von luigi am 01.12.2011 22:48
Hallo zusammen
Nachdem meine „Geschichte“ um diese Reise jetzt beendet ist, will ich mich doch noch einmal hierzu melden.
Vielleicht könnt Ihr Euch entsinnen, daß ich im August 2010 meine Flußreise auf der Wolga mit der Viking Kirov kurzfristig wegen der Waldbrände in Moskau abgesagt hatte.
Seinerzeit vertrat Viking ja die Ansicht, daß dies kein Stornierungsgrund sei und verlangte von mir die kompletten Stornogebühren (80%). Obwohl ich Viking auch angeboten hatte, diese Wolga-Tour im nächsten Jahr oder eine andere Reise aus dem Programm anzunehmen, war kein Entgegenkommen möglich.
Über dieses kompromißlose Verhalten war ich schon damals sehr enttäuscht.
Ich muß allerdings auch positiv erwähnen, daß man mir damals andererseits jedoch auch einen Gutschein für die nicht normal beendete Reise (Kollision mit Frachtschiff) gegeben hatte, obwohl ich nicht daran teilgenommen hatte. Dies hat mich natürlich sehr gefreut.
Es kam leider, wie es kommen mußte: ich war wegen der Stornokosten beim Anwalt.
In der Sühne-Verhandlung im März 2011 vor dem Amtsgericht in Köln wollte Viking nur 300 Euro erstatten (den Gutschein hätte man mir auch belassen), was jedoch bei einem Streitwert von knapp 6000 Euro ja doch ein bißchen wenig ist. Sogar der Richter empfand dies als zu wenig.
Wir trafen uns also zur Berufung wieder beim OLG. Und hier wurde im Oktober 2011 ganz klar entschieden, daß meine damalige Stornierung rechtskonform war und Viking alle entstandenen Kosten zu erstatten hatte.
So weit, so gut.
Aber jetzt kommt der eigentliche Hammer:
Wie gesagt, ich will diese Reise ja unbedingt machen und buchte sie deshalb am 23.11.11 über mein Reisebüro erneut für den Juli 2012. Nach Rücksprache mit Viking sollte ich den Gutschein direkt an den zuständigen Sachbearbeiter in Köln senden. Dies tat ich auch sofort.
Heute teilt mir mein Reisebüro mit, daß Viking noch auf den Gutschein wartet.
Glücklicherweise hatte ich ihn versichert mit Expreß-Wertbrief weggeschickt, konnte also problemlos feststellen, daß er am nächsten Tag bei Viking eingegangen ist.
Das Gespräch mit Viking heute ergab zuerst einmal, daß er offensichtlich nicht vorhanden ist.
Man wollte jedoch noch mal nachsehen. Bei diesem Telefonat erwähnte ich auch meinen Einlieferungs-Beleg von DHL. Und nach 2 Stunden wurde ich zurückgerufen. Ihr ahnt es sicher: der Gutschein war auf einmal da. Seltsam, jetzt findet man ihn auf einmal. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Ich bin so ein Schelm und denke, man hat auf die einfache Tour versucht, nach den Kosten für den verlorenen Prozeß mir den Gutschein nicht auch noch einlösen zu müssen. Dies sagte ich auch dem Mitarbeiter auf den Kopf zu. Das sei natürlich nicht so und man wird sich bei der Post nach den Ursachen erkundigen. Muß man nicht, denn es ist ja belegt, daß die Sendung bei Viking ankam.
Daß sich hier bei einem so renommierten Unternehmen eine nach meinem Empfinden derart seltsame Verhaltensweise zeigt, ist für mich schlicht und einfach unverständlich und indiskutabel.
Gruß
Ludwig
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