kasi1979 hat geschrieben:Freigepäckgrenze
Hallo,
in diesem Zusammenhang noch von "Freigepäck" zu reden, schafft wohl nur eine ausgesprochen gute Werbeabteilung. Für mich ist dies nun eine "Gepäckgrenze", bei deren Überschreiten zusätzliche Kosten anfallen.
Insgesamt halte ich die Bestrebungen von immer mehr Airlines, über das Gepäck zusätzlich kassieren zu wollen, für sehr bedenklich. Erstens ist es aufgrund der EU-weiten Regelung zur Mitnahme von Flüssigkeiten im Handgepäck fast zwingend erforderlich, Gepäck einzuchecken, so daß die Zusatzkosten für aufgegebenes Gepäck eine Art Zwangsabgabe darstellen. Zweitens gibt es da noch ein Sicherheitsproblem durch übergroßes oder überschweres Handgepäck. Seriöse Fluggesellschaften sind m. E. bestrebt, das Kabinengepäck möglichst gering zu halten, damit dies im Notfall nicht zur Gefahr für alle Reisenden wird.
Zur Verdeutlichung des Problems: Vor Jahren hatten wir mal die Aufgabe übernommen, überzähliges und zu großes Handgepäck den Gästen am Gate abzunehmen. Dabei ging es nicht um zusätzliche Einnahmen (für die Fluggäste entstanden keine Kosten, auch bei bereits vollständig ausgenutztem Gepäckvolumen), sondern um die Sicherheit an Bord und ein schnelleres (pünktliches) Einsteigen. Obwohl die Aktion im Prinzip nur die Umsteiger betraf (am Flughafen selbst klappte die Vorkontrolle ganz gut), kamen pro Flug mit einer 747 bis zu zwei prall gefüllte Container (entspricht ca. 1,5 t "Handgepäck") zusammen. Das schwerste dabei herausgezogene "Handgepäckstück" wog 32 Kilo... Fairerweise muß ich dazu sagen, daß diese an sich löbliche Aktion nach dem 11. September aus Kostengründen gestoppt wurde. Dennoch ist mir eine Airline, die streng beim Handgepäck und liberal beim Check-in-Gepäck ist, lieber als umgekehrt.
Und bevor mich jetzt jeder für einen Engel hält: Im Januar habe auch ich es geschafft, mit 40 Kilo Gepäck Germanwings zu fliegen: 27 im Koffer, die restlichen 13 im Handgepäck. Damals (unter Aufwendung meines gesamten Charmes) noch ohne jeden Aufschlag...
Gruß
Diddn