Sonnendeck Seereisen

A-Rosa Bella v. 11.12.-15.12. Passau bis Wien

Nicht nur auf hoher See kann man die Annehmlichkeiten einer Kreuzfahrt genießen, sondern auch auf Flüssen, Seen & Kanälen

Moderator: fneumeier

A-Rosa Bella v. 11.12.-15.12. Passau bis Wien

Beitragvon Oma97 am 16.12.2015 01:57

11.12. Anreise Passau
Die Zugfahrt begann um 05:55 Uhr ab Hamburg HBF, ein lieber Freund ist weit vor dem Wachwerden aufgestanden und hat uns zum Bahnhof gefahren, der Zug fuhr pünktlich ab und kam auch pünktlich um 12:34 Uhr in Passau an. Peinlicherweise ist mir dann im Zug so höhe Hannover eingefallen, dass ich Kathrins Geburtstagsgeschenk zuhause liegen lassen hab. Wir wussten nicht so recht, ob wir noch auf den Weihnachtsmarkt in Passau gehen sollten, hatten ja auch unser Gepäck dabei und sind letztendlich dann doch gleich mit dem Taxi nach Lindau zum Liegeplatz der A-Rosa Bella gefahren. Es lagen noch die A-Rosa Riva und neben der Bella und die A-Rosa Donna vor der Bella. Unsere Koffer konnten wir gleich abgeben, bevor wir an Bord gingen.
Wir konnten gleich an Bord gehen und ab 14:00 Uhr auch die Kabine beziehen, die Koffer standen dann schon in der Kabine. Ich bin dann voller Panik noch in die kleine Einkaufspassage direkt am Hafen gestürmt und habe „Geburtstagsgeschenkersatz“ besorgt, Gott sei Dank habe ich dann schnell das passende gefunden (Ich kenne ja den Geschmack meiner Frau und auch meinen ;) …), verpacken lassen und war 30 Minuten später wieder an Bord. Ach ja, die Rose für die Damen gab es natürlich auch.
Pünktlich um 16:00 Uhr hat die Bella dann abgelegt, gewendet und um 16:10 Uhr wieder angelegt ?!?!? Das war aber eine seeeeehr kurze Kreuzfahrt, ach nee, da kam noch ein einsamer Mann mit seinem Koffer im Taxi und musste mit, wie sich herausstellte, war es ein (wichtiges!)Mitglied der Küchencrew, der dann unter lautem Gejohle und Beifallklatschen an Bord sprang. Dann ging es aber wirklich los, es gab Musiktechnisch natürlich die A-Rosa Musik und Enyas Orinoco Flow dazu, ferner wurde sehr delikater Punsch serviert. Bei dieser Gelegenheit haben wir dann Ulrike und Thomas sowie ihre Eltern Ludwig und Gisela kennen gelernt, was sich dann als riesengroßer Glücksfall herausstellte, dazu später mehr.
Am Abend gab es dann die Sicherheitsgeschichte, leider etwas trocken mit einem Filmchen serviert und anschließend Begrüßungsschampus und Vorstellung der Offiziere. Alt geworden sind wir nicht, das frühe Aufstehen und die Anreise steckte allen in den Knochen.

12.12. Der Geburtstag meiner Frau und Wien
Heute hatte meine liebe, gute Ehefrau Geburtstag, gleich nach dem Aufstehen haben mein Sohn und ich die Geschenke überreicht und damit offensichtlich (Gott sei Dank!!!) ins Schwarze getroffen. Das Housekeeping hat eine sehr schöne Handtuchfigur (je nachdem wer es sah, entweder 2 Schwäne oder ein Herz) gebastelt sowie Rosenblätter auf dem Bett verteilt. Es lag außerdem noch eine Einladung zu einem kleinen Sektempfang am folgenden Tag dabei.
Auf der Fahrt nach Wien gab es vom Hotelmanager Carsten die gewohnt ausführlichen Informationen zur Strecke und den Sehenswürdigkeiten. Wir haben auf der Strecke Passau-Wien 9 Schleusen mit einem Höhenunterschied von insgesamt 100m passiert, das war schon interessant, tlw. waren es 12m Höhenunterschied in 1 Schleuse. Wir waren dank einer defekten Schleuse mit 1 Stunde Verspätung erst gegen 15:45 Uhr in Wien und lagen direkt im Personenhafen (sehr schnelles, freies W-LAN!!!) 200m vom U-Bhf. Vorgartenstrasse. Wie sich herausstellte war Thomas ein echter Wien Experte und hat uns dann mit in die Stadt genommen, wir hatten unseren privaten Stadtführer, so dass wir wirklich viele, interessante und kurzweilige Informationen bekamen. Wir sind zum Karlsplatz gefahren und kamen an der Oper heraus, dann kam die Hofburg, die Hofreitschule, die sehr sehenswerte und wunderschön Weihnachtlich dekorierte Innenstadt, der Christkindlmarkt am Rathaus und als krönender Abschluss des Tages eine Melange im Café Hawelka (seit über 100 Jahren im Familienbesitz und nie renoviert, ein wirklich seeeeehr wohlriechendes einmaliges Caféhaus) wobei wir mit einem der beiden Chefs ein tolles Gespräch bei einer Zigarette vor der Tür hatten.
Nach dem Abendessen haben wir den Tag auf dem Achterdeck (Rauchen erlaubt, unser Lieblingsplatz während der Reise!) welches teilweise überdacht und beheizt war mit dem einen oder anderen Drink ausklingen lassen.

13.12 Wien
Heute sind wir, natürlich wieder mit Thomas und Familie, erst nach Schönbrunn gefahren, haben den Weihnachtsmarkt davor erobert ( laut Internet angeblich der schönste Wiens, was ich absolut nicht bestätigen kann, allerdings gab es dort wirklich fast ausschließlich Buden mit Bezug zu Weihnachten und davon sehr viele, bestimmt so 60-70 Stück) und uns die Anlage ein wenig angesehen. Anschließend sind wir zum Prater, natürlich mit dem Riesenrad gefahren, dann noch Kaffee und Kuchen trinken und essen gewesen und waren so gegen 16:30 Uhr wieder an Bord.
Um 18:00 Uhr hat das Schiff dann abgelegt, es gab wieder eine nette kleine Party auf dem Achterdeck.

14.12. Linz
Wir sollten heute um 14:00 Uhr in Linz sein, waren allerdings schon gegen 12:30 Uhr dort, beim Einlaufen gab es natürlich wieder eine kleine Party. Nach dem Mittagessen sind wir dann direkt nach Linz gelaufen, wie üblich mit Thomas, Ulrike, Ludwig und Gisela und standen 5 Minuten später auf dem Hauptplatz und waren doch enttäuscht, ca. 15 Büdchen, kein Flair, was soll man davon halten, naja, machen wir das Beste draus und haben uns die Einkaufsstraße angesehen, die Damen waren dann ein wenig shoppen, es wurde schummrig, dann auf einmal einen anderen Weihnachtsmarkt, wunderschön viele Büdchen, im Linzer Volksgarten, der hatte Flair und war urgemütlich, nach dem ein- oder anderen Glühwein sind wir dann wieder zum Schiff und siehe da auch der Weihnachtsmarkt auf dem Hauptplatz war völlig verändert mit der Beleuchtung (oder lag es am Glühwein?) und war echt schön! Nach dem Abendessen zum Auslaufen um 21:00 Uhr gab es dann die letzte Party auf dem Achterdeck da war richtig gut was los, die Musik passte, es wurde ordentlich getanzt, der Glühwein und Punsch schmeckte, leider musste die Lautstärke der Musik ab 22:30h etwas reduziert werden, wobei da doch schon sehr viele nach innen gingen, wir haben natürlich das ganze bis zum bitteren Ende durchgehalten, die Kellner räumten schon auf und packten die Decken weg, Carsten der Hotelmanager kam und hat dann auch noch ein wenig geklönt, bis die Musik dann ganz aus war, wir waren jedenfalls wohl die letzten im Bett…

15.12. Passau, Rückfahrt
Wir waren morgens so gegen 6:00 Uhr wieder in Passau, da Thomas sich beim Transfer vertan hatte, haben wir schon um 7:00 Uhr gefrühstückt. Der Transferbus zum Parkhaus für Thomas und Familie fuhr erst um 8:45 Uhr und wir mussten bis 9:30 Uhr von Bord. Nachdem die 4 abgefahren sind, habe ich ein Taxi bestellen lassen, welches innerhalb von 5 Minuten da war, ich hatte natürlich erst für den Zug um 11:25 Uhr ab Passau Plätze reserviert, wir sind dann aber doch schon um 9:25 Uhr gefahren, leider gab es dann eine kleine Verzögerung bei der Zollabfertigung (der Zug kam aus Österreich, Asylgeschichte…) so dass wir 10 Minuten Verspätung hatten, dadurch haben wir in Würzburg den Anschlusszug verpasst und mussten dort etwa 45 Minuten warten, die Zeit haben wir uns mit einem Kaffee bei Mc D.. verkürzt und noch ein paar Sandwiches für die Fahrt gekauft. Letztendlich waren wir um 17:00 Uhr dann wieder zu Hause.

Fazit
Wir hatten ja diesmal nur den Classic Tarif bei A-Rosa gebucht und ich muss sagen das war gut so. Wir hätten an Bord noch das Getränkepaket Premium für 29€ pro Tag und Person buchen können, das wären für uns 3 dann 435€ gewesen, unsere Bordrechnung war aber ganz deutlich geringer, noch nicht einmal die Hälfte der Summe und wir haben uns nicht zurück gehalten bei den Getränken! Gut, den Transfer mussten wir selbst zahlen aber das waren Hin- und Zurück insgesamt nur 26€ mit dem Taxi und die Kabine wurde nicht für die Nacht vorbereitet und es gab Abends eben keine Schokolade auf dem Kopfkissen.
Die Donauschiffe haben eine ganz andere Bauart als die Rheinschiffe, dadurch ist es auch in den letzten Kabinen im Heck deutlich leiser, wir haben allerdings eine Kabine Mittschiffs gehabt. Die A-Rosa Bella ist Baujahr 2002 und man merkt ihr das Alter doch schon an der Farbgebung und einigen Kleinigkeiten an aber wir würden die Route und auch das Schiff jederzeit wieder wählen.
Ich habe mich auf dieser Tour echt in die Stadt Wien verliebt, wir werden im kommenden Jahr auf jeden Fall einige Tage mehr dort verbringen, die Stadt ist Toll.
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Re: A-Rosa Bella v. 11.12.-15.12. Passau bis Wien

Beitragvon fneumeier am 16.12.2015 10:02

Danke für den Reisebericht! Ich habe ihn gleich in die Liste eingefügt.

Gruß

Carmen
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