Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Kreuzfahrten mit Carnival Cruise Line, Costa Crociere, Cunard Line, Holland America Line, P&O Cruises, P&O Cruises Australia, Princess Cruises und Seabourn Cruise Line (ohne Aida Cruises)
Dirk
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Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von Dirk »

Vor einem Jahr buchten wir auf der Costa Pacifica Neuland. Es sollte für den kommenden Sommer die neoRiviera werden, welche von Savona eine kleine aber feine 11tägige Runde durchs westl. Mittelmeer macht. Von Savona aus geht es über Seyne sur Mer (Toulon), Propriano (Korsika), Olbia, Trapani (Sizilien), Malta, Seetag, Salerno, Capri (overnight) und Elba zurück an den Ausgangsort.

Anreise erfolgte mit dem PKW mit einem dreitägigen Halt in Baveno am Lago Maggiore.
Am Einschiffungtag trafen wir um 10.45 Uhr ein. Der Wagen und die Koffer wurden abgegeben; Einschiffungsnummer 3 in 1 getauscht; Im Palace Crociere ein Spritz bis zum Beginn der Einschiffung um 12.00 Uhr getrunken (kostenfrei auf Grund von Gold Pearl). Um kurz nach 12 als Erste aufs Schiff; waren aber noch ne Menge Franzosen drauf (Interporting). Da die Kabinen erst ab ca. 14.00 Uhr zur Verfügung stehen sollten, ging es erst einmal ins Buffetrestaurant. Welch Überraschung: keine Hektik bei Gästen oder Personal. Die Buffets jeweils doppelt ausgelegt und sehr ansprechend bestückt. Die nächste Überraschung war der Geschmack. Es schmeckte; nicht nach Kantine, sondern nach leckerem Essen. Sehr leckere Vorspeisen und Salate, das Prime Rib war ähnlich gut wie bei den Amis. Spitze waren die weißen Bohnen mit einer Art Bauernwurst. Getränkeservice sehr aufmerksam; abgeräumt wurde ebenfalls zügig.

Die Kabine war dann nach einer kurzen Nachschau und nach Abstimmung mit unserer Kabinenstewardess Lina bereits um 13.15 Uhr bereit. Wir hatten ein wenig Sorge, dass die Außenkabine für drei Personen sehr klein ausfallen würde. Insgesamt war die Aufteilung mit Doppelbett und einem Oberbett an der Seite (da recht breit und weniger schlauchartig) aber recht gut und daher von der Größe her auch akzeptabel.

Das Pooldeck macht einen recht großzügigen Eindruck. Auf Grund der Route mit nur einem Seetag sollte es zu keinen Platzproblemen kommen.

Das Abendessen war etwas chaotisch. Konzeptionell unterscheidet sich der Ablauf bekanntermaßen erheblich vom bei Costa Üblichen. Offene Tischzeit von 18.30 Uhr bis 22.00 Uhr. Im Tagesprogram, welches hier wie auf der Diadama Diario a Bordo und nicht Today heißt, wir dschon darauf hingewiesen, dass es von 19.30 bis 21.00 Uhr zu Engpässen kommen kann. So war es auch um 20.00 Uhr bei uns. Wir bekamen ein Pager mit einer geschätzten Wartezeit von 30 Minuten. Die ließ sich mit dem AI-Package aber gut an der Bar verleben und dauerte dann eh nur 15 Minuten. Der Tisch war dann aber nur für zwei eingedeckt und der Service war überaus lahm. Auf unsere Anmerkung darauf entschuldigte sich der Kellner damit, dass er und sein Beikellner heute ihren ersten Tag an Bord hatten. Da war es natürlich klar, dass nicht alles wie am Schnürchen lief. Von nun an wurden wir aber äußerst zuvorkommend (der Tagesweißwein Gavi di Gavi wurde unaufgefordert immer wieder nachgeschenkt :D und zügig bedient :thumb: Das Essen war auch hier sehr lecker bei guter Qualität. Dem Koch scheinen beim neo-Konzept doch ein paar Euro mehr zur Verfügung zu stehen.

Die sich anschließende Abendunterhaltung sahen wir ein wenig zwiespältig. Es stehen diverse Locations auf dem Schiff zur Verfügung, die auch teils riesige Ausmaße haben. Aber bedingt durch die nur 650 Kabinen, sind hier kaum Leute zu finden. Dies mag am ersten (letzten für die Franzosen) Abend gelegen haben; werden wir die Tage noch näher überprüfen.
Insgesamt haben wir aber den Eindruck, dass das Schiff „zuviel“ Platz hat. Kein Wunder das Festival, für die die als Mistral gebaute neoRiviera fuhr, damals vor die Wand gefahren ist. 200 Kabinen mehr hätten dem Schiff wirtschaftlich sicher gut zu Gesicht gestanden. Man hätte auch dann immer noch keine Platznot feststellen können.
In der riesigen Disco auf Deck 12 im gesamten Heckbereich waren um 0.00 Uhr auch 0 Gäste. Plätze an Tischen hätte es für über 200 gegeben.

Am Pooldeck, wo ich die Zeilen um 11.00 Uhr im Hafen von Seyne sur Mer (Toulon) schreibe, sind vielleicht 50 der ca. 600 Liegen belegt. Von über 100 Plätzen im Loungebereich der Poolbar vielleicht 5! Ein ganz ungewöhnliches Gefühl. Aber nicht unbedingt unangenehm. Mal sehen, wie das Verhältnis an unserem einzigen Seetag sein wird.
Die erste Nacht haben wir sehr gut geschlafen. Die Betten sind bequem, die Klimaanlage arbeitet gut und geräuscharm; vom Schiff selber hört man bei ca. 8 Knoten Fahrt gar nichts.

Wir sind aktuell am zweiten Tag der Kreuzfahrt.
Ich werde mich immer mal wieder melden.
Wer Fragen hat, immer zu.

Gruß
Dirk
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von Dirk »

Weiter gehts:

Seyne sur Mer (Toulon)
Toulon hat wohl nur einen Liegeplatz für Kreuzfahrtschiffe. Wenn dieser besetzt ist, weicht die neoRiviera in das über die Bucht gelegene Seyne sur Mer aus.
Hier ist dann auch der Aus-/Einschiffungshafen für 400 französische Gäste. Naja Hafen ist jetzt übertrieben. Es gibt einen Anleger und zwei Containerhütten. Ein Cruiseterminal ist allerdings in Bau und soll 2016 eröffnen. Die armen Französken mussten für ihre Einschiffung auf nackten Boden in sengender Sonne vor der Hafenschranke warten (11.30 Uhr waren schon welche da; die Einschiffung begann aber erst gegen 14.00 Uhr); gut das wohl keine Deutschen betroffen waren; die Kritiken bei Holidaycheck mit Klageandrohung hätte ich nicht lesen wollen.

Das Mittagessen gab es, wie von uns bevorzugt, im Bedienrestaurant. Weiterhin sind die Qualität und der Geschmack der Speisen hervorragend.

Ich hatte vorab einen Strandbesuch in La Sablette geplant. Mit dem Linienbus (alle 40 Minuten; aus dem Hafen raus rechts; nach 100m links in eine Seitenstraße, dann findet sich nach 50 m die Haltestelle) ging es für 1,40 € in ca. 10 Minuten Fahrt dorthin. Es gibt eine ca. 4-5 km lange Bucht mit breitem Sandstrand. Der Strand war zwar gut besucht, es kam aber keine Enge auf. Nach dem Bad wurde in einem Strandbistro ein Fischer-Bier genossen und Aktuelles im Netz gecheckt. Der Rest der Familie genoss das Schiff.

Da ich durch den Strandbesuch den Kaffeeklatsch verpasst hatte, musste vor dem Abendessen noch kurz zur Öffnung um 18.30 Uhr das Buffetrestaurant, welches alternativ zum Hauptrestaurant jeden Abend geöffnet hat, aufgesucht werden. Die Erste der gerade bereit gelegte Seebrassen war meine :D Beilagen mussten für die Zwischenmahlzeit nicht sein.

Um 20.00 Uhr ging es dann zum Abendessen; leider wieder nur mit Pager und ca. 25 Minuten Wartezeit. Da ich Seebrasse schon hatte, gab es Kalb zum Hauptgang; dies erwies sich als Medium gebratenes Stück (fett und sehnenfrei) vom :confused: (es war besser als Rücken, Filet war es aber auch nicht); sehr lecker :thumb:

Der weitere Abend klang dann an diversen Orten (Kaffeebar, Pooldeck, Animations-Sallon) aus; überall gab es wie immer Platz genug.

Apropos Platz genug. An der Rezeption wird für den Seetag ein Brunch im St. Tropez-Restaurant auf Deck 6 angekündigt. Wo soll das Räumchen denn wohl sein. Dies musste erkundigt werden. Lt. Plan war dies am Heck. Also hin, eigentlich müsste das Schiff hier zu Ende sein. Aber da ist noch eine Tür. Dahinter dann ein riesiges zweites Restaurant mit bestimmt noch einmal 100 Tischen; offen zum Heck hin; dort dann auch noch mal 20 Tische im Außenbereich. Meine Güte, wieviel Platz bietet das Schiffe denn noch?

Ich glaube immer mehr, dass wir doch mit einer anderen Reederei als Costa unterwegs sind. Am zweiten Morgen haben wir das Bedienrestaurant aufgesucht. Und dies eine viertel Stunde vor Schließung. Kaum besetzte Tische; Personal was sofort am Tisch ist und nach Getränkewünschen fragt. Keine Minute später hat man die Frühstückskarte (kein Buffet!); die erste Runde (schmeckende) Teilchen wird gereicht. Sofort anschließend kommt der Brotservice (wobei zwei Sorten Brötchen schon auf dem Tisch stehen; die Butter übrigens auch). Dazwischen kam noch jemand mit der Saftauswahl.
Die Frühstücksbestellung wurde zügig aufgenommen. Overeasys, Lachs, Toast und Bratkartoffeln wurden geordert und waren innerhalb von 10 Minuten am Tisch. Immer wieder kam jemand mit den o. a. Sachen vorbei und legte auf Wunsch nach. Und dies alles ohne Hektik und Lärm.
Besser haben wir so etwas noch nicht erlebt (und wir waren "immerhin" schon mit X unterwegs).

Fortsetzung folgt.

Gruß

Dirk
Equinox
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von Equinox »

Hört sich ja alles super an! Bin schon auf die nächsten Tage gespannt! Viel Spaß noch und eine schöne Reise!
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fneumeier
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von fneumeier »

Dirk,

ich finde jetzt schon vieles wieder von unserer Reise im letzten Jahr auf der neoRiviera!

Gruß

Carmen
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von Dirk »

Propriano

Nach dem vorzüglichen Frühstück machten wir uns zu einer ersten Erkundung von Propriano auf.
Die neoRiviera liegt mitten in der Stadt. Zur Stadtmitte oder zu den Stränden sind es keine 500 m.
Auch hier hatten wir außer Strand (für mich) und Pool (für den Rest) nichts geplant. So klang der Vormittag in einem Bistro gegenüber dem Schiff bei einem verre du vin und wifi aus.
Nach dem Mittagessen an Bord (es gab u. a. ein super Ribeye-Steak, welches ich vom Geschmack her kaum bei Maredo besser bekomme) ging es dann an den Strand.
Der Erste, direkt südlich des Hafens, machte sofort einen sehr guten Eindruck. Der Sand etwas grob, aber super sauber; das Wasser klar. Für Kinder eher weniger geeignet, da es nach wenigen Metern bereits tiefer wurde.
Eine zweite, größere, Bucht schließt sich an; diese wurde aber nur in Augenschein genommen.
Der weitere Nachmittag wurde gemeinsam mit der Familie am Pool verbracht. Wie erwartet, fanden sich immer freie Liegestühle.
Das Abendessen zog sich heute in die Länge und dauerte fast zwei Stunden. Wir hatten diese Mal einen Tisch im Bereich unseres „Wunschkellners“ bestellt, was durchaus möglich ist. Es lag aber wohl eher an der Küche, die nicht genug zubereiten konnte, wie geordert war. Die Kellner langweilten sich teilweise, weil kein Nachschub geholt werden konnte. Der Fisch (Tilapia) sagte mir nicht so zu (zuviel Panade); vielleicht lag es aber auch am „Voressen“ am Buffet um 18.30 Uhr :D
Heute gab es übrigens als Weißwein einen Ribolla Gialla von Forchir. Den kannten wir von unseren vorigen Reisen. Der Preis für die Flasche liegt bei 22 Euro. In diesem Bereich liegen wohl auch die anderen Weine die im Rahmen des AI-Pakets serviert werden.

Meine Frau bemerkte hier übrigens, dass was fehlt:
Es gibt keine störenden Fotografen an Bord; zur Einschiffung wurden die Bilder schon recht unprofessionell aufgenommen; naja, so schlimm ist das ja nun nicht :D
Am Abend war Maskenball angesagt. Außer den Animateuren und einigen Kinder trug aber keiner eine Maske. Das ganze fand am Pool statt. Im Raucherbereich (hatte ich überhaupt schon erwähnt, das die ca. 15 Tische vorne am Pool alle „beraucht“ werden können; daneben gibt es noch weitere Loungesessel an Backbord vorne und einen Rauchersalon auf Deck 5) war die Musik noch gut zu vernehmen. Warum die Band allerdings dieselben Songs wie auf der 70er-Jahre Party am Vorabend spielten, habe ich nicht recht verstanden. Gegen Mitternacht wechselte mit dem Einsatz des DJ’s dann aber der Musikstil.
Dirk
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von Dirk »

Olbia

In Olbia hatten wir uns einen Mietwagen bei Hertz zu den bekannten 3,6,9 Tarifen vorbestellt. Für 38 Euro erhielten wir einen Nissan Micra, was für die zu fahrenden Strecke bis Porto Cervo (ca. 35 km) an der Costa Smeralda ausreichend ist. Vom Schiff fuhr ein kostenloser Shuttle der Hafenbehörde bis in die Innenstadt. Von da waren es noch ca. 500m bis zur Mietwagenstation. Olbia selber machte bei diesem kurzen Weg einen durchaus sauberen Eindruck, ohne sich aber auf Anhieb als Hauptanlaufpunkt zu eignen.

Nachdem auch der Rest der Familie, welchem ich die anstrengende Besorgungsfahrt nicht zumuten wollte :D , auch ausgeschlafen hatte, ging es los. Nach einigen Stopps an Aussichtpunkten auf die Costa Smeralda, erreichten wir nach 45 Minuten unser Ziel. Die Suche nach einem kostenlosen Parkplatz erwies sich als schwierig; es fand sich dann einer ca. 1 km vom Hafen entfernt. Hier wären die 3 Euro/Stunde direkt am Hafen besser angelegt gewesen, zumal man sich an solch einem mondänen Ort durchaus was gönnen sollte.
im Hafen lagen diverse Großyachten mit der allseits bekannten Lady Moura als Mittelpunkt. Ein Autohändler hatte diverse Luxus-Marken ausgestellt. Die Maserati‘s gefielen mir sogar besser als die Roys’es :D
Die Ladenzeilen boten fast alles, was Frau und Mann von Welt so gerne tragen. Bei Louis Vuitton wurde das typische Bild mit meiner Frau am Eingang gemacht. Das Angebot gefiel sehr, das Portemonnaie blieb aber zu.
Der Cappuccino auf der Plaza hielt sich mit 2,50 Euro sogar im Rahmen, die 0,2 Cola war mit 6 Euro dann doch arg grenzwertig.

Auf der Rückfahrt hielten wir dann noch gezwungenermaßen für meinen Strandbesuch an. Am Picollo Pevero Strand, 2 km außerhalb von Porto Cervo, wurde uns ein !kostenloses! Parkticket ausgestellt, welches an keinen Konsum oder das Mieten einer Liege gebunden war. An der Strandbar nahmen wir dann aber doch einen Drink und ich im klaren Wasser ein Bad.
Der absolute Höhepunkt war aber eine Hubschrauberlandung auf der in der Bucht liegenden Superyacht Dilbar; und der Hubschrauber war gar nicht mal so klein.

Der Nachmittag klang dann am Pool aus, wo es auf dem oberen Pooldeck reichlich freie Liegen gab; hier fällt mir gerade ein, dass es scheinbar auch kaum Liegen-Reservierer gibt. An einem Morgen waren um 09.30 Uhr gerade einmal ein halbes Dutzend belegt.

Der erste „festliche“ Abend mit der Möglichkeit ein Foto mit dem Kapitän zu machen, fand Heute statt. Es wurde gebeten, in angemessener Kleidung zum Foto zu erscheinen. Krawatten oder Jackets wurden aber kaum gesichtet. Ich war mit einem langärmeligen Hemd und einer Tuchhose schon fast overdresst. Es gab vorab eine kurze Vorstellung der Führungsoffiziere im Theater.

Ärgerlich war heute Abend, dass eine Tischreservierung, welche wir um 20.00 Uhr vornehmen wollten, erst für 21.00 Uhr zustande kommen sollte. Wir sind zwar an Tischzeiten einer zweiten Sitzung gewöhnt, fanden dies aber doch eine extrem lange Wartezeit.
Diese wurde neben einem Aperitif noch mit einem Kurzbesuch im Buffetrestaurant überbrückt. Hier gab es dann u. a. Rinderfilet, welches zwar schon welldone war, aber trotzdem einen guten Geschmack hatte. Noch besser waren die mit Kürbis gefüllten Teigtaschen :thumb:
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Rhein
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von Rhein »

Hallo Dirk,

vielen Dank für Deinen Bericht. Ich war im April auf dem Schiff und dachte, ich hätte eine Zeitreise gemacht. Platz en masse, feineres Essen als bei Costa sonst üblich, alles läuft entspannt und ruhig und vor allem sehr aufmerksamer und familiärer Service. Ich habe zum Essen gerne den hinteren Außenbereich des SB-Restaurants genutzt. Weil es dort meistens recht leer war, bin ich auch gerne noch etwas sitzen geblieben nach dem Essen, um das Gewusel im Hafen zu beobachten oder einfach nur das Meer zu genießen. Und immer wurde ich gefragt, ob ich noch etwas vom Buffet wollte, lange nachdem das Büffet eigentlich hätte schließen sollen. Das habe ich bislang nicht einmal bei Premiumgesellschaften erlebt.

Schön, wenn das keine einmaligen Erlebnisse waren, sondern offensichtlich Standard auf dem Schiff sind. Hoffentlich hält Costa an diesem neo-Konzept fest. :thumb:
Dirk
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von Dirk »

Trapani

Für Trapani hatten wir keine feste Planung, da interessante Ziele doch ein wenig weiter weg lagen und die Strände auf den ersten Blick auch nichts Besonderes erwarten ließen.
Im Endeffekt hätte man wohl mit der Seilbahn auf den Stadtberg Erice oder mit der Fähre auf die vorgelagerten Inseln fahren können.
Für mittags hatten wir uns eine Pizza in der Stadt gewünscht. Dieser Wunsch wurde leider nicht erfüllt, schlichtweg fanden wir keine Pizzeria, die bei uns Vertrauen erweckte.
Die einzige, die scheinbar über einen richtigen Pizzaofen verfügte, hatte nur Stehausgabe. Die anderen Gastronomiebetriebe hatten alle mehr Lounge-Charakter, der eher auf Tiefkühlpizza schließen ließ.
So blieb es bei einem sehr leckerem Eis (es gibt dort auch einen Schokoladenbrunnen!) an der Ecke Via Turretta / Corso Vittorio Emanuele, kaum 200 Meter gegenüber dem Schiff, welches in Trapani wieder mitten in der Stadt liegt.

Auf unserem Suchgang erreichten wir auch die nördliche Meerseite der Stadt, wo sich auch einige in die Fluten stürzten. Ein Strandbesuch reizte mich aber immer noch nicht, so dass der Nachmittag am Poolbereich verbracht wurde.

Gruß

Dirk
Marie3
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von Marie3 »

Schade Dirk,

hier hätte sich unbedingt ein Mietauto gelohnt. Knapp 40 km von Trapani entfernt liegt im Norden San Vito lo Capo mit einem Traumstrand. Weißer feiner Sand und sensationell türkisblaues Meer, ich träume heute noch davon....

Übrigens essen Italiener Pizza meist nur am Abend und viele Pizzerien lassen darum mittags den Pizzaofen aus.

Danke für deinen anschaulichen Bericht, es macht wirklich Spaß, ihn zu lesen.

Liebe Grüße
Helga
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von Dirk »

Kurzer Zwischenpost, wo wir gerde mit Netz durch die Straße von Messina fahren:

Wir kommen gerade vom Brunch:


GRANDIOS :thumb: :thumb: :thumb:

Weiteres dann mit mehr Zeit Morgen aus Salerno.

Gruß

Dirk
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von Dirk »

Marie3 hat geschrieben:Schade Dirk,

hier hätte sich unbedingt ein Mietauto gelohnt. Knapp 40 km von Trapani entfernt liegt im Norden San Vito lo Capo mit einem Traumstrand. Weißer feiner Sand und sensationell türkisblaues Meer, ich träume heute noch davon....
Da die Liebe zu den Stränden nur zu einem Drittel in der Familie vorhanden ist, muss man hin und wieder Kompromisse machen :rolleyes:
Marie3 hat geschrieben:Übrigens essen Italiener Pizza meist nur am Abend und viele Pizzerien lassen darum mittags den Pizzaofen aus.
Das war uns durchaus bewusst; in Hafennähe wäre aber auch abends keine uns gefallende Loction gewesen.

Gruß

Dirk
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von Dirk »

Malta

Malta hat sicherlich viel zu bieten. Wir konnten uns bei unseren bisherigen Besuchen aber noch nicht so richtig mit der Insel anfreunden. So war auch heute mehr Relaxen angedacht. Ich setzte mich dann doch von der Familie ab und gelangte über die Straße, welche am Liegeplatz vor der Waterfront beginnt und einige Treppen in die Stadtmitte. Zurück ging es über die Upper Barrakka Gardens, wo täglich um 12.00 und 16.00 Uhr die Kanone abgefeuert wird, mit dem Aufzug (runter kostenfrei; hoch 1 €).

Nach einem Nachmittag am Pool, an der Waterfront für einen Wifi-Besuch und einem erneuten Gang in die Stadt, um für Sohnemann noch eine Besorgung bei SuperDry zu tätigen, wurde der Abend mit der üblichen Routine (Abendessen im Hauptrestaurant, Espresso im Cafè, Drinks am Pool und in der Hauptbar) fortgesetzt und mit einem kurzen Diskobesuch gegen Mitternacht (heute waren dort wohl w/ des folgenden Seetages doch tatsächlich ca. jeweils 20 Erwachsene und Kinder!) beendet.

Weiter ist die Ruhe auf dem ganzen Schiff, insbesondere auf den Kabinen bemerkenswert. Eine Messung mit einer Schall-App ergab 43 dba, welche hauptsächlich von der Klimaanlage stammen. Türenschlagen oder Geräusche von Gang oder Nachbarkabine sind gar nicht zu vernehmen.

Auf dem Schiff machten wir die Bekanntschaft mit einem Mitarbeiter aus der Zentrale von Costa in Genua. Da wir ihn bereits auf der Diadema auf der Jungfernfahrt gesehen hatten, sprachen wir ihn darauf an. Es ergab sich ein interessantes Gespräch, welches wir in den nächsten Tagen bei sich bietenden Gelegenheiten fortführten. Wir werden in Kontakt bleiben (mal sehen, ob wir aus Costa noch ein richtiges Rennpferd machen können :D )
Dirk
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von Dirk »

Seetag

Es stand der stressigste Tag der Reise an :D
Küchenführung, Brunch und Gold-Pearl-Empfang mit dem Kapitän waren fixe Programmpunkte.

Wecken war um 09.00 Uhr um „gemeinsam!“ Im Hauptrestaurant zu Frühstücken.

Um 10.00 Uhr begann die Küchenführung, an der Sohnemann und ich teilnahmen. Diesmal kurz und knackig durchgeführt, war sie bereits nach 20 Minuten inkl. eines kleinen Sektempfanges auch schon wieder beendet.
Dort hatte ich noch ein nettes Gespräch mit der deutschen Hostess Katja, welche u. a. erwähnte, dass man das Konzept mit der regionalen und eher hochwertigen Küche auch auf den Großschiffen versucht umzusetzen.

Nun war noch eine Stunde Zeit sich auf den Brunch vorzubereiten. Wie wäre wohl der Ablauf? Wie viele Leute nehmen daran wohl teil? Fragen über Fragen die kurze Zeit später beantwortet wurden.
Einlass ist von 11.30 Uhr bis 12.30 Uhr. Das Ganze findet im ansonsten ungenutzten Restaurant Saint Tropez auf Deck 6 am Heck statt. Empfang erfolgte durch den Maître D, an den Tisch geführt wurden wir durch eine Ass. Maître D; auf dem ganzen Weg ungedeckte Tische. Dann erreichten wir den Außenbereich am Heck, der wunderbar dekorierte 8 Tische zählte, an einen im Endeffekt ca. 20 Leute erwartet wurden. Da vorab eine Mindestteilnehmerzahl gefordert wurde, von denen eine Zusatzgebühr in Höhe von 15 € pro Person erhoben wurde, war diese wohl nicht allzu hoch angesetzt. Jeder investierte Euro sollte sich vielfach lohnen.
Nebenbei erwähnt, spielte ein Duett (Klavier und Geige) im Übergang zum Innenbereich. Daneben waren die zu bestellenden Gerichte als Vorstellteller alle aufgebaut. Hier war dann auch klar, dass nur das Rib-Eye-Steak als Hauptgang für mich in Frage kam :D
Aber der Reihe nach. Es gab als ersten Gang ein Frühstück nach Wahl (French Toast, Eierspeisen, Waffeln, etc.); dazu die üblichen süßen Teilchen sowie Brotauswahl; etwas exklusiver als ansonsten am Morgen und mit noch mehr Liebe angerichtet.
Danach gab es zur Auswahl:
Vorspeisen: Cesars Salad, Krabbencocktail, Suppe des Tages
Hauptgerichte: das erwähnte Rib-Eye-Steak, Rinderfilet, Lachs, Hähnchenbrust oder etwas Vegetarisches
Nachspeisen: New York Cheese Cake, Bella Elena (bei uns Birne Helene) und zwei andere Sachen.
Begleitet wurden die Speisen von einem sardischen Weißwein sowie einem Cabernet Sauvignon bzw. bei unserem Sohn wie üblich von Pepsi.

Hatte ich übrigens schon erwähnt, dass sämtliche Softdrinks überall auf dem Schiff in ganzen Dosen ausgegeben werden? Lediglich das Wasser wird weiterhin „rationiert“.

Das Steak, medium rare bestellt, war der Knaller. Weder vom Fettauge noch vom Rand blieb was auf dem Teller zurück; neben der exzellenten Backofenkartoffel wurde auch der Yorkshire-Pudding zur Hälfte vertilgt.
Unser Sohn hatte „Fisch!“ anstatt Fleisch. Naja, da ich mich aktuell immer Frage, ob ich tatsächlich mit Costa unterwegs bin, stelle ich mir in dieser Hinsicht lieber keine weitere :D
War der Lachs am Vorabend großküchenmäßig doch eher ein wenig trocken, kam er dieses Mal perfekt gegart auf den Tisch. Neben der Haut blieb auch hier nichts zurück.

Da der Brunch während der Einfahrt zur Straße von Messina stattfand, gab es auch landschaftlich noch einige Dinge zu beobachten.

Zusammenfassend war es Preis-/Leistungsmäßig das beste Gastronomie-Erlebnis, welches wir auf einer Kreuzfahrt je hatten.

Gruß

Dirk
Mario
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von Mario »

Rhein hat geschrieben:Schön, wenn das keine einmaligen Erlebnisse waren, sondern offensichtlich Standard auf dem Schiff sind. Hoffentlich hält Costa an diesem neo-Konzept fest. :thumb:
Gibt es eigentlich Informationen wie erfolgreich das neo-Konzept bei Costa bisher läuft? Wird es weiter ausgebaut oder konstant mit diesen drei Schiffen gehalten?
Dirk hat geschrieben:Auf dem Schiff machten wir die Bekanntschaft mit einem Mitarbeiter aus der Zentrale von Costa in Genua. Da wir ihn bereits auf der Diadema auf der Jungfernfahrt gesehen hatten, sprachen wir ihn darauf an. Es ergab sich ein interessantes Gespräch, welches wir in den nächsten Tagen bei sich bietenden Gelegenheiten fortführten. Wir werden in Kontakt bleiben (mal sehen, ob wir aus Costa noch ein richtiges Rennpferd machen können :D )
Hast du dabei vielleicht interessante Informationen über Costa herausgefunden? ;)
Dirk
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von Dirk »

Mario hat geschrieben:Hast du dabei vielleicht interessante Informationen über Costa herausgefunden? ;)
Man will ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen :D
Ich bleibe am Ball und wenn es Interessantes zu vermelden gibt, findet man dies auch hier.
Nur so als Zwischeninfo: Der Mann ist Chef von über 1.000 Leuten.

Gruß

Dirk
Equinox
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von Equinox »

Dirk hat geschrieben:
Mario hat geschrieben:Hast du dabei vielleicht interessante Informationen über Costa herausgefunden? ;)
Man will ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen :D
Ich bleibe am Ball und wenn es Interessantes zu vermelden gibt, findet man dies auch hier.
Nur so als Zwischeninfo: Der Mann ist Chef von über 1.000 Leuten.

Gruß

Dirk
Vielleicht kannst du ihm ja entlocken was es mit den Gerüchten einer neuen Clubstufe über Gold Pearl auf sich hat? :lol:

Und richte ihm ein netten Gruß aus und sag ihm, dass was mich an Costa an meisten nervt sind diese Flexpreise. :lol:
Im ernst, man bucht Premium und 2 Monate vor Abfahrt haut Costa einen Flexpreis raus der gerade mal 1/3 von dem ist was der Premiumbucher bezahlt hat. Ob es Absicht ist, diejenigen zu verärgern die am meisten bezahlen?
alpha1hit
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von alpha1hit »

Hallo Dirk,

ich verfolge deinen Blog mit höchstem Interesse. Wir sind am 3.1. mit der neoRiviera auf der Dubai-Runde gebucht. Nach deinem Bericht steigt die Vorfreude rasant.
Equinox hat geschrieben: Und richte ihm ein netten Gruß aus und sag ihm, dass was mich an Costa an meisten nervt sind diese Flexpreise. :lol:
Im ernst, man bucht Premium und 2 Monate vor Abfahrt haut Costa einen Flexpreis raus der gerade mal 1/3 von dem ist was der Premiumbucher bezahlt hat. Ob es Absicht ist, diejenigen zu verärgern die am meisten bezahlen?
Hier geht es mir genauso. Mittwoch nächster Woche gehts mit der Fortuna 2 Wochen rund um Island. Hätte ich bis zum Flexpreis gewartet, könnte ich jetzt knapp 2K€ für eine weitere Cruise ausgeben ;(

Aber, wenn ich kurzfritig buche, dann schaue ich auch viel stärker auf andere Reedereien! Oder aber: Die Preise fallen insgesamt weiter ;)
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von Rhein »

Hallo,

die deutsche Hostess heißt Katja? Ich hoffe, sie ist noch die Katja, die schon im April an Bord war. Eine absolut vorbildliche Servicekraft!

Als wir in Barcelona zustiegen, gingen nur 3 Deutsche an Bord. Extra für uns hat sie eine eigene Sicherheitsübung abgehalten. So vorbildlich habe ich es bislang nur auf der Bleu de France erlebt - Chapeau! :thumb:

Eines Morgens standen wir an der Rezeption und fragten, warum der Costa Club-Status auf Mutters Karte nicht vermerkt war. Das Personal konnte es nicht klären und bat uns nachmittags wieder zu kommen, da wäre die Kollegin vom Costa Club da. Katja stand etwa 10 Meter entfernt im Atrium, hörte wohl unser Gespräch, bat um Mutters Karte mit den Worten "Das haben wir gleich geklärt". Nach knapp 5 Minuten war sie zurück - in Mutters Namen hatte sich ein Rechtschreibfehler eingeschlichen - sehr aufmerksam! :thumb:

Wünsche Euch weiterhin viel Spaß!
Svennimo
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von Svennimo »

Hallo Dirk,

vielen Dank für Deinen Bericht von der neoRiviera.

Gruß Sven
Dirk
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Re: Reise "Blog" Costa neoRiviera 06.07.-17.07.15

Beitrag von Dirk »

Salerno

Heute teilte sich mal wieder die Familie. Während der eine (ich) die Amalfiküste mit dem Boot unsicher machte, war für die Anderen verlängerter Schlaf, Spa und Pool angesagt.

Für mich ging es um 07.45 Uhr von Bord, um pünktlich das erste Linienboot Richtung Amalfi/ Positano zu erreichen, welches um 08.40 Uhr ab der Molo Concordia (ca. 2 km vom Kreuzfahrthafen entfernt) fuhr.
Auf dem Weg entlang der Hafenpromenade enterte ich einen Bus, der in die Richtung fuhr. Leider konnte ich an Bord kein Ticket kaufen. Der Fahrer war aber so freundlich mich trotzdem mitzunehmen :thumb: Ich versprach ihm, auf der Rückfahrt doppelt zu bezahlen.
Am Ticketcounter wurde für 12 € die Fahrt nach Positano gelöst, die dann auch pünktlich abging. Nach ca. 50 Minuten kamen wir dort, mit einem Zwischenstop in Amalfi an.

Positano hat mir sehr gut gefallen; kein Autoverkehr im Hafenbereich. Schöne Geschäfte, Galerien und Cafés den Berg hinauf. Hier machte ich auch in einem Café im Grünen eine Rast und genoss eine Capu und Aqua Frizzante bei freiem Wifi.
Weiter ging es um 11.20 Uhr Richtung Amalfi. Ich hatte gleich die Weiterfahrt nach Salerno um 12.45 Uhr mitgebucht (machte 8 + 8 € und damit 4 Euro mehr, als wenn man durchfährt).
Dies erwies sich im Nachhinein als sehr Vorrausschauend, denn:

Amalfi ging gar nicht!

Voll, Laut, Durchgangsverkehr ohne Ende.
Positiv bemerkbar machten sich lediglich die günstig erscheinenden Preise auf den Aushängen der Restaurants und der doch recht ansehnliche Duomo.

In Salerno dann ordnungsgemäß zwei Tickets am Kiosk gekauft und ab zurück aufs Schiff, wo erst einmal die Flüssigkeitsverluste ausgeglichen wurden :D
Dann noch am Buffet zugegriffen, welches heute als mein Highlight ein Eintopf aus Brokkoli und Würstchen hatte; schmeckte wie bei (einer italienischen) Muttern :thumb:

Da wir bis 02.00 Uhr morgens in Salerno lagen, hatten wir uns einen Besuch in einer Pizzeria für den Abend vorgenommen. Eine zu finden, war wieder (wie in Trapani), nicht so einfach, weil an Montagen viele Restaurants geschlossen sind. Die bei Tripadvisor am fünftbesten Bewertete (Resilienza) hatte dann aber geöffnet.
Um 19.45 Uhr waren wir die ersten Gäste, die das ca. 15 Mann zählende Personal mächtig beschäftigte. Für jeden Handgriff kam jemand anderes an den spärlich gedeckten Tisch.
Für einen Durchschnittspreis von 5 € (zuzügl. 1,50 Coperto), erhielten wir aber innerhalb von 10 Minuten drei wirklich tolle Pizzen (Parma, Diavolo, Capriciosa). Die Flasche DOC-Wein gab es für 12 €.
Da in Hafennähe gelegen, ist der Laden auf jeden Fall einen Besuch wert.
Als wir gegen 21.00 Uhr gingen, füllte sich der Laden zusehend durch Einheimische.

Abgeschlossen wurde der Abend dann am Pool, wo heute auch die White-Night stattfand. Stimmungsmäßig kam es zwar nicht an dieselbe Performance wie auf der Jungfernfahrt der Diadema heran, war aber trotzdem nett gemacht, und führte dazu, dass auch noch um 01.00 Uhr am Morgen gute Laune herrschte.

Gruß

Dirk

P.S. Bericht von Capri kann ein paar Tage dauern, da doch sehr viel zu erleben war; freut euch :D
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