön auf den kleinen Schiffen ist, viele Freiflächen mit Sitz- und Liegemöglichkeiten. Man ist auf dem Schiff dem Meer wirklich sehr nahe (was leider auf den neuen größeren Schiffen sehr oft nicht mehr der Fall ist).

Die Spirit ist nun für rund 600 Passagiere ausgelegt (auf unserer Reise aber nur mit 460 Passagiere belegt gewesen).

Die Spirit hat mit gezählten zehn „Restaurants“ (Atlantide, Indochine, Seishin, La Terrazza, Silver Note, Hot Rocks (the Grill), la dame, Spaccanapoli, Roomservice und Arts Cafe) für ein kleines Schiff sehr viel zu bieten – zwei davon sind aufpreispflichtig (siehe unten). Die Speisekarte wurde einmal gewechselt.

Zur Silversea All-inclusive-Politik:
Bei Silversea ist mit Ausnahme vom Spa und den Ausflügen wirklich alles inkludiert. Fast alle Getränke in den Bars, Restaurant und Minibar (mit Ausnahme teurer Weine). Alle Kabinen haben Butlerservice. Jeder Passagier bekommt einen Internetzugang (man kann auf einen schnelleren Zugang upgraden – was aber nicht notwendig war). Mit Ausnahme der beiden Restaurants La dame und Seishin waren alle Restaurants inklusive. Ebenso inkludiert sind die Trinkgelder und die Transfers in die Stadt.

Kabine:
Wir haben eine deluxe Veranda Suite gebucht (755) und diese war wirklich OK. Es war eine der neuen Kabinen, die im Rahmen der „Verlängerung“ eingebaut wurden. In diesen Kabinen gibt es keine Badewanne sondern eine wirklich große begehbare Dusche. Die Kabine selber hat ca. 35m2 mit Balkon und somit ausreichend. Fernseher, Minibar (die man sich nach eigenen Wünschen mit alkoholischen und antialkoholischen Getränken anfüllen lassen kann), harte Matratze und einen begehbaren Kleiderschrank – alle vorhanden was man so braucht. Leider war die Klimaanlage etwas schwierig zum Einstellen. Ein Butlerservice ist bei jeder Kabine inkludiert. Einen Kritikpunkt gibt es zu den neuen Kabinen. Diese haben alle Verbindungstüren. Hin- und wieder hörten wir den Nachbarn plaudern. Wer geräuschempfindlich ist, sollte daher eher eine der alten Kabinen ohne Verbindungstüren wählen.

Duschgels, Haarshampoo waren von Bulgari, Sebamed und noch einer Marke vorhanden.

Route:
Fort Lauderdale – 2 Seetage – 2 Tage Hamilton (Bermudas) – 4 Seetage – Horte (Azoren) – Ponte Delgada (Azoren) – 2 Seetage – Lisssabon.

Mitreisende:
Wir waren schon sehr oft im Luxussegment unterwegs, was uns diesmal aber aufgefallen ist, war der Median der Mitreisenden sicherlich zwischen 65 und 70 Jahre. Kinder haben wir keine gesehen. In meinem Alter (knapp über 50) oder jünger waren vielleicht 15% der Gäste. Wenn dies die durchschnittliche Altersstruktur von Silversea ist, dürften die wohl ein Generationenproblem haben.

Die Mitreisenden waren aber alle sehr angenehmen. Keine lauten Personen, keine Essenorgien (überfüllte Teller am Buffet) am Buffet sowie irgendwelche Auffälligkeiten.

Das Schiff war mit rund 460 Passagiere nur zu rund 75% belegt. Rd. 30 Personen kamen aus deutschsprachigen Ländern.

Service:
Absolut auf Toplevel – keine einziger Fauxpax. Roomsteward immer perfekt, Keller genug vorhanden (egal ob in den Restaurants oder am Pool). Das gesamte Personal war extrem freundlich (aber nicht aufgesetzt). Es wurde einem wirklich jeder Wunsch erfüllt. Der Butler kümmerte sich unaufgefordert um den Schuhputz- und Brillenputzservice. Auch die Minibar war immer aufgefüllt. Wir habe bisher noch keine Kreuzfahrt erlebt, bei der der Service auf so einem perfekten Level war.

Kosten an Board:
Wie bereits oben angeführt, ist bei Silversea fast alles inkludiert. Telefonieren kostete $ 1,5 pro Minute, zu den Spa-Anwendungen kann ich nichts sagen - da wir sie nicht genutzt haben, Landausflüge haben wir zwei gebucht – diese waren meines Erachtens relativ günstig. Aufgrund unseres Boardguthabens haben wir einiges in der Boutique eingekauft – die Preise waren so zwischen normalen Onlinepreisen und Dutyfree-Preisen (aber mit einer Bestprice-Garantie). Die Auswahl aufgrund der Größe des Schiffes eher gering (dafür aber auch kein Ramsch, z.B. Uhren um $ 15,-- etc). Wenn man einen zusätzlichen Internetaccount aktivieren möchte, waren $ 30,-- fällig und für eine Speedupgrade waren es ca. $ 20,-- pro Tag. Beim Standard-Internet waren Youtube-Videos, etc. gesperrt.

Gott sei Dank gibt es im Luxusbereich keine Fotografen an Board, die Bilder machen und diese dann verkaufen wollen.

Trinkgelder sind im Reisepreis enthalten – aufgrund des perfekten Services haben wir unserem Roomsteward und dem Butler ein extra Trinkgeld gegeben.

Landausflüge:
Wir haben zwei Ausflüge gebucht. Einen in Ponta Delgada (Azoren) und einen in Hamilton (Bootsausflug) auf den Bermudas. Beides perfekt organisiert und auch sehr interessant. In Horta (Azoren) haben wir uns ein Auto gebucht und sind etwas herumgefahren (kann ich nur empfehlen). Das Auto wurde sogar zum Terminal gebracht und kostete für einen Tag mit einer Vollkasko mit € 300,-- Selbstbehalt rund € 30,--.

Wetter:
Hier gibt es ein großes Minus. In Fort Lauderdale war das Wetter noch schön. Danach war es aber bis nach Lissabon (mit Ausnahme eines Tages) durchgehend vollständig bewölkt und relativ kühl (ca. 15 bis 18 Grad). Voriges Jahr hatten wir annähernd die gleiche Route mit wesentlich besseren Wetter – dafür war diesmal der Seegang absolut ruhig (der Kapitän hat uns erzählt, dass er in den letzten Jahren keine so ruhige Überquerung hatte).

Essen/Restaurants:
Für so ein kleines Schiff gibt es eine ausreichende Anzahl von Restaurants (zwei Asiaten, ein französisches, eine Pizzeria, einen Grill, eine Art Main Dining Room, ein Restaurant mit Musikbegleitung) und natürlich der 24-Stunden-Roomservice. Das französische Restaurant (la dame) ist mit $ 60,-- pro Person kostenpflichtig und das eine asiatische Restaurant ebenfalls mit $ 40,-- pro Person kostenpflichtig.

In allen Restaurants bekam man immer ohne Probleme einen Tisch. Was mich etwas gestört hat, waren die späten Öffnungszeiten. Grundsätzlich erst ab 19.00 Uhr – das Blue Note (Restaurant mit „Musikbegleitung“) erst ab 20.00 Uhr. Man merkt erst zu Hause wie gut das Essen war, wenn einem das Essen im Lieblingsrestaurant zu Hause auf einmal nicht schmeckt.

Service (wie oben erwähnt) perfekt. Das Essen war von sehr gut bis Haubenviveau in den Restaurants. Buffets gibt es nur in der Früh und zu Mittag (nicht am Abend). Zu Mittag gab es eine wirklich große Salat- und Fischauswahl. Die Auswahl bei den Hauptspeisen war etwas beschränkt und hätte vom Geschmack etwas besser sein können (über Geschmack lässt sich aber auch streiten). Dafür waren die Nachspeisen der „Hammer“.

Vermisst haben wir ein Deck BBQ oder so etwas ähnliches. Möglicherweise wurde es aufgrund des schlechten Wetters abgesagt.

Unterhaltung an Board:
Auf einem kleinen Schiff erwartet man sich keine „Production Shows“. Wir haben eine Show im Theater gesehen (Motown – Hits der 60er Jahre) und die war mehr als enttäuschend – zu leise – schlechter Sound – keine Band (nur Playbackmusik) – Qualität der Gesangsdarbietung. Was ich von den Gästen mitbekommen habe, waren einige bei den Vorträgen (bestimmte Themen zu Wirtschaft, Landschaft, etc.). Ich habe diese aber nicht besucht und kann dazu auch nichts sagen.

Wenn man sich nicht viel erwartet und dies dann auch noch unterboten wird, ist dies nicht wirklich ideal. Andererseits geht man auch auf kein kleines Schiff und erwartet sich eine große Show.

Check-out:
Man musste die Kabine bis spätestens 8.30 Uhr verlassen – das Schiff musste bis spätestens bis 9.45 Uhr verlassen werden. Roomservice wurde auch am Ausschiffungstag angeboten. Wie immer bei so kleinen Schiffen alles sehr ruhig und relaxed.

Tag in Lissabon:
Nach dem Ausschiffen haben wir uns ein Taxi zum Hotel EPIC Sana Lisboa genommen (Taxifahren ist in Lissabon sehr günstig) und sind dann mit dem Yellow Bus (Hop Off – Hop On-Bus) noch ganzen Tag herumgefahren. Das Hotel war sehr schön und ist absolut zu empfehlen (mit abendlichen Turndown-Service). An der Rezeption haben wir ein Taxi für den nächsten Tag (6 Uhr) vorausgebucht und es ist auch pünktlich gekommen.

Heimflug nach Wien:
Mehr als positiv überrascht waren wir von der Business-Class-Lounge der TAP. Sehr geräumig und super große Auswahl (für mich die beste Business-Lounge in Europa, die ich bisher gesehen haben – sogar vier Sorten Käse zur Auswahl). Auch kam es zu einem Flugzeugwechsel. Vom ursprünglichen A319 wurden wir in einen Langstreckenflieger A330-300 mit Schlafsitzen (kein Lie-Flat) „umgebucht“. Sehr guter onbaord-Service der TAP und auch das Frühstück war auch OK.

Conclusio:
Eine super ruhige Transatlantiküberquerung in einem wunderschönen Schiff. Leider war das Wetter nicht wirklich gut. Essen und Service waren auf höchstem Niveau. Uns hat diese Reise an unsere ersten Seabournreisen mit den ganz kleinen Schiffen erinnert. Dort war auch der Service und das Essen ein Traum. Leider hat sich Seabourn in die falsche Richtung entwickelt.

Pros:
- Sehr schönes Schiff und Kabinen
- Super nettes und perfekt zusammengespieltes Personal
- Sehr gutes Essen durchgehend im gesamten Schiff mit ausreichendem Angebot
- Sehr nette Mitreisende
- Reise nicht übertrieben teuer
- Inkludierter Internetzugang jeweils pro Gast
- Von der TAP und von Eurowings war ich positiv überrascht

Cons:
- Sehr eingeschränktes Unterhaltsangebot
- Fitnesscenter könnte etwas größer sein
- Etwas schwierig zu bedienende Klimaanlage
- Restaurants sollten schon um 18.00 Uhr öffnen
Stefan_Steiger
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Re: Reisebericht: TA-Überquerung Silversea Spirit – April 20

Beitragvon Stefan_Steiger am 19.04.2019 14:56

Hier findet ihr noch ein paar Fotos:

https://1drv.ms/f/s!AhC_Kl3PLPX4geZuLrNmrqgBuyP1EQ
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Re: Reisebericht: TA-Überquerung Silversea Spirit – April 20

Beitragvon trichter am 23.04.2019 16:27

Auch hier ein Danke für den Bericht!

Viele Grüße,

trichter
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Re: Reisebericht: TA-Überquerung Silversea Spirit – April 20

Beitragvon dibi am 27.04.2019 19:52

Ein sehr guter Bericht...und das Essen musste man ja fotografieren! :)

Vielen Dank und Gruß
Brigitte
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