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Tempolimit für Schiffe am Rhein gefordert

Nicht nur auf hoher See kann man die Annehmlichkeiten einer Kreuzfahrt genießen, sondern auch auf Flüssen, Seen & Kanälen

Moderator: fneumeier

Tempolimit für Schiffe am Rhein gefordert

Beitragvon fneumeier am 02.12.2018 14:34

Die Kölner Oberbürgermeisterin fordert vor dem dritten Dieselgipfel in Tempolimit für Schiffe auf dem Rhein meldet die Presse.

Gruß

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Re: Tempolimit für Schiffe am Rhein gefordert

Beitragvon Rhein am 02.12.2018 21:01

Kölle allaf!

Na das wird aber der Stadt Köln viel helfen! :lol:

Besser wäre es sicherlich, die Schiffe um Köln umzuleiten und nur noch Ruderboote fahren zu lassen. ;) Konsequenterweise müßten dann auch die dieselangetriebenen Züge auf dem Weg durch Köln ein Tempolimit einhalten ...
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Re: Tempolimit für Schiffe am Rhein gefordert

Beitragvon Gerd Ramm am 02.12.2018 21:19

Ich bin ja kein Experte, aber ist es nicht so: je langsamer das Schiff fährt, je mehr kommt aus dem Schornstein/Kamin?
Da hilft keine Armlänge Abstand.
Sinnvoll wäre, die Schiffe zu zwingen Landstrom zu nehmen, natürlich nicht während der Fahrt :lol:
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Re: Tempolimit für Schiffe am Rhein gefordert

Beitragvon Rhein am 03.12.2018 00:07

Hallo Gerd,

ich glaube, dass es ohnehin nur noch eine Frage der Zeit ist, wann die Passagierschiffe Landstrom während der Liegezeiten nutzen MÜSSEN.
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Re: Tempolimit für Schiffe am Rhein gefordert

Beitragvon fneumeier am 03.12.2018 07:54

Rhein,

ich müsste nachsehen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass der Landstrom"zwang" in Amsterdam und Rotterdam schon besteht.

Was die Flusskreuzfahrtschiffe angeht, ist es keine Frage des Wollens. Es ist eher eine Frage des "Könnens", denn die Häfen stellen keinen Landstrom zur Verfügung. Ich glaube, kürzlich hat Regensburg wieder einen Rückzieher gemacht... zu teuer.

Gestern war ein kurzes Interview mit Frau Reker in den RTL Nachrichten. Wenn ich mich nicht verhört habe, dass sagte sie "30" (ohne weitere Angabe). Sagen wir mal so, Flusskreuzfahrtschiffe haben eine Höchstgeschwindigkeit von um die 21 km/h. Dann macht "30" wenig Sinn. Außer sie meinte "13".

Gruß

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Re: Tempolimit für Schiffe am Rhein gefordert

Beitragvon Diddn am 03.12.2018 08:24

Als Kölner muss ich mich wohl fremdschämen. Bei Bergfahrt wird wohl selbst 13 km/h kaum überschritten, geschweige denn 30 km/h erreicht. Bei den seit einem halben Jahr zu sehenden Pegelständen wird ohnehin mit zusätzlich reduzierter Geschwindigkeit gefahren.

Hätte Frau Reker doch mal im vergangenen Sommer selbst die Taufe der Vistastar durchgeführt (sie war wegen der Sperrung des Münchner Flughafens dort hängen geblieben und deswegen verhindert), dann wüsste sie nun wohl glatt doppelt so viel über die Rheinschifffahrt.

Wie gering die (Passagier-)Schifffahrt in Köln geschätzt wird, durfte ich im Frühjahr erfahren. Die Liegeplätze im Deutzer Hafen (die übrigens eine Landstrom-Möglichkeit haben) können mehrfach im Jahr für einige Zeit nicht wie üblich mit Bussen angefahren werden, weil die Flächen z. B. für Volksfeste genutzt werden. Diese Termine stehen meist Jahre zuvor fest. Zwei Tage (!) vor dem Reisetermin rät die Stadt Köln dann tatsächlich dem Veranstalter, den Passagierwechsel besser in eine andere Stadt zu verlegen... (was in diesem Fall, einer eintägigen Kreuzfahrt ab/bis Köln, totaler Nonsens gewesen wäre).

Dass ein- und aussteigende Gäste durchaus in nennenswertem Umfang diesen Umstand zu einem verlängerten Aufenthalt in Köln samt Übernachtung(en) nutzen, ist in Rat und Verwaltung wohl noch nicht angekommen. Im o. g. Beispiel waren es gute 30 % der Gäste, die noch mindestens eine Nacht zusätzlich in Köln verbracht und nicht nur über die 'Bettensteuer' das Stadtsäckel gefüllt haben.

Vielleicht will Frau Reker aber auch einfach nur zurück zu mittelalterlichen Verhältnissen und das Stapelrecht - natürlich unter Verwendung von Landstrom während der Liegezeit - wieder einführen. Dann sollte aber der Mauspfad (die mittelalterliche 'Umgehungsstraße' von Köln zur Vermeidung des Stapelrechts) zügiger ausgebaut werden - damit auch die Busse für Kreuzfahrtpassagiere zügig um Köln herum fahren können. Bonn und Düsseldoof würde es freuen. Und das Problem der Abgase wäre im Rechtsrheinischen.

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Re: Tempolimit für Schiffe am Rhein gefordert

Beitragvon fneumeier am 03.12.2018 09:32

Danke Diddn!

Für den Landstrom bedarf es wohl nicht des Diesel Gipfels. Das muss schlicht der jeweilige Hafen anordnen, dass dieser zu nutzen ist, wenn vorhanden. Die Liegeplätze sind aber überwiegend in kommunaler Hand.

Gruß

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Re: Tempolimit für Schiffe am Rhein gefordert

Beitragvon Hugo am 03.12.2018 12:34

Hier verfährt Frau Reker mit der Methode: "Nicht wir, sondern die anderen sind Schuld".

Da Köln kurz vor der Einführung eines Verbot für bestimmte Dieselfahrzeuge in bestimmten Innenstadtzonen steht, sucht man jetzt andere Verursacher für die Luftverschmutzung. Ähnliches kennen wir ja von der Hochsee-Kreuzfahrt. Weltweit gibt es 40.000 Schiffe auf den Weltmeeren. Frachter, Tanker, Kriegsschiffe etc. Darin sind 400 (in Worten: Vierhundert) Kreuzfahrtschiffe enthalten. Mit anderen Worten, 1% der Schiffe auf den Weltmeeren sind Kreuzfahrtschiffen. Aber genau die werden an den Pranger gestellt.

Da Frau Reker genau weiß, dass man bisher nicht exakt feststellen kann woher die Luftverschmutzung in Köln mehrheitlich kommt (Diesel Fahrzeuge oder Schiffe), verlagert man das Thema auf die Schiffe, um einen anderen Verursacher an den Pranger zu stellen, denn ein Dieselfahrverbot in bestimmten Teilen der Kölner Innenstadt kostet Wählerstimmen. Ergo sucht man argumentativ andere Verursacher.

Politik ist schon immer ein schmutziges Geschäft gewesen. Aber Schuld sind immer die Anderen.
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Re: Tempolimit für Schiffe am Rhein gefordert

Beitragvon Hamburger Jung am 03.12.2018 18:19

Wie soll denn Landstrom funktionieren? Haben die Schiffe überhaupt alle einen Anschluss?
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Re: Tempolimit für Schiffe am Rhein gefordert

Beitragvon coke72 am 03.12.2018 19:27

Gerd Ramm hat geschrieben:Ich bin ja kein Experte, aber ist es nicht so: je langsamer das Schiff fährt, je mehr kommt aus dem Schornstein/Kamin?
Da hilft keine Armlänge Abstand.
Sinnvoll wäre, die Schiffe zu zwingen Landstrom zu nehmen, natürlich nicht während der Fahrt :lol:


Hallo Gerd,
sagen wir es mal anders: Es gibt wie beim Auto einen optimalen Geschwindigkeitsbereich, der ist sicher nicht bei Schrittgeschwindigkeit, aber auch nicht bei Höchstgeschwindigkeit. Ansonsten würde es kaum Sinn machen, zwischen zwei Häfen nicht mit Höchstgeschwindigkeit zu fahren und wir alle hätten deutlich mehr Hafenzeit.
Viel Grüße
Arno
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Re: Tempolimit für Schiffe am Rhein gefordert

Beitragvon fneumeier am 03.12.2018 19:44

Hugo,

Frau Reker beschränkt das immerhin nicht nur auf Flusskreuzfahrtschiffe, sondern meint auch die Frachtschiffe.

Hamburger Jung,

ich kann es jetzt nicht mit Sicherheit sagen, aber entweder haben schon viele einen Anschluss, weil der ja beispielsweise in Amsterdam/Rotterdam gebraucht wird, oder es lässt sich jedenfalls ohne größeren Aufwand nachrüsten. Ein Flusskreuzfahrer benötigt ja auch nicht ganz so viel Strom wie ein Hochseekreuzfahrtschiff.

Gruß

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Re: Tempolimit für Schiffe am Rhein gefordert

Beitragvon coke72 am 03.12.2018 22:25

Ich würde mal schätzen, dass die Stadt Köln auch nicht so ganz abgeneigt ist, wenn die Wellen etwas geringer werden. Da passt das Tempolimit dann doch auch. Oder wollte sie doch die Sportbootfahrer erwischen, die tatsächlich schneller als 30 unterwegs sind?
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Re: Tempolimit für Schiffe am Rhein gefordert

Beitragvon Rhein am 03.12.2018 23:55

Hallo,

im Bopparder Stadtrat hatte ich vor wenigen Jahren angeregt, dass die Kabinenschiffe auch Landstrom nutzen mögen. Denn der Lärm der Aggregate nervt schon den ein oder anderen Anwohner. Auskunft der Verwaltung: Da können wir nichts machen, das Rheinufer gehört nicht der Stadt, sondern dem Wasserschiffahrtsamt …. Komisch, am KD-Steiger geht es.

Zudem berichtete die Rhein-Zeitung schon häufiger über die Situation in Koblenz, wo die in 2. oder 3. Reihe parkenden Schiffe am Altmeier-Ufer oftmals nicht Landstrom nutzen können (es fehlen genügend Anschlüsse), was immer wieder zu massiven Beschwerden der Anlieger wegen Abgasen und Lärm führt, dass dort etliche Schiffe gar nicht Landstrom nutzen können, weil sie so alt sind, dass sie nicht über die notwendigen Voraussetzungen an Bord verfügen.

Und was Frau Reker angeht: 30km/h schaffen flußabwärts schon nur ganz wenige Schiffe. Da war beispielsweise die Rheinpfeil der KD - die hatte auch wirklich ganz ordentlich Abgase verursacht. Dann war da noch der heutige Museumsdampfer Mannheim (ex Mainz), der extra als Expressdampfer 1929 in Dienst gestellt wurde oder die 1957 gebaute Frankfurt (ex Hessen, heute Le Formidable) oder die Gräfin Loretta (ex Boppard, ex Liselotte) von 1930. Nur keines dieser Schiffe kommt nach Köln ...
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