kürzlich bin ich von einer Vier-Nächte-Kurzreise auf der „Bellriva“ von 1AVista Reisen zurückgekehrt. 1AVista ist das neue, im vergangenen Jahr gegründete Unternehmen von Hubert Schulte-Schmelter, vormals bei Neckermann und zuletzt viele Jahre Direktor Schiffsreisen bei Phoenix Reisen in Bonn.
Ich muß gestehen, mit dem Namen 1AVista Reisen hatte ich anfangs meine Probleme. „1A“, das klang für mich ähnlich „aussagekräftig“ wie „tip-top“ oder „piccobello“, während das Wort Vista ja durch Vista Travel in Hamburg bereits einem (zugegebenermaßen vermutlich überschaubarem) deutschen Kreuzfahrtpublikum bekannt ist. Aber es muss ja nicht der Name gefallen, sondern „nur“ das Produkt!
Vom Kölner Hauptbahnhof bis zum Anleger der „Bellriva“ in unmittelbarer Nähe zur Hohenzollernbrücke ist es ein sehr kurzer Fußmarsch – eine Taxifahrt wäre auch nicht kürzer. Kleiner Tipp: Den Weg über die Domplatte kann man nochmals abkürzen, wenn man den rheinseitigen Bahnhofsausgang am Gleis 1 anstelle eines der regulären Bahnhofsausgänge benutzt. Die „Bellriva“ nutzt, wo vorhanden und nicht durch deren eigene Schiffe belegt, die Anleger von Viking River Cruises.
Nach einer herzlichen Begrüßung durch 1AVista-Reiseleiter Tom van Lith und auch Herrn Schulte-Schmelter selbst (der jedoch leider nicht mitfahren konnte), ging es flugs an Bord. Nach dem vermutlich kürzesten Check-In, das ich jemals erlebt habe – das Nichtvorhandensein von ISPS-gemäßen Sicherheitskontrollen spielte dabei auch eine Rolle – wurden wir zu unserer Kabine 820 auf dem Oberdeck geleitet.
Unser „kleines Reich“ gehörte zur höchsten Zweibettkategorie E und maß ca. 12 m². Wie auf vielen älteren Schiffen gibt es auch auf der 1971 gebauten „Bellriva“ Kabinentüren mit „echten“ Schlüsseln, was bedeutet, dass die Kabinentüren explizit abgeschlossen werden müssen, wenn man möglicherweise unerwünschten Besuch fernhalten möchte. So hatten wir beispielsweise während eines kurzen Besuchs auf der Kabine (wo wir ein Abschließen für nicht nötig hielten) plötzlich einen älteren Herrn mit Kappe (!) auf dem Kopf in der Tür stehen, der sich offenkundig in selbiger geirrt hatte bzw. der nicht mehr wusste, welches seine Kabine war und nun jede nacheinander ausprobierte – was der Geräuschkulisse auf dem Gang nach zu urteilen noch zu mehreren „Fehlversuchen“ führte. Womit ich schon beim nächsten Punkt wäre, denn erfreut musste ich feststellen, dass wir offenkundig besonders schweigsame Nachbarn hatten. An der Geräuschdämmung der Kabine zu den Nachbarunterkünften gab es nämlich (trotz einer vorhandenen Zwischentür!) nichts auszusetzen. Lediglich bei lauten Gesprächen auf dem Kabinengang zeigte sich, dass die Kabinentür nicht sonderlich vor solcherlei „Lärm“ (dies schreibe ich bewusst in Anführungszeichen) schützt.
Aber nun zur Kabinenausstattung: Der Eingangsbereich ist in dunklen Holztönen gehalten, linkerhand ein Doppelschrank, rechter Hand ein weiterer vermeintlicher (weil äußerlich identischer) Schrank, der sich jedoch beim Öffnen der Tür als Badezimmer entpuppt. Hier zeigt sich, wie weit die „Bellriva“ der Zeit bei ihrem Bau voraus war: Erst 2010 führt die Norwegian Cruise Line ein besonderes Badezimmerdesign auf ihren Schiffen ein, bei dem das Waschbecken direkt in der Kabine zu finden ist. Auf der heutigen „Bellriva“ gibt es so etwas bereits seit 37 Jahren! Was zunächst unpraktisch erscheint, hat auf den zweiten Blick enorme Vorteile, denn während ein Kabinenbewohner die Dusche oder das WC benutzt, kann der andere das Waschbecken verwenden, ohne dass sich beide in die Quere kommen oder ohne dass der „Waschbeckenbenutzer“ ob der Tropenatmosphäre, die sich bei heißen Duschen in kleinen Badezimmern gerne breit macht, ins Schwitzen gerät. Am Waschbecken gibt es ausreichend Platz für die Kulturtasche und ihren Inhalt.
Die Bäder an Bord der „Bellriva“ wurden offenkundig vor recht kurzer Zeit komplett renoviert, was bereits ein schneller Blick auf die Wand- und Bodenkacheln sowie deren Verfugung zeigt. Auch sind sie mit einer Duschwand (kein Tanz mit dem Vorhang!) und einer modernen, großzügigen Dusche mit dreifach verstellbarem Massagekopf ausgestattet. Wassertemperatur und –druck sind hervorragend regelbar. Womit wir zum größten Defizit kommen, das mir während der Reise aufgefallen ist: Der WC-Bereich des Badezimmers ist verdammt eng! Ich weiß nicht, wie die ursprünglichen Badezimmer der „Bellriva“ aussahen, aber ich vermute, sie besaß die auf älteren Flussschiffen nicht unüblichen Nasszellen mit kleiner „Stufe“ im Boden, die verhinderte, dass beim Duschen die ganze Nasszelle unter Wasser stand, sowie einen Duschvorhang. Der „Luxus“ einer Duschwand sorgt aber nun unter anderem für die Enge. Im Fall unserer Kabine war die Toilette „über Eck“ (also im 45°-Winkel zu den Badezimmerwänden) eingebaut, nicht jedoch unmittelbar in der Ecke, sondern nahezu zentral in dem ohnehin recht kleinen WC-Bereich: Eine Zumutung für größer geratene und besonders für in ihrer Beweglichkeit eingeschränkte Passagiere. Saß man auf der „Schüssel“, klemmte das linke Knie im Türrahmen zur Kabine, das rechte an der Duschwand. Wie ich beim Ansehen anderer Kabinen sehen konnte, ist die Anordnung der Toiletten nicht einheitlich – wir hatten offenbar eine besonders enge Variante erwischt. Passagieren, die etwa permanent auf eine Gehhilfe angewiesen sind, kann man nur raten, wann immer möglich die „öffentlichen“ Toiletten auf dem Promenadendeck zu benutzen! Um es vorweg zu sagen, dies wird der negativste Aspekt meines kleinen Berichts bleiben.
Der Wohn- und Schlafbereich der Kabine ist bei Tage durchaus geräumig, da ein Bett hochgeklappt und das zweite zum Sofa umfunktioniert wird. Das großzügige Panoramafenster reicht über die gesamte Kabinenbreite, ein kleiner Bereich ganz oben lässt sich aufschieben. Wir haben diese Art der Temperaturregelung der Klimaanlage vorgezogen, die bei Nacht recht intensiv auf das Klappbett blies und bei der lediglich die Luftzufuhr, nicht jedoch die Temperatur geregelt werden kann – und das eher unpraktisch durch einen schwergängigen Regler an der Kabinendecke. Ein kleiner Tisch mit Stuhl sowie eine Kofferablage zählen zur Kabinenausstattung, die durch ein internes Telefon und einen Fernseher mit mehreren deutschsprachigen Kanälen komplettiert wird. Die Kofferablage ist sehr praktisch, da Gepäck nicht unter einem der Betten verstaut werden kann und zudem mit Ausnahme eines Regalbretts über dem Klappbett keine weiteren Ablagemöglichkeiten, Schubladen o.ä. existieren. Zwar könnte man theoretisch noch etwa auf der Verkleidung des Klappbetts Gegenstände ablegen, doch werden dort normalerweise bei Nacht die Rückenlehnkissen des Sofabetts untergebracht. Das Sofabett wird übrigens abends um 180° „umgeklappt“ (daher kann man darunter auch kein Gepäck verstauen), so dass man erfreulicherweise nicht auf der Sofasitzfläche sondern auf einer echten Matratze nächtigt. Die verwendete Bettwäsche ist von guter Qualität. In der „Nachtkonfiguration“ geht es in der Kabine naturgemäß etwas beengter zu. Zu beachten ist auch, dass die Liegefläche des Klappbetts sich recht dicht über dem Kabinenboden befindet – vermutlich wäre es für gering mobile Menschen problematisch, aus diesem Bett aufzustehen. Insgesamt bleibt zu sagen, dass die Kabine einen gemütlichen Eindruck hinterlässt und man sich in seinem „kleinen Reich“ schnell wohl fühlt.
Der Kabinenservice arbeitet sehr sorgfältig, wobei es schon einmal bis kurz vor Mittag dauern kann, bis alle Kabinen für den Tag zurecht gemacht wurden. Für die Nacht werden alle Kabinen während des Abendessens vorbereitet.
Ein Rundgang durch die „Bellriva“ nimmt nicht viel Zeit in Anspruch – schließlich liegt auf einem Flussschiff alles recht dicht beieinander. Auf dem Hauptdeck findet sich die Sauna, deren Nutzung (mit Ausnahme von Aufgüssen) kostenlos ist, sowie das kostenpflichtige Solarium. Erfreulich: Direkt neben der Sauna gibt es eine kleine Dusche (ein Tauchbecken aber selbstverständlich nicht). Vorn auf dem Hauptdeck liegen Besatzungsbereiche, dahinter Passagierkabinen. Achtern befindet sich der Maschinenraum. Auf dem Oberdeck liegen in erster Linie Passagierkabinen, aber auch die Rezeption und die gemütliche Sitzecke, in der die 1AVista-Reiseleitung zu bestimmten Tageszeiten anzutreffen ist. Was im Deckplan „Bordshop“ heißt, entpuppt sich als Vitrine, in der Logoartikel, Dinge des täglichen Bedarfs usw. ausgestellt sind, die man an der Rezeption erwerben kann. Eine breite Treppe – wenn auch mit eher schmalen Stufen – führt hinauf zum Promenadendeck. Für gehbehinderte Passagiere steht ein Treppenlift bereit.
Das Promenadendeck trägt seinen Namen zurecht, denn die „Bellriva“ verfügt über eine zwar schmale, doch umlaufende Promenade, wobei der Heckbereich der Besatzung vorbehalten und für Passagiere gesperrt ist. Vorn befindet sich der große Aussichtssalon, der einen modernen, einladenden Eindruck macht. Zum Teil stehen, wie auf vielen Schiffen, die gemütlichen, gelben Sessel sehr dicht beisammen. Riesige Panoramafenster erlauben phantastische Blicke auf die vorbeiziehende Landschaft. Ein je nach Tagesform eher mit miesen MIDI-Klängen und quiekendem Keyboard nervender bis dezent zum Tanz aufspielender Alleinunterhalter residiert in einer kleinen Nische und bildet den Entertainmentpart an Bord der „Bellriva“ – wenn man einmal von einigen „bekappten“ Mitreisenden absieht, die teilweise einen erheblichen Unterhaltungswert boten. Höhepunkt war die Vorbeifahrt an zwei sehr hohen Strommasten nahe Amsterdam. KR 1 schaut sich das „Spektakel“ vom Aussichtssalon aus an und zeigt auf einen der Masten: „Schau mal, ’ne Bohrinsel.“ KR 2: „Und guck’ mal, da drüben ist noch eine.“ Unbezahlbar! An den Aussichtssalon schließt sich achtern die Bar an, der einzige Raum, deren schwarze Ledermöbel einen leicht angestaubten Eindruck hinterlassen. Die Bar ist zudem der einzige Raum an Bord, in dem Raucher ihrem Laster nachgehen dürfen. Ansonsten ist der „blaue Dunst“ an Bord auf die Außendecks verbannt. An der Backbordseite der Bar verläuft die Veranda mit ihren Sitzgruppen aus roten Sofas. Im sich achtern anschließenden Vestibül stehen den ganzen Tag über Kaffee und Tee zur Selbstbedienung bereit. Es folgt das Restaurant – auch dieses ist modern eingerichtet. Im Heckbereich schließen sich die Kombüse sowie weitere Crewbereiche an.
Last but not least verfügt die „Bellriva“ über ein großzügiges Sonnendeck mit zahlreichen Deckstühlen, für die auch Sitzkissen bereit liegen. Der vordere Bereich ist überdacht, achtern befinden sich ganze acht Sonnenliegen. Das Deck hat einen blauen Astroturf-Belag, der sich in gutem Zustand präsentierte. Dem Schiffsführer (auf unserer Reise war gar ein waschechter Kapitän an Bord, was auf einem Flussschiff ja nicht zwingend erforderlich ist) kann man bei seiner Arbeit im Ruderhaus durch große Fenster zuschauen.
Seit diesem Jahr bietet 1AVista Reisen die „Bellriva“ mit einem „All inclusive“-Konzept an, im Rahmen dessen von 08.00 bis 24.00 Uhr folgende Getränke im Preis enthalten sind: Kaffee, Tee, Bitburger vom Fass, Hauswein (rot, weiß, rose), Weinschorle, Cola, Orangen- und Zitronenlimonade, verschiedene Fruchtsäfte und –schorlen, Mineralwasser (still und sprudelnd) sowie Tonic Water und Bitter Lemon. Während letztere Markenprodukte (Schweppes) sind, handelt es sich bei Cola und den Limonaden um Noname-Produkte, die aber nichtsdestotrotz schmecken. Auch die Säfte sind von guter Qualität. Außergewöhnlich: Der Hauswein stammt nicht wie bei anderen Veranstaltern aus dem Tetrapack. Statt dessen handelt es sich um (wenn auch natürlich einfache) Jahrgangsweine. So wurde als roter Tischwein u.a. Cabernet Sauvignon, als weißer Chardonnay serviert. Aufgrund der zahlreichen inkludierten Getränke fällt es weniger stark ins Gewicht, dass die Preise der Barkarte im Vergleich zu anderen deutschen Veranstaltern recht hoch ausfallen.
An Bord der „Bellriva“ werden täglich fünf Mahlzeiten serviert, beginnend mit dem Büfettfrühstück im Restaurant. Die Auswahl ist nicht überschwänglich, doch dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Die Qualität ist großartig, vom leckersten Rührei, das ich jemals auf einem Kreuzfahrtschiff gegessen habe bis hin zu „richtigen“ Brötchen (im Vergleich zu den tischtennisballgroßen „Dingern“, die man auf manch anderem Schiff bekommt). An vielen Stellen erkennt man die Liebe zum Detail: So wird der Bacon immer nur in geringen Mengen zubereitet und häufig nachgefüllt. Daher ist er nahezu immer perfekt, weder „labberig“ noch „steinhart“. Und fetttriefend ist er schon allein deshalb nicht, weil unten im Warmhaltebehälter stets einige Scheiben Toastbrot liegen, die das Fett aufnehmen – eine ebenso einfache wie tolle Idee! Mehrere Sorten Brot sowie eine Auswahl von verschiedenen Wurst- und Käsesorten sind ebenso selbstverständlich wie ein Angebot für die Freunde von Joghurt, Müsli und Früchten.
Das Mittagessen wird ebenfalls in Büfettform im Restaurant eingenommen. Von einem Salatbüfett mit wechselnden frischen und angemachten Salaten kann jeder wählen, was ihm schmeckt. Eine Tagessuppe sowie zwei Hauptspeisen (Fisch und Fleisch) mit verschiedenen Beilagen sowie zum Dessert meist eine Cremespeise und frische Früchte stehen ebenfalls zur Auswahl. Alles ist attraktiv angerichtet und geschmacklich deutlich oberhalb des beworbenen Drei-Sterne-Standards angesiedelt. Um die sprichwörtliche „Schlacht am Büfett“ zu vermeiden, gibt es mittags zwei Anfangszeiten (ich rede bewusst nicht von „Tischzeiten“): An einem Tag starten die ungeraden Tische eine Viertelstunde vor den geraden, am nächsten ist es umgekehrt. Bereits beim Lunch wählt man den Hauptgang für das Dinner aus (Fisch oder Fleisch). Dies ermöglichst der kleinen Küchenmannschaft eine weitaus bessere Planung und vermeidet mögliche Enttäuschungen.
Nachmittags gibt es im Vestibül neben dem durchgehend verfügbaren Kaffee und Heißwasser mit Teeauswahl ein kleines Kuchenbüfett, das während unserer gesamten Reise aus der stets gleichen Auswahl zweier schmackhafter Sorten Blechkuchen (offensichtlich TK-Ware) bestand, die in kleinen Stücken serviert wurden.
Unbestrittener Höhepunkt des kulinarischen Parts einer Flusskreuzfahrt auf der „Bellriva“ ist das Abendessen. Vorweg: Man kann und darf auf einem Drei-Sterne-Schiff kein riesiges Verpflegungsbudget mit den teuersten Zutaten erwarten. Entsprechend kommen auf der „Bellriva“ eher „bodenständige“ Ingredienzien zum Einsatz, die jedoch raffiniert verarbeitet und attraktiv angerichtet serviert werden. Das viergängige Menü besteht aus jeweils einer Vorspeise, Suppe, zwei Hauptgerichten (Fleisch, Fisch) sowie dem Dessert. Lediglich am Kapitänsabend gibt es einen festes Menü mit fünf Gängen (zusätzliches warmes Zwischengericht mit Fisch und Fleischhauptgericht). Auch Geschmacklich bewegt sich das Angebot unzweifelhaft auf Vier-Sterne-Niveau und ist – man verzeihe mir diese profane Einschätzung – einfach nur sehr lecker! Die Erwartungen der allermeisten Mitreisenden – und auch meine – wurden hier deutlich übertroffen.
Zu guter letzt gibt es allabendlich um 22.30 Uhr noch einen kleinen Snack, etwa „Micropizza“ („Minipizza“ wäre übertrieben) oder Baguette mit Käsecreme.
Das Servicepersonal der „Bellriva“ stammt zumeist aus Südosteuropa. Der Service ist stets freundlich, engagiert und effizient. Die meisten Besatzungsmitglieder im Bar- und Restaurantbereich sprechen recht gut deutsch, so dass man sich mit ihnen auch über das Aufgeben von Bestellungen hinaus sehr gut verständigen kann. Auch hier hinterlässt die „Bellriva“ einen deutlich besseren Eindruck als man ihn auf einem Drei-Sterne-Schiff erwartet. Das Management ist jederzeit präsent und ansprechbar. So begrüßen Hotelmanagerin Shazia Bepler und Restaurantchef Igor Karlen die Passagiere zum Dinner und teilweise auch zum Lunch persönlich am Eingang des Restaurants.
Nicht unerwähnt soll auch der Mut der Reiseleitung bleiben, den Passagieren etwas nicht verkaufen zu wollen. Während anderswo vor individuellen Landausflügen geradezu gewarnt wird (zuweilen gar mit dem hässlichen Argument, individuelle Landgänge seien „nicht sicher“) oder doch zumindest organisierte Ausflüge empfohlen werden, strich die Bordreiseleitung die im Vorfeld übermittelte Auslistung von Ausflügen rigoros zusammen, da insbesondere in den kleinen Orten Volendam und Hoorn individuelle Landgänge sehr viel sinnvoller sein. In Hoorn wurde statt des geplanten Stadtrundgangs ein kostenloser abendlicher Spaziergang mit der Reiseleitung angeboten, den man bei Interesse in einer hafennahen Kneipe ausklingen lassen konnte. Passagiere, die individuell an Land gehen wollten, erhielten eine Vielzahl wertvoller Informationen, etwa zum ÖPNV in Amsterdam und der Erreichbarkeit der verschiedenen Museen und Sehenswürdigkeiten.
Für Informationen zu den Anlaufhäfen verweise ich auf die beigefügten Tagesprogramme (siehe separates Posting).
Der Kleidungsstil auf der "Bellriva" ist durchweg leger. Am Kapitänsabend kam ich mir mit dunkler Stoffhose, Hemd, Schlips und Weste hoffnungslos "overdressed" vor!
Insgesamt bleibt zu sagen, dass sich die „Bellriva“ als positive Überraschung entpuppte. Das Schiff ist trotz seines Alters gut in Schuss, Verpflegung und Service über alle Zweifel erhaben. Kurz gesagt insgesamt ein 1A-Erlebnis!



























































