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PRESSEINFORMATION
Peter Deilmann Reederei GmbH & Co KG fokussiert ihre Unternehmensstrategie in Zukunft auf Hochseekreuzfahrten – Flussschifffahrtsgesellschaften stehen seit gestern unter Gläubigerschutz – Geschäftsbetrieb läuft weiter
- Gläubigerschutz wurde von den Besitzergesellschaften der Flusskreuzfahrtschiffe beantragt; der Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter
- Geschäftsbereich Hochseekreuzfahrten bleibt von der Restrukturierungsmaßnahme gänzlich unberührt
Neustadt in Holstein, 25. Juni 2009 – Die Peter Deilmann Reederei, in Deutschland führender Anbieter von klassischen Kreuzfahrten mit 5-Sterne-Standard, hat sich für eine Neuausrichtung der Unternehmensstrategie entschieden. In Zukunft wird sich das 1972 gegründete Familienunternehmen ausschließlich auf Hochseekreuzfahrten konzentrieren. Die MS Deutschland – landesweit bekannt als das ZDF-Traumschiff – wird weiterhin unter deutscher Flagge und mit deutscher Besatzung auf attraktiven Routen fahren. Das Reiseangebot für das Flaggschiff der Reederei wird kontinuierlich weiter ausgebaut.
Der Geschäftsbereich Flusskreuzfahrten wird voraussichtlich ab Jahresende nicht fortgeführt. Die Passagierzahlen sind hier in den vergangenen Monaten in Folge der weltweiten Wirtschaftskrise sehr stark rückläufig gewesen. Insbesondere das Ausbleiben von Passagieren aus den USA und Großbritannien, aber auch erheblich verschlechterte Wechselkurse gegenüber dem US-Dollar und dem britischen Pfund führten dazu, dass die Umsätze in diesem Bereich um mehr als die Hälfte eingebrochen sind. Für das Geschäftsfeld der Flusskreuzfahrten wurde gestern Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt; Gläubigerschutz haben die jeweiligen Besitzgesellschaften der Flusskreuzfahrtschiffe beantragt.
Der Geschäftsbereich der Hochseekreuzfahrten wird von der geplanten Restrukturierungsmaßnahme nicht berührt. Der Hochseereiseveranstalter, die Reederei Peter Deilmann GmbH und die Besitzgesellschaft der MS Deutschland sind von dem Verfahren nicht betroffen. Das Leistungsangebot bleibt ebenso unverändert bestehen wie die hohen Standards in puncto Sicherheit, Qualität und Komfort. Die mit dem Vertrieb und der Bereederung betraute Reederei steht ihren Kunden und Lieferanten mit den bekannten Ansprechpartnern unverändert zur Verfügung.
Für die Flusskreuzfahrtgesellschaften wird ein Planverfahren angestrebt, das es ermöglicht, die begonnene Sanierung des Gesamtunternehmens fortzusetzen und die strategische Neuausrichtung auf hochwertige Hochseekreuzfahrten zu unterstützen. Der Insolvenzantrag für die Flusskreuzfahrtschiffe war unumgänglich, nachdem ausstehende Darlehen für den Betrieb der Flussschiffe kurzfristig fällig gestellt und Anträge der Reederei auf Liquiditätshilfen von Seiten der beteiligten Banken und der Politik negativ beschieden worden waren.
Geplant ist, den Geschäftsbetrieb der Flusskreuzfahrtschiffe bis zum Ende der Saison 2009 in vollem Umfang und gewohnter Qualität aufrecht zu erhalten. Die Löhne und Gehälter der 250 Mitarbeiter der betroffenen Gesellschaften sind für die nächsten Monate gesichert. Die Forderungen von Lieferanten für neue Warenlieferungen und Dienstleistungen werden ab dem Tage der Antragstellung im Rahmen der vereinbarten Zahlungskonditionen bedient. Alle bestehenden Buchungen für die Kreuzfahrten auf den Flusskreuzfahrtschiffen und die derzeit laufenden Kreuzfahrten werden ausgeführt. Eventuelle Anzahlungen von Kunden auf den Flusskreuzfahrtschiffen bleiben bestehen und werden bei der Schlusszahlung angerechnet. Das ist durch die ausgegebenen Reisesicherungsscheine garantiert.
„Der deutsche Hochseekreuzfahrtenmarkt als drittgrößter Markt weltweit hat nach wie vor großes Potential. 2009 werden die Wachstumsraten insgesamt nicht so bemerkenswert sein wie im abgelaufenen Jahr. Wir sind jedoch für diesen Geschäftsbereich zuversichtlich“, so die Geschäftsführerinnen Gisa und Hedda Deilmann. „Ganz anders die Situation bei den Flusskreuzfahrten. Hier konnten wir den massiven Umsatzrückgang nicht kompensieren. Wir bedauern sehr, dass ein Gläubigerschutzverfahren in diesem Bereich nicht zu vermeiden war – sehen jedoch klar die Chance, das Gesamtunternehmen und die Deutsche Kreuzfahrttradition, für die wir stehen, in eine gute Zukunft zu führen. Wir möchten uns bei unseren Mitarbeitern sehr herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz für das Unternehmen bedanken. Die Qualität ihrer Arbeit und ihr Engagement sind vorbildlich.“
Über weitere Schritte im Rahmen des Verfahrens über die Flusskreuzfahrtgesellschaften der Peter Deilmann Reederei GmbH & Co. KG wird der gestern bestellte, vorläufige Insolvenzverwalter Auskunft geben.
Über die Reederei
Mit nahezu 1.000 Mitarbeitern, mehr als 40.000 Passagieren im Jahr und einem Umsatz von rund 100 Millionen Euro in 2008 gehört die 1972 von Peter Deilmann gegründete Reederei zu den führenden Anbietern von klassischen Kreuzfahrten mit 5-Sterne-Standard in Deutschland. Seine besondere Verpflichtung sieht das Familienunternehmen bis heute in der Deutschen Kreuzfahrttradition: Die Schiffe der einzigen deutschen Privat-Reederei fahren ausschließlich unter deutscher Flagge und mit deutscher Besatzung. Das Angebot genügt höchsten Ansprüchen an Qualitätsmanagement, Sicherheitsstandards und Komfort an Bord.
Ansprechpartner für die Presse
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unter deutscher Flagge und mit deutscher Besatzung





Albatros hat geschrieben:Die Deilmann-Zwillinge haben nun auch ihren langjährigen Kommunikationspartner in die Wüste geschickt.





Raoul Fiebig hat geschrieben:Hallo allerseits,
heute schießen dümmliche Kommentare zur Insolvenz aus dem Boden. So hat ein Kommentator die Schuldigen am Niedergang der Deilmann-Flußsparte bereits mit seinem Scharfsinn und Sachverstand ausgemacht: Carnival und Royal Caribbean, da sie Deilmann mit den Kampfpreisen ihrer mehr als 100 Schiffe das Geschäft kaputtmachten. Wie viele Flußschiffe haben diese beiden Unternehmen noch mal zusammen?
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Ach ja - kein einziges!![]()
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