LTHRCGN hat geschrieben:
@Annika 2900 hast du noch ein paar Tips zum Schiff oder zur Route????
Immer schwierig so aus dem Blauen heraus.... anbei ein paar Auszüge aus unserem damaligen Reisebericht:
Neapel
Wir verlassen das Schiff und starten unseren Rundgang durch Neapel. Diesmal fahren wir mit der Standseilbahn nach Volmero hoch und bummeln dort durch Straßen. Wir schauen uns die Markthalle und den ausladenden Wochenmarkt an. Mit der Metro fahren wir danach in die Altstadt hinunter und besichtigen den Dom, das religiöse Wahrzeichen Neapels. Danach schlendern wir durch die Altstadt, besuchen die Straße der Krippenbauer, wo ich ausnahmsweise mal nichts kaufe und machen uns langsam auf den Rückweg zum Schiff.
Athen
Wir machen uns auf um die Metro Station zu suchen. Nach den im Internet herunter geladenen Plan immer an der Hafenstraße lang. Es sind ca. 3 km Wegstrecke, wir haben eine halbe Stunde gebraucht. Das Ticket kostet 1 Euro und es würde sich um 5 Stationen bis Monastiraki handeln, wenn nicht gerade die Schienen repariert werden und wir in Busse umsteigen müssen. Zum Glück hat uns eine sehr freundliche Griechin unter ihre Fittiche genommen und uns sicher bis nach Monastiraki geleitet.
Durch die Gassen zur Akropolis hoch hinauf und Karten für jeweils 12 Euro erstanden. Heute ist Sonntag und neben der Navigator liegt noch die Brilliance otS im Hafen. Dazu scheint jede Pfadfindergruppe aus dem Umland unterwegs zu sein. Wie ein bunter Tatzelwurm windet sich die Schlange an Menschen hoch und hinein an den Ruinen und Erklärungstafeln vorbei. Ein pflichtbewusstes Foto und weiterschieben wieder Richtung Ausgang. Um sich mit diesem Bauwerk auseinander zu setzen braucht es wohl doch mehr. Wir sind viel durch die griechischen Gassen geschlendert, haben uns den riesigen Flohmarkt angeschaut und in einer Taverne ein Rest eingelegt. Dann machten wir uns wieder auf den Rückweg.
Kusadasi
Wir hatten beschlossen Ephesos nicht noch einmal zu besuchen und so hatten wir keine Eile vom Schiff zu kommen. Der Pier lag 200 m vom Eingang zum großen Basar entfernt und trotz aller Bummelei waren wir bereits um 10 Uhr mitten im Zentrum. Die ersten Händler erwachten gerade und labten sich an den Sonnenstrahlen und heißem Tee. Das Zentrum von Kusadasi scheint aus einer endlosen Anreihungn von Verkaufsständen mit allerlei gefälschten Schuh – T-Shirt und Handtaschenkollektionen. Dazwischen gibt es Restaurant und noch Stände mit den typischen Souvenierangeboten.
Nach zweistündigem Bummel erfrischten wir uns noch bei einem frischen Efes Bier, welches für 0,5 l mit 2 Euro zu Buche schlug. Danach schlenderten wir wieder auf das Schiff zurück, dass wir noch nie zuvor so leer vorgefunden hatten.
Rhodos
Am späten Vormittag machten wir uns auf zur Erkundung von Rhodos Altstadt. Zuerst sind wir an der Hafenpromenade entlang bis zur Säule mit der Hirschkuh, die ein Seite der Hafeneinfahrt ziert. Gegenüber liegt eine Säule auf der der Hrisch steht und ins Meer hinaus schaut. An dieser Stelle der Hafeneinfahrt hat wohl früher der Koloss von Rhodos gestanden. Auf dem Weg gibt es doch einige prachtvolle Privatjachten zu bewundern.
An der Stadtmauer entlang gibt es immer wieder Tore in die Altstadt hinein. In der Nähe des alten Hafen gelangt man direkt in die Grabenanlagen des Großmeisterpalastes, die wir in voller Länge durchquerten. Langsam wurde es ganz schön heiß dort unten. Wir bummelten noch lange durch die verwinkelten Gassen der Altstadt und empfanden es im Gegensatz zum gestrigen Kusadasi als sehr angenehm, dass es hier nicht ganz so aufdringliche Händler gibt. Es gibt viele schöne Geschäfte in denn man nach Herzenslust stöbern kann, was wir auch taten. Noch ein letztes Bierchen und einen Milchshake ganz entspannt in einem der hunderten Starßencafes, dann bummelten wir gemächlich zum Schiff zurück.
Alexandria
Als wir um viertel nach sechs im Windjammer erschienen war das Chaos bereits perfekt. Heute wollten 2000 Menschen zeitgleich kurz nach sieben ihre Ausflüge starten. Um sechs machte das Windjammer auf, jetzt war kein Platz mehr zu bekommen. Wir quetschten uns noch an einen runden Tisch dazu, tranken unseren Cafe, der heute nur aus Pappbechern serviert wurde um dem ewigen Tassenmangel von vornherein entgegen zu wirken und aßen ein schnelles Müsli.
An Deck 12 betrachteten wir noch kurz das Anlegemanöver im Frachthafen und zählten an der Anlegestelle 57 große Reisebusse die auf uns warteten. Dann trafen wir uns mit unserer Ausflugsgruppe die sich im amerikanischen Forum Cruise Critic zusammen gefunden hatte in der Champagner Bar. Wir sind 18 Personen und haben bei Ramses Tour den Ausflug gebucht. Dieser kostet 80 $ pro Person zzgl. 15 $ für Lunch. Der günstigste an Bord buchbare Ausflug zu den Pyramiden kostet 195$ und wie wir später feststellten, werden diese genauso von Ramses Tour durchgeführt. Wir hatten einen großen klimatisierten Reisebus für 54 Personen für uns allein, so dass jeder auf einer Bank sitzen konnten und bei lohnenden Fotomotiven sogar nebenan immer Bänke frei waren um aus dem anderen Fenster zu fotografieren. Entgegen unseren Erwartungen fuhren wir hier nicht im Konvoi, auch die anderen RCCI Busse fuhren alle separat. Nach drei Stunden hatten wir die Pyramiden von Gizeh dann erreicht und wurden wie tausende andere auch aus den Bussen ausgespukt um diese gebührend zu bewundern. Und auch wenn es sicherlich sehr beeindruckend ist, vor so gewaltigen Bauwerken zu stehen, die dort lauernden fliegenden Händler können einem den Spaß verderben. Sogar Polizisten die anbieten ein Foto zu schießen, halten danach die Hand für Trinkgeld (Bakschisch) auf bevor sie die Kamera wieder zurück geben. Alte Männer wickeln überraschten Touristinnen ihre Schals um den Kopf bevor sich diese wehren können und verlangen für diese „Dienstleistung“ dann Bakschisch. Für alles und jedes wird hier Bezahlung erwartet und lautstark eingefordert, vom ständigen Zupfen am Arm oder Hemd um die Leute für ihre Waren zu interessieren ganz zu schweigen.
An der Sphinx bot sich uns ein ähnliches Bild. Das fällt es schon schwer sich auf die eigentliche Attraktion zu konzentrieren. Und viel Zeit bleibt einem ja leider eh nicht. Am Aussichtspunkt an dem die drei Pyramiden sehr schön zu fotografieren sind entschlossen sich dann einige unserer amerikanische Mitreisenden einen Kamelritt mitzumachen (5 Minuten für 5 $ und 1$ Trinkgeld für den Kamelführer).
Danach ging es zum Besuch einer Papyrusfabrik mit angeschlossenem Bazargeschäft. Beim Eingang bekommt jeder eine Nummer zugeteilt, damit beim Kauf eines Souvenirs gleich der entsprechende Reiseleiter zugeordnet werden kann – also Provisionsbasis. Jedem Paar wird ein persönlicher Einkaufsberater zugeordnet, der Ware an den Mann bringen soll. Wir haben unserem erklärt dass wir schon zehnmal in Ägypten waren und alle Souvenirs haben, aber er folgte uns trotzdem auf Schritt und Tritt. Trotzdem war keiner der Verkäufer zu aufdringlich und wir verließen das Geschäft denn auch ohne etwas zu kaufen. Bei den Amerikanern waren die Renner Kartuschen mit den Namen in Hiroglyphen in Silber und Bilder auf Papyrus.
Mittlerweile war es drei Uhr und alle waren entsprechend hungrig. Der Lunch war ein amerikanisches Buffet welches im Hardrock Cafe aufgebaut war. Auch wenn ich mich über etwas Ägyptisches gefreut hätte, das Essen war viel und lecker, die Getränkepreise dem Hardrock Cafe angemessen. Danach ging es dann ins archäologische Museum in Kairo, welches mir persönlich sehr gefallen hat. Unsere Reiseleiterin hatte auf dem Weg nach Kairo schon viel über die ägyptische Geschichte, die Könige und die Sagen darum erzählt. Dies ließ sich nun gut mit den Ausstellungsstücken verbinden. Schwer war es nur teilweise, dem ganzen in Englisch zu folgen, aber das wär uns bei den Ausflügen von RCCI nicht anders ergangen, denn sie schafften es nicht, eine deutsche Ausflugsgruppe zusammen zu stellen.Gegen 19:00 Uhr traten wir die Rückreise durch den Stau und die verdreckten Straßen von Kairo an. Es ist schon erstaunlich in einer so gro0en Weltstadt mitten in der Stadt Viertel vorzufinden wo Kinder auf Müllhalden spielen und die Ziegen und Schafe durch die Straßen getrieben werden. Teilweise türmt sich der Müllmeterhoch auf den Straßen und man kommt sich vor wie in einem Slum. Ich war froh, hier nicht aussteigen zu müssen. Auch beim Durchfahren von Alexandria war uns dieser extreme Drek und Müll schon aufgefallen. Nach einer dreistündigen Abenteuerreise erreichten wir gegen zehn endlich wieder unser Schiff, und ich war ehrlich froh wieder hier zu sein, am Eingang die Spender mit Sanitizer und freundliches „welcome back“ mit lächelnden Gesichtern an allen Ecken.
Messina
In Messina haben wir den Ort zu Fuß erkundet. Die beeindruckende Kathedrale mit dem ältesten mechanischen Glockenturm hat uns sehr gefallen. Dieser kann auch für 3,50 Euro erklettert werden und bietet einen sehr schönen Ausblick über die Stadt. Wir hatten bereits vom Schiff eine große Kirche etwas oberhalb der Stadt ausgenacht und machten uns nun auf den Weg dorthin. Nach anstrengendem Aufstieg über ca. 20 Minuten waren dort angelangt und hatten wirklich einen fantastischen Ausblick über Stadt und Hafen. Auf dem Rückweg fanden wir dann auch die Treppen hinunter in die Stadt und waren in nur 10 Minuten wieder unten. Nach einem Bummel über die Haupteinkaufsstraße entscheiden wir uns noch für einen Cafe und ein italienisches Eis, welches für mich in Italien einfach unverzichtbar ist. Außer den Bars und Cafe war leider in Messina wirklich alles zu, entweder ist Sizilien hier strenger mit Sonntagen oder man schert sich nicht um den Umsatz, den 3000 Amerikaner die ihre restlichen Euro loswerden wollen bringen könnten.
Mein persönliches Highlight an Bord war die Spielshow "The Quest" - ziemlich spät am Abend, da nicht ganz jugendfrei, aber für mich wirklich der Höhepunkt an Spaß, Spiel und Mitfiebern!
Ich wünsche Euch jedenfalls eine superschöne Reise!!!!!
Liebe Grüße
Annika