Kinder im Alter von unter 2 Jahren haben einen eingeschränkten Wortschatz, können sich aber trotzdem sehr deutlich ausdrücken, z.B. mit dem Wort „MEHR !“ oder „Nochmal!“.
Da es vielleicht Einzelne gibt, die mehr darüber wissen wollen, hier ein Bericht:
Wir sind bereits am 21.7. von Köln/Bonn nach Stockholm geflogen, dieses Mal zum ersten Mal mit Germanwings. Ryanair hätte einen ziemlich urlaubszerstörend-frühen Rückflug gehabt, damit waren die aus dem Rennen.
Im Flughafen Arlanda gibt es eine unheimlich lange Rolltreppe zum Expresszug in die Innenstadt. In der City geht’s weiter mit der „Tunnelbana“ bis Gärdet und 10 Min. zu Fuß bis zum Silja-Terminal. Das Hotel Scandic Ariadne liegt direkt daneben. Wir bekamen ein Zimmer im 11. Stock, allerdings nach hinten, aber wir hatten zwei Schiffe unter uns vorm Fenster wenn sie geparkt hatten.

Sonntag, 22.7.09 Stockholm
Am nächsten Morgen warf ich so gegen 9 Uhr neugierige Blicke im Flur in die andere Richtung und musste sofort Foto und Kamera holen. Volltreffer bei der Zeit. 1x Aufschrift Silja, 2x Tallink, Vision, Marco Polo. Die Fährschiffe fanden noch öfters ihren Platz im Foto... Frühstück fand mit Blick auf „mein“/unser Schiff statt.
Zwei Stationen mit dem Bus bis Frihamnen, dann ein Spaziergang an den Hallen entlang und vor der Tür wurden wir unsere Koffer schon los. A5-Zettel wegen Schweinegrippe, Online-CheckIn vorgezeigt, Entscheidung treffen, zu welcher der 12-20 Eincheck-Mädchen man geht, die mit schwedischen Flaggen ihre „Kunden“ herbeiwinken wollten – um 11:30 waren wir auf dem Schiff.
Ab 13 Uhr waren die Kabinen freigegeben. Wir waren auf Deck 3 außen, 3606.
Kabine ist schön geschnitten, sehr praktisch ist das kleine Sofa. Darauf sitzt man besser als auf dem Bett. Die Betten sind erstaunlich breit, auch die oberen (hier verglichen mit der Lirica). Durch die Rundung ist die Dusche gar nicht so klein. In dieser Kabine würde ich gerne mal 14 Tage Urlaub machen, nicht nur vier. Im Kleiderschrank sind keine Schubladen, und die anderen klemmen zum Teil. Macht aber nix, sie gehen ja auf. Für 4 Personen und längere Fahrt wäre der Stauraum jedenfalls zu wenig.
Die oberen Betten: Erstaunlich praktisch – sie konnte sich aussuchen, auf welcher Seite sie schlafen möchte, das andere wurde nicht nur an der Seite hochgeklappt, es wurde noch mal komplett nach oben geklappt und war praktisch in die Decke versenkt. Leiter wurde jeden Abend geliefert und war tagsüber weggeräumt, wie das Bett auch.
Um 16 Uhr sind die beiden Handgepäckstücke da, aber der große Koffer fehlt immer noch. Um 16:30 soll Rettungsübung sein, danach auslaufen. Unser Stewart Fernando kommt und stellt sich per Handschlag vor, fragt nach den Koffern und weist uns darauf hin, dass man auf Deck 1 NACH der Übung nachsehen soll. Sie hatten genau bei uns eine neue Bestimmung und zum ersten Mal angewendet, was für einige (viele) Leute zum unfreiwilligen Schlangestehen führte. Aber zuerst waren wir noch ahnungslos und die Rettungsübung fand statt. Zugleich lief die Marco Polo im schönsten Sonnenlicht aus, sah so chic aus!, ein richtiges Schiff, aber Foto war nicht möglich, wir waren in der hintersten Reihe eingequetscht. Dann Koffer gesucht: Da wir früh waren und als 6. in der Schlange für 4 Decks, war der Koffer kurz nach 5 auf der Kabine – es war das Taschenmesser, was konfisziert wurde und am Ende nach dem Ausschiffen wieder abgeholt werden konnte. Andere mussten 2 kleine Nagelscheren abgeben... Habe ich einen 6. Sinn? Meine Nagelschere = wichtiges Werkzeug ist immer in der Handtasche, außer im Flieger. Ich hatte sie beim Einstieg ins Schiff schon in den Rucksack getan. Der wurde durchleuchtet, aber es hat keinen interessiert. Hätte ich sie im Koffer gelassen, hätte ich sie abgeben dürfen. Das Ende vom Lied: Wir sahen nach 20 Uhr noch Leute mit Koffern den Gang entlang gehen.

Auslaufen: 1,5 Stunden reichen nicht! Tolles Wetter, 2 Schiffe vor uns, 2 entgegenkommende, die erste Begegnung mit meinem Liebling Galaxy, wir trafen uns nach der KF jeden Abend
Wir hatten uns für Essen um 18:30 entschieden (wir waren ursprünglich in 18 Uhr Sitzung, aber wenn man in Schweden um 17 Uhr ausläuft, muss man lange gucken, das war der Hauptgrund für den Wechsel in my time dining, danke für den Tipp!). Und es war für mich noch zu früh. Aber wir bekamen einen Vierertisch hinten links mit beautiful view auf die vorbeiziehende Landschaft. Super, besser ging es nicht! Mit gaaanz netter Kellnerin (soweit man da überhaupt Unterschiede feststellen kann). Schade ist, wenn man mitten drin sitzen muss und nix sieht.
Das Seapass-Kärtchen wurde verschiedentlich bearbeitet. Kind hatte sowieso 2 Löcher drin und einen schöneren Hintergrund. Dann kam ein Aufkleber für My time dining drauf. Ein Cola-Aufkleber für die Soda-Package. Und am nächsten Tag wurde noch ein Stern ausgestanzt für die Kletterwand, nachdem ich 25 Passagen auf einem Formular unterzeichnet hatte. Amerikaner klagen ja gerne wegen allem, da muss man sich absichern. Aber danach durfte sie alleine kommen, weil sie ja schon 14 ist.
Das Getränke Paket war sehr sinnvoll. Man kann fast überall Cola/Fanta usw. holen. Blöd für die Kellner, die ja was verkaufen wollen. Beim Abendessen wurden erst mal Wasserflaschen, die man zahlen muss, angeboten. Aber ich habe nach der Wasserkanne gefragt, die wir von der Galaxy kannten, was nichts extra kostet. Ein Bier durften sie ja dann auch noch bringen.
Es sind 2230 Passagiere an Bord, Verteilung 60 % Schweden, 18% Norweger, 2-3 % Dänen, so dass man über 80 % Skandinavier nennen kann. Finnen sind vermutlich auch ein paar da; ca. 13% Englische, und nur verschwindend gering Deutschsprachige. Wir haben auch nur wenige wahrgenommen.
Aaaber: die Schweden können auch hervorragend Liegen reservieren! Mit Handtuch und schwedischer Zeitung, von 12 Stück waren 2 belegt und der Rest reserviert. Und keiner ging rum um sie abzuräumen. Sag bloß keiner mehr, die Deutschen wären hierbei Weltmeister! Ansonsten sind die Schweden eine nette Reisebegleitung und angenehme Mitmenschen. Ständig mussten wir sie aufklären – wir sind von allen Seiten auf Schwedisch angesprochen worden und haben nichts verstanden - äußerlich passten wir dazu.
Unser Teenie war voll bereit und gewillt, die Teens-Veranstaltungen wahrzunehmen und ging hin – aber es war keiner da. Sie versuchte es ein zweites Mal zur angekündigten Zeit am richtigen Ort – zwei kleine Jungs - kein Erfolg. Dann war sie gelangweilt und hat sich selbst beschäftigt. Bei vier Tagen nicht unbedingt ein größeres Problem, zur Not gibt’s noch den Fernseher...
Wir entdeckten noch den schönsten Platz IM Schiff – aber wir können ihn nicht nutzen. Er stinkt! Man roch es schon im Treppenhaus. Man darf in der Viking Crown Lounge in einer Hälfte rauchen, aber Qualm macht nicht in der Mitte halt und bleibt hartnäckig.
Was mich zuerst ziemlich störte waren die Scheiben ganz vorne. Dadurch kann man doch nicht filmen. Drübergucken konnte ich ja wenigstens, an der Seite waren sie niedriger, das war angenehmer. Allerdings habe ich die Scheiben am Seetag auch genossen, sie waren zweckmäßig und haben den Wind gut abgeleitet.
Die Show am ersten Abend: Boogie Wonderland, nicht so unser Geschmack, langweilig, aber gut gemacht und mit viel Einsatz, 4 Tänzer, 4 Tänzerinnen, je 2 Sänger und -innen. Mit live Band.
Fortsetzung folgt gleich....




und haben Rembrandt, Rubens, Picasso, Da Vinci und viele andere gesehen, dazu wunderbare Räume, jeder irgendwie anders, aber da wir keine Kunst-Freaks sind, reichte es uns. Lieber raus an die Luft. Dort war es warm und sonnig, es ging wohl mittags bis 30° hoch. Vom Museum wurden wir ein paar Straßen weiter zum 

(Das ist jetzt fast schon ein Rätsel, oder?)










