Reisebericht Costa neoRiviera 02.-13.10.2015

Kreuzfahrten mit Carnival Cruise Line, Costa Crociere, Cunard Line, Holland America Line, P&O Cruises, P&O Cruises Australia, Princess Cruises und Seabourn Cruise Line (ohne Aida Cruises)
Antworten
Dirk
3rd Officer
3rd Officer
Beiträge: 961
Registriert: 27.02.2010 16:33

Reisebericht Costa neoRiviera 02.-13.10.2015

Beitrag von Dirk »

Herbstliches Mittelmeer mit der Costa neoRiviera

Im Sommer auf dem gleichen Schiff gebucht, ging es Anfang Oktober 2015 wieder auf die Costa neoRiviera.
Diesmal stand eine 11-Nächte-Kreuzfahrt von Savona über Monaco, Barcelona, Mahon, Trapani, Malta, Salerno und Livorno zurück nach Savona an.
Drei Seetage sollten den Urlaubscharakter unterstreichen.

Die Anreise erfolgte mit dem PKW direkt nach Savona, wo im Hotel Mare, etwa 4 km außerhalb des Stadtzentrum Richtung Fährhafen übernachtet wurde. Neben der lt. diverser Berichten guten Unterbringung bietet das Hotel einen PKW-Stellplatz in der Tiefgarage für Kreuzfahrtreisende zum Preis von 6€ pro Tag und damit die Hälfte des Preises im Hafen an. Ein Transfer zum/vom Hafen ist ebenfalls inkludiert. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist der Stellplatz auf dem offenen Hotelparkplatz sogar kostenlos.

Bedingt durch katastrophale Verkehrsverhältnisse in Deutschland (die Baustellen um Karlsruhe gehen wie schon im Sommer überhaupt nicht!) waren wir trotz Abreise am frühen Morgen erst um 18.30 Uhr in Savona. Das Hotel Mare machte auch auf uns einen sehr guten Eindruck, allerdings waren wir nicht bereit, die Preise im Restaurant (hatte wohl sogar mal einen Michelin-Stern) zu bezahlen.
Mit dem Bus (Haltestelle vor der Tür; alle 10 Minuten; Tickets im Tabacchi im Hotel für 1,75€) ging es dann in die Stadt. Zurück fahren die Busse allerdings wohl nur bis 22.00 Uhr. Da wir später dran waren, haben wir dafür ein Taxi (15€ ! :( ) benutzt.

Gegessen haben wir in der Pizzeria Barbarossa, einem Zufallsfund, unweit des Hauptplatzes von Savona, der Piazza Mameli, in der Via Gio Francesco Niella, 36, welche wir aber in höchsten Tönen loben können. Wir teilten uns eine Wurstplatte mit frischen Foccacia und hatten dann je eine sehr gute Pizza. Zusammen mit Wein und Wasser kamen wir mit 35€ aus.
Hier werden wir vor unserer nächsten Abfahrt in Savona im April nächsten Jahres wieder einkehren.

Das Wetter war schon bei unserer Ankunft sehr regnerisch und stürmisch. So war ich auch wenig überrascht als ich vor dem Zubettgehen das Internet nach der Reisroute der neoRiviera checkte und feststellte, dass diese am nächsten Tag in Genua und nicht in Savona ankommen würde.
Man konnte sich so schon einmal auf einen Bustransfer am nächsten Tag einstellen.

Savona / Genua

Nach einer geruhsamen Nacht und einem sehr guten Frühstück haben wir dann die Planung des Hotels für unseren Transfer, welcher um 12.30 Uhr für alle Gäste Richtung Costa’s Palace Crociere erfolgen sollte, umgestellt. Wir brachten die Koffer mit dem eigenen Wagen um 10.30 Uhr zum Hafen, fuhren zurück zum Hotel und dann mit dem öffentlichen Bus. So waren wir schon um 11.30 Uhr bei Costa auf der Matte und konnten mit dem ersten Transferbus nach Genua. Nach gut einer Stunde Fahrt waren wir dann schon ohne jegliches Schlange stehen um 13.00 Uhr an Bord. Die Kabinen wurden kurze Zeit später auch bereits frei gegeben.
Das Wetter war leider weiter sehr bescheiden, so dass eine Besichtigung von Genua trotz Abfahrt erst um 22.00 Uhr, nicht in Betracht kam.
So zeigten wir Susanne und Volker, mit denen wir im Vorfeld über einen Roll Call bei http://www.kreuzfahrten-treff.de Bekanntschaft geschlossen hatten und die auch im Hotel Mare untergekommen waren, das Schiff, welches wir ja bestens aus dem Sommer kannten.
Kaum eine Bar blieb unbesucht :D , was mit AI-Paket ja auch nicht so kostenträchtig ist.
Wir verfolgten die Ausfahrt der Costa Favolosa, welche ebenfalls nach Genua ausgewichen war und gingen gegen 20.00 Uhr zum Abendessen.
Wir waren auf eine längere Wartezeit eingestellt, zumal wir auch wieder bei unserem Kellner aus dem Sommer sitzen wollten. Dieser hatte aber bereits abgemustert. So ließen wir uns einen Platz bei Cesar zuweisen, welcher bestens mit Michaela, der Betreiberin des kleinen, für den Kreuzfahrtentreff keine Konkurrenz darstellende Forums von http://www.lindenhausen.de ,bekannt ist.
Er kannte uns ebenfalls noch aus dem Sommer, da er, neben seiner Tätigkeit als Stationskellner beim Abendessen, auch die Tischzuweisungen morgens und mittags macht.
Nachdem wir ihn und seinen Assistenten Kevin auch noch von Michaela gegrüßt hatten und obendrauf noch ein süßes Geschenk überreichten, wurde uns die ganze Kreuzfahrt über zu jeder Tageszeit Zucker in den Popo geblasen :D

Btw. bekamen einen ähnlichen Service aber auch die anderen Gäste geboten. Das Personal auf der neoRiviera ist sehr engagiert und hält unseres Erachtens als Team echt zusammen.

Nach einem Besuch an der Rezeption, wo wir uns bei Juliane zurückmeldeten (dort hatte man übrigens meinen sehr positiven Bericht über den Besuch des Brunch‘s im Sommer (war auch hier nachzulesen) vorliegen), ging es nach einigen Absackern erst spät zu Bett.

Bei der nächtlichen Ausfahrt aus Genua fuhren wir übrigens an den Überresten der Costa Concordia vorbei, welche dort endgültig abgebrochen wird.

Monaco

Nach einer trotz heftigen Winden recht ruhigen Nacht erreichten wir gegen 08.00 Uhr Monaco. Ich hatte auf Grund des Wetters schon die Befürchtung, dass dieser Stopp, welcher für uns als Neuland eines der Highlights der Reise werden sollte, ausfallen könnte. Das Wetter hatte sich aber beruhigt und so ging es am Morgen erst einmal bei etwas Sonnenschein zu Fuß Richtung Casino von Monte Carlo.

Bild

Es fährt als Abkürzung auch ein Transferboot durch den Hafen, welches wir aber nicht nutzten.

Im Café de Paris genehmigen wir uns für schlappe 13€ einen Kir Café de Paris welcher „nur“ mit Crémant gemacht ist. Der Kir Royal war uns mit aufgerufenen 22€! schlicht zu teuer.
Man muss aber erwähnen, dass uns zur Flüssigkeit von je 0,12l noch grüne Oliven und Kräcker gereicht wurden.

Bild

Fazit für uns: Beim ersten Mal ein MUSS aber ohne jegliche Gefahr einer Wiederholung.

Nach der Besichtigung des Eingangsbereiches des Casinos und der umliegenden Luxusläden ginge es zum Mittagessen (wir hatten unseren Tresor nicht im Schlepptau) wieder zum Schiff.

Nach einer kleinen Pause steuerten wir dann den Palast in der Altstadt von Monaco an. Der Weg vom Schiff führt am Meer entlang bis zum Meeresmuseum. Dort geht es mit Rolltreppen und Fahrstühlen auf den Berg.
Durch die schön anzusehende Altstadt, vorbei an der Kathedrale in der auch Gracia Patricia und Fürst Rainier begraben sind, gelangten wir zum Palast,

Bild

welchen wir für 8€ inkl. Audioführer (Achtung: am Cruise-Terminal gibt es ein kostenloses Rabattheft, der Besuch kostet dann nur 6€) besuchten. Es war sehr lohnenswert.

Gegen 17.00 Uhr erfolgte die Abfahrt in Monaco und am späten Abend fuhren wir durch die Ausläufer eines Gewitters, welcher an der südfranzösischen Küste, die wir zu dieser Zeit passierten, sehr große Schäden anrichtete. Auf dem Schiff war außer etwas erhöhtem Seegang nichts davon mitzubekommen.


Barcelona

Gegen 12.30 Uhr wurde Barcelona erreicht. Wie im Vorfeld recherchiert, sollten wir hier mit der Costa Favolosa und der Allure oft he Seas zusammen im Hafen liegen.
So wurde die Einfahrt noch einmal mehr interessant, da wir am größten Kreuzfahrtschiff der Welt

Bild

vorbeifuhren und den Platz vor ihr einnahmen.

Wir waren schon häufig in der Stadt, sowohl auf einer Kreuzfahrt, als auch schon für mehrere Städtereisen.
So ließen wir uns mit Susanne und Volker auf einen Deal ein. Erst machten wir zusammen eine Hafenrundfahrt und anschließend ging es zum Tapas essen.
Mit dem Portbus ging es für 3€/Person (hin- und zurück; einfach 2€) vom Cruise-Terminal zur Colombussäule.
Unweit hiervon fahren die Schiffe für die Hafenrundfahrt ab. 40 Minuten für die kleine Cruise kosten je nach Anbieter ca. 7€. Eine längere Tour führt auch raus aufs Meer; die konnten wir uns ja sparen.
Es ging durch den Fährhafen, an der Mol Adossat vorbei, wo wir lagen, durch den Werfhafen, wo mehrere sehr interessante Yachten,

Bild

u. a. die 141 Meter-Superyacht „Yas“
lagen und den Yachthafen selber wieder zurück zu Ausgangspunkt.
Für denjenigen, der wie wir Barcelona schon gut kennt, sicherlich eine Alternative. Für Ersttäter gibt es sicher andere Highlights, die man ansteuern sollte.

Nun ging es über die Ramblas zu unserer Lieblings-Tapasbar, der Cerveceria Catalana in der Calle Mallorca.
Als wir an diesem Sonntag gegen 16.00 Uhr ankamen, mussten wir erwartungsgemäß auf einen freien Platz warten. Mit ca. 15 Minuten fiel die Wartezeit allerdings relativ kurz aus.
Wir ließen uns dann neben frisch gezapften Bier und Roséwein eine uns genehme Auswahl an Tapas kommen.
Zum ersten Mal probierten wir auch Pommes mit Ketchup und !Spiegelei!, deren Einzelbestandteile dann am Tisch vom Kellner vereint werden. Auch lecker!
Daneben gab es neben Standards wie Patatas Bravas, Ensalada Rusa und Boquerones Andaluz auch Mini-Rinderfilets, Salteado de Setas (warmer Pilzsalat mit grünem Spargel und Serano-Schinken)
und Spieße

Bild

mit Oktopus, Garnelen, Pfifferlingen und Kräutersaibling (das letzte meine ich zumindest als solches erkannt zu haben).

Ein witziger und kulinarisch ansprechender Nachmittag ging so nach 1,5 Stunden zu Ende. Die Rechnung in Höhe von 65€ erschien uns für 4 Personen mit im Endeffekt zwei Flaschen Wein und einigen Bieren nicht überteuert.
Über den Passeig de Gracia, vorbei an Casa Mila und Casa Batllo, ging es zurück zur Colombussäule, wo wir den Portbus zurück zum Schiff nahmen.

Heute Abend stand die Weiße Nacht an, welche aber auf Grund der recht kühlen Witterung (tagsüber waren 21°) auf Deck 7 im Salon Saint Paul de Vence stattfand. Das Animationsteam (weitgehend dasselbe wie im Sommer) sorgte aber für eine gute Stimmung, so dass wir uns sehr gut unterhalten fühlten.

Mahon

Mahon auf Menorca erwartete uns mit angenehmen 25° bei leicht bewölktem Himmel. Ideale Voraussetzungen für einen Stadtbummel an einem uns unbekannten Ort.

Bild

Die neoRiviera liegt am Ende einer fjordähnlichen Bucht unterhalb der Stadt. Diese erreicht man über Treppen/Rampen. Etwa 50 Meter Höhendifferenz vom Meer sind zu überwinden.
Im Zentrum erwartet einen eine schöne Fußgängerzone mit kleinen Geschäften. Am Ende Richtung See schließen sich einige Bars und Restaurants an. Der dort befindliche Markt war nicht besonders üppig ausgestattet. Kirchen und ähnliche Bauwerke sind vorhanden, wurden von uns aber nicht in Augenschein genommen.
Nach einem Drink mit Aussicht ging es für das Mittagessen zurück aufs Schiff, wo wir auch die Bekanntschaft von blubblub aus dem Kreuzfahrtentreff und seiner Familie machten.

Für den Nachmittag hatten wir einen weiteren Besuch der Stadt geplant, um einheimische Produkte zu testen :D
Dies taten wir bei Joan in der Bar Can Xavi, der ersten Tränke wenn man direkt am Cruise-Terminal den Fußweg Richtung Stadt nutzt.
Die bebilderten Speisekarten schreckten uns zwar ein wenig ab, aber lt. Tripadvisor sollten wir hier gute Tapas erwarten.
Dies war mit Tomatenbrot, eingelegten Sardinen, Jamon Serrano und Ensalada Rusa auch der Fall. Dazu gab es weißen Landwein und zum Dessert einen „menorcinischen“ Hierbas. Alles für gerade mal gute 20€. Also nicht von der touristisch angehauchten Karte abhalten lassen, sondern ausprobieren.

1. Seetag

Costa sagte schlechtes Wetter für den 1. Seetag voraus. Unser Wetterbericht war optimistischer, was dann auch zutraf. Bei ca. 25° verlebten wir einen sehr schönen Tag an Bord. Die heute angebotene Küchenführung für Goldpearls trat ich an Susanne ab, da ich im Sommer schon dabei war.
Ohne weitere Termine, außer den Mahlzeiten, war es ein sehr entspannter Tag, an dem man zu jeder Zeit eine freie Liege an Deck fand.

Das Essen erscheint uns übrigens etwas weniger wertig als im Sommer. Geschmacklich ist es weiterhin mit ein paar Ausnahmen top. In der Speisefolge lassen sich aber immer Menüs zusammenstellen, die einen zufriedenstellen können. Die ganze Reise über bin ich nicht einmal auf ein „Immer-Verfügbar“-Gericht ausgewichen.
Gefallen tut uns, dass es eine vollkommen andere Speisefolge als im Sommer gibt. Kaum etwas hatten wir in dieser Form bei der letzten Reise.

Trapani

Heute sollte es in Trapani nach Erice gehen. Dies fiel dann aber ins Wasser. Der Hausberg von Trapani lag den ganzen Tag in Wolken, so dass uns ein Besuch nicht lohnenswert erschien.
Die Stadt selber hat, wie wir schon im Sommer feststellten, nicht allzu viel zu bieten. Ein zweiter Versuch hier eine Pizza zu Essen scheiterte erneut, da die anvisierte Steh-Pizzeria um 16.00 Uhr geschlossen hatte.
So blieb es bei relativ geringen Ausgaben für einen Espresso und ein kleines Eis im Gegenzug für Free-Wifi.

Malta

Auf Malta wollten wir heute neben dem üblichen Stadtbesuch in Valetta auch die

Bild

Three Cities (Vittoriosa, Senglea und Cospicua) gegenüber der Waterfront besichtigen.
Hierfür ging es mit der Fähre (Abfahrt Höhe Aufzug) für 2,80€ return in einer 15 minütigen Fahrt über die Bucht. Alternativ fahren auch alte Fischerkähne für 2€ (oneway).
War ganz nett, ohne jetzt das Superhighlight der Reise gewesen zu sein. Wenn man schon häufiger auf Malta war aber sicherlich eine Alternative, zumal wenn man wie wir, 12 Stunden Liegezeit hat.
Im Internet wurde noch das Wetter für die nächsten Tage gecheckt. Für den übernächsten Tag in Salerno sollten wir ordentlich Nass von oben bekommen.

2. Seetag / Salerno

Am Vorabend wurde eine Zeitänderung für die kommende Route bekannt gegeben. Anstatt slow-Cruise-mäßig mit einem Seetag nach Salerno zu tuckern, legte Commadante Fusarino ein paar Kohlen mehr auf, um noch vor dem erwarteten Unwetter den sicheren Hafen von Salerno zu erreichen. Die Ankunft war hier bereits für 19.00 Uhr vorgesehen, anstatt um 07.00 Uhr am nächsten Morgen.

Dieser Seetag hielt den einmal pro Reise stattfindenden Brunch bereit. Gegen eine Zuzahlung von 15€/Person wird ein wirklich fantastisches Erlebnis im Heckbereich des ansonsten nicht genutzten Restaurants Saint Tropez auf Deck 6 geboten.
Lange war nicht klar, ob dieser Event überhaupt stattfindet, da die Mindestteilnehmerzahl von 12 nicht erreicht war. Als wir lt. Rezeption bei 10 waren, erklärte ich mich dort bereit für die zwei noch fehlenden Plätze ebenfalls zu zahlen, falls sich keiner mehr anmeldet. Da wir im Sommer schon in den Genuss kamen, wäre es uns diesen Mehrbetrag wert gewesen.
Im Endeffekt war der Brunch sogar mit 30 Personen ausgebucht.
Man will wohl jedem Gast einen Platz im Außenbereich anbieten. Das Wetter ließ dies auch noch zu. Sonnenschein und 23° begleitenden uns. Den Alternativplatz im Innenbereich nahm niemand war.
An fein gedeckten Tischen

Bild

wurde uns, wie schon im Sommer von Henry, der für 3 Tische mit insgesamt 9 Leuten zuständig war, die Speisefolge (Eierspeisen, Vorspeisen, Hauptgericht, Dessert)

Bild

serviert. Es war wie im Hauptrestaurant auch, kein Problem, die Karte rauf und runter zu bestellen.
Der Getränkeservice war diesmal ein wenig lahm; auf Nachfrage wurde aber immer wieder nachgeschenkt.

Nach fast 3 Stunden war auch dieser Programmpunkt abgehakt und wir konnten uns auf den Gold-Pearl-Empfang am Nachmittag vorbereiten.
Die Grand Bar Saint Paul du Vence auf Deck 7 war brechend voll, da Commandante Paulo Fusarino neben den GP’s auch die Gäste der Mini-Suiten „Willkommen“ hieß, wobei dies eigentlich nicht richtig ist, da er kein Wort zu den Gästen sprach.
Auch an Bord war er sehr wortkarg, wenn man ihm mal begegnete; also kein Kapitän zum Anfassen; Schade :(

Da es am Abend noch trocken war, änderten wir unser Programm.
Zusammen mit Susanne und Volker nahmen wir zu deren bevorzugten Tischzeit um 18.30 Uhr die Vorspeise bei ihrem Stammkellner im Restaurant ein.
Anschließend ging es zu der in Hafennähe gelegenen Pizzeria Resilienza für den Hauptgang. Diese hatten wir im Sommer ausprobiert und für gut befunden; so war es auch dieses Mal.
Das Dessert ließen wir dort kurzerhand ausfallen sondern entschieden uns dafür, dieses wieder auf dem Schiff einzunehmen.
So ging es um 21.45 Uhr, diesmal bei unseren Kellnern Cesar und Kevin, zu Käse und Dessert.
Kann man auch mal so machen :thumb:
Der Abend klang dann bei der tropischen Party in der Grand Bar auf Deck 7 aus.

Salerno

Unsere Vorplanungen für Salerno konnten wir alle über den Haufen werfen. Das angekündigte Schlechtwettergebiet war angekommen. Bei Dauer- / teilweise Starkregen mit Sturmböen war an irgendwelche Besichtigungen nicht zu denken.
In einer Regenpause am frühen Nachmittag machten wir uns auf zum Shoppen. Die Einkaufsstraße Via Vittorio Emanuele beginnt ca. 1 km nach Beginn der Strandpromenade und liegt 3 Blocks landeinwärts davon.
So richtig prickelnd war das Ganze allerdings nicht, da an einem Samstag die Hälfte der Geschäfte geschlossen hat. Da das Angebot eh nicht so Dolle war, sind wir nur kurz vor dem Bahnhof in eine Bar eingekehrt, wo es für 80 Cent einen super Espresso mit Wasserbegleitung gab.
Da wir zurück ein Taxi nahmen (12 Euro für ca. 3 km!) kamen wir aber noch vor dem nächsten Starkregen zurück.
Dieser hielt uns auch von einem weiteren Besuch einer örtlichen Lokalität am Abend ab.
Zur Abfahrt kurz nach 00.00 Uhr hatte sich der Regen verzogen und man konnte noch bis 02.00 Uhr die Amalfiküste und anschließend Capri an sich vorbeiziehen lassen.
Leider gab es dazu nichts mehr zu trinken, da die Crew heute, wie einmal auf jeder Reise, die Diskothek für ihre große Crewparty nutzte. Es sei ihnen gegönnt und so kommt auch einmal Stimmung in die ansonsten immer so karg belegte Räumlichkeit.

3. Seetag

Heute war lange Schlafen angesagt, zumal man in der Nacht doch einige Male auf Grund des recht heftigen Seeganges aufgeschreckt wurde.
Kurz vor Torschluss um 09.30 Uhr kehrten wir noch ins Hauptrestaurant zum Frühstück ein.
Das Wetter zeigte sich leicht bewölkt, klarte im Laufe des Tages aber noch gänzlich auf. Der Wind wehte recht stark, so dass man bei 20° eine ruhige Ecke finden musste.

Am Nachmittag hatten wir uns zum High Tea angemeldet. Für 5€/Person wird im St. Tropez-Restaurant auf Deck 6 für eine Stunde die Englische Teezeit zelebriert.
Da dies ein neues Angebot ist, wurde das Ganze bereits für insgesamt 7 Leute durchgeführt. Unter Geigen/Klavier-Begleitung gab es verschiedenste hochwertige Teesorten und für jeden Tisch eine Etagere mit Sandwiches, Kuchen und Scones.

Bild

Bedient wurden wir einmal mehr von Henry, der für solche Events auch immer eine passende Figur abgibt :D
Es war für uns als Kaffeetrinker und mit der angelsächsischen Lebensweise nicht so vertraute Zeitgenossen jetzt nicht so das Ding, aber eine nette Abwechslung für einen Seetag.

Livorno

Heute stand der letzte Hafen vor unserer Rückkehr nach Savona an.
Im Vorfeld hatten wir über einen Besuch von Lucca nachgedacht, diesen Gedanken dann aber doch verworfen.
Es ging für uns klassisch nach Pisa, wo wir schauen wollten, ob der Turm schiefer stand als vor sechs Jahren und anschließend auf eine sehr gute Pizza

Bild

ins Quarto D'ora Italiano, fast in Falllinie des Turmes.
Ohne eine Onlineempfehlung wären wir wohl kaum in diese kleine, unscheinbare Pizzeria in der Via Santa Maria 117 eingekehrt.

Die An- und Abreise nach Pisa erfolgte mit Bus Nr. 1 (Hafen/Bahnhof; 2,40€ hin- und zurück; Karten vorher am Kiosk, Tabacchi o. ä. kaufen) und Bahn (5€ return).

Nach dem Kofferpacken stand der letzte „Italienische“-Abend an, an dem dieses Mal leider kein gemeinsames Singen stattfand. Das fehlte dann doch irgendetwas :(

Savona

Überpünktlich um 07.30 Uhr trafen wir in Savona ein. Nach der Freigabe waren wir bereits um 08.45 Uhr vom Schiff und hatten kurze Zeit später schon unseren inkludierten Taxitransfer zu unserem Auto im Mare-Hotel.
Nach einer Zwischenübernachtung im Hotel Engel in Pfaffenweiler, wo u. a. die Weinvorräte bei der dortigen Winzergenossenschaft aufgefüllt wurden, trafen wir gut erholt wieder in der Heimat ein.

Fazit:
Wir waren erneut mit dem zufrieden, was wir bei Costa für unser Geld bekommen haben. Hin- und wieder gab es dieses Mal an den Hauptgerichten etwas auszusetzen. Da wir aber meist eh 5 bis 6 Gänge hatten (zumindest am Abend) wurde man von den weiterhin sehr guten Vorspeisen, Suppen, Pastagerichten und Desserts auch satt.
Sehr nett und angenehme fanden wir unsere Mitreisenden. Sei es die aus dem Forum oder auch andere an Bord, die sich zumeist sehr kommunikativ zeigten.
Das Personal war wie eigentlich immer von uns erlebt, sehr zuvorkommend und freundlich. Das ein oder andere Mal ergab sich auch hier ein persönliches Gespräch.

Gruß

Dirk
Benutzeravatar
fneumeier
Staff Captain
Staff Captain
Beiträge: 9529
Registriert: 06.11.2007 13:58
Wohnort: München
Kontaktdaten:

Re: Reisebericht Costa neoRiviera 02.-13.10.2015

Beitrag von fneumeier »

:thumb: :thumb: Danke, Dirk!

Den High Tea gab es bei uns letztes Jahr im April aber auch schon. Neu ist der nicht.

Gruß

Carmen
Susannewal
Naut. Assistant
Naut. Assistant
Beiträge: 23
Registriert: 04.01.2012 11:04

Re: Reisebericht Costa neoRiviera 02.-13.10.2015

Beitrag von Susannewal »

Hi Dirk und Cornelia,
danke für den super schönen Bericht über unsere tolle Reise. Auch wir fanden unsere Mitreisenden sehr nett und freuen uns schon auf weitere nette Gespräche mit euch.
Dein Reisebericht frischt die Urlaubserinnerungen gleich wieder auf. Auch uns hat das neo-Konzept sehr gut gefallen; wir würden es sofort wieder buchen.
Gruß
Volker und Susanne
maschek
4th Officer
4th Officer
Beiträge: 380
Registriert: 11.03.2015 09:38

Re: Reisebericht Costa neoRiviera 02.-13.10.2015

Beitrag von maschek »

Dirk, danke für den RB
...
katastrophale Verkehrsverhältnisse in Deutschland (die Baustellen um Karlsruhe gehen wie schon im Sommer überhaupt nicht!
...
Die Zustände werden uns imho noch länger begleiten.
Mein Tipp (ich weiss nicht woher du kommst)
In Höhe Lumpenhafen (falls du linksrheinisch anreist) oder Speyer (falls rechtsrheinisch) linksrheinisch auf die B9 (ist durchgehend autobahnartig ausgebaut) wechseln. Bis Hagenbach fahren in Hagenbach auf
die Landesstrasse nach Lauterburg. Ortsdurchfahrt Lauterburg . In Lauterburg dann auf die elsässische A35 wechseln. Und diese (ggf Abkürzen durch die RN83 auch vierspurig) bis Mühlhausen nutzen dann auf der die A36 wieder rechtsrheinisch nach Neuenburg/Müllheim.
Elsässische Autobahnen sind nicht péage pflichtig.
Ist zwar keine Rennstrecke aber deutlich nervenschonender als das rechtsrheinische Baustellenmarathon.
ginus
3rd Officer
3rd Officer
Beiträge: 774
Registriert: 23.06.2011 00:25

Re: Reisebericht Costa neoRiviera 02.-13.10.2015

Beitrag von ginus »

Aaaach ich bin ganz traurig. Genau diese Cruise wollte ich ab 15.11.2015 auch durchführen, und dein Bericht hört sich auch noch wirklich gut an. Musstet ihr extra Umsatz/Mehrwertsteuer bezahlen für die Umsätze aufm Schiff?
Geht leider nicht, wir dürfen keine 11 Tage wegbleiben wir müssen uns mit nur einer Woche begnügen. Also, Slow Cruise ist da für uns leider nicht drin. Bin für einen Ersatz mit langen Liegezeiten noch nicht so wirklich fündig geworden :cry: .

LG ginus
Mario
3rd Officer
3rd Officer
Beiträge: 884
Registriert: 31.03.2010 10:00

Re: Reisebericht Costa neoRiviera 02.-13.10.2015

Beitrag von Mario »

wird das neo-Konzept eigentlich weitergeführt? Man hörte ja schon auch einmal, dass man ees beenden wolle.
Dirk
3rd Officer
3rd Officer
Beiträge: 961
Registriert: 27.02.2010 16:33

Re: Reisebericht Costa neoRiviera 02.-13.10.2015

Beitrag von Dirk »

ginus hat geschrieben:Musstet ihr extra Umsatz/Mehrwertsteuer bezahlen für die Umsätze aufm Schiff?
Auf die Getränke kamen 15% Trinkgeldaufschlag. Ansonsten waren alle Preise Endpreise. In wie fern Costa da irgendwelche Mächensteuer abführt, ist mir nicht bekannt.

Gruß

Dirk
Antworten