Tag 1 Barcelona / Spanien (Abfahrt 19.00 Uhr)Flughafen Barcelona (private Seite auf Englisch)
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Auch dieses Mal hatten wir eher „kurzfristig“ gebucht und uns erneut für das Anreisepaket von NCL entschieden. Da Condor im Winter Barcelona nicht anfliegt, war der Flug dieses Mal mit Lufthansa (ab München). Glücklicherweise regnete es und so gab es keine Probleme beim Flug (anders als bei einigen kanadischen und amerikanischen Mitreisenden, deren TA-Flüge wegen Schneestürmen gecancelled wurden und erst in Civitavecchia an Bord gingen). Neben Getränken gab es auf dem zweistündigen Flug auch ein Käsesandwich (oder Schinken) mit einem Lebkuchenriegel von Bahlsen. Wir kamen überpünktlich um 11:15 Uhr in Barcelona an.
Während mein Mann sich ums Gepäck kümmerte, gingen meine Tochter und ich schon durch den Zoll, wo ein Forumsmitglied auf uns wartete, das auf der vorherigen Fahrt der Jade war und auf seinen Abflug wartete.
Im Bereich des Gepäckbandes in Barcelona fand sich bereits eine Mitarbeiterin von NCL, die unsere Namen in ihrer Liste abhakte und den weiteren Weg erklärte. Kostenlose Gepäckwagen waren übrigens im Überfluss vorhanden. Nach dem Zoll erwartete uns der nächste Mitarbeiter, welcher unseren Transfer-Voucher entgegennahm und uns zum Warten aufforderte. Während an Pfingsten uns das Gepäck gleich wieder abgenommen und in einen Sammelbereich geschoben wurde, herrschte dieses Mal großes Desinteresse bei den spanischen NCL-Mitarbeiter. Der Gepäckbereich war zudem von der Brilliance of the Seas in Anspruch genommen. Also hieß es, das Gepäck nach einiger Wartezeit selbst zum Bus zu fahren. Mein Mann hatte das Vergnügen, unsere Koffer auch noch selbst in den Bus zu laden, bis sich mal der Fahrer bequemte, Hand anzulegen. Die Busfahrt ging in ca. 30 min Fahrt zum Hafen. Es war inzwischen ca. 12:30 Uhr.
In der Check-In Halle war schon einiges los. Zunächst geht es durch die Sicherheitskontrolle. Auf einem großen Monitor wird angezeigt, wer wo einchecken kann. Die Schlange am allgemeinen Schalter war lang. Dank der Fahrt auf der Gem war wir Bronze-Latitude-Members, so dass wir an den aufgebauten Getränken und Kuchen rasch vorbeimarschierten und an den fast leeren Sonderschalter gehen (ganz hinten). Pässe zeigen, Foto machen, Kreditkarte einlesen und weiter ging es vorbei an den Geschäften (1,5 l Wasser, Eur 2) an Bord, wobei wir nur von einem Fotografen kurz gestört wurden. An Bord gab es zum Empfang ein Glas Sekt (wahlweise Orangensaft bzw. „Mimosa“, sprich Sekt mit Orangensaft). Der Weg zur Kabine wurde dieses Mal beim Check-In nicht erklärt und auch das Zettelchen mit dem Hinweis auf die Schwimmrichtung der Delfine auf dem Teppich der Kabinengänge fehlte. Macht nix, denn wir kennen uns ja schon aus und die Kabine war schnell gefunden. Die Kabinen standen eigentlich erst ab 14 Uhr bereit. Da unsere Kabine aber bereits fertig war, wurden wir gleich mal unser Handgepäck los. Auf dem Bett fand sich bereits das Tagesprogramm (je eines in Deutsch und eines in Englisch), die Latitudes-Nadeln mit der Einladung zum Empfang am nächsten Tag, den Vouchern für den Latitudes-Onboard-Credit und weiteren Informationen.
Nach einer kleinen Stärkung im Garden Café (das einzige, das offen hatte), machten wir eine erste kleine Runde. Das Garden Café konnte dem Ansturm der Gäste übrigens kaum Rechnung tragen, entsprechend war kein Sitzplatz mehr zu finden. Dank des schönen Wetters genossen wir die Sonne im Great Outdoors. Wir meldeten anschließend unsere Tochter im Kids´ Club an und bekamen das Programm für die Fahrt. Mein Mann reservierte im Teppanyaki für das Abendessen. Um 14 Uhr nahmen wir an der Restaurant-Führung teil. Es gab eine gesonderte deutsche Führung, bei der sich die deutsche Gästebetreuerin Katharina Frey vorstellte. Die Führung selbst erfolgte durch den österreichischen Maitre ´D Christian Schagerl (zuständig für das Alizar, wo er sich besonders um die deutschsprachigen Gäste kümmerte). Überreicht wurde ein Infoblatt mit einer Liste der Restaurants samt Zuzahlungen. Entgegen der sonstigen Gepflogenheiten war die Führung von Christian nicht auf Verkauf ausgerichtet. Vielmehr betonte er immer wieder, dass man keines der Zuzahlrestaurants besuchen müsse, sondern immer gerne auch in den beiden Hauptrestaurants essen könne. Ach ja, die „Kappenrentnerfrage“ des Tages an Christian: Wann gibt es denn Kaffee und Kuchen und wo? Als dieser antwortete, dass es leider kein Wiener Kaffeehaus gäbe und im Garden Café auch Kuchen vorrätig sei, kam als Antwort, bei anderen Schiffen, die sie kenne, gäbe es das aber und im Garden Café sei es ihr viel zu voll gewesen, denn sie hasse es, sich anzustellen. Übrigens gab es an jedem Spezialitätenrestaurant „Spoon Food“ zum Kosten.
Wir setzten unseren Rundgang fort. Die Weihnachtsdekoration auf dem gesamten Schiff hält sich übrigens ganz unamerikanisch sehr zurück. Im Atrium stehen zwei Weihnachtsbäume und ein bisschen Lichterdeko. Ein großes Lebkuchenhaus ist der Magnet für alle Kinder, von denen gerüchteweise 600 bis 800 an Bord waren.
Um 17 Uhr fand die obligatorische Rettungsübung statt. Musterstation war für uns im Alizar auf Deck 6. Jeder wurde gewissenhaft auf einer Liste abgehakt. Die Schwimmweste durfte erst vor Ort nach Anleitung angezogen werden. Warum sich auf unserer 3-Bett-Kabine insgesamt fünf Schwimmwesten befanden, konnten wir nicht ergründen. Dezent wurde versucht, die Aufschrift Pride of Hawai´i mit einem Reflektoraufkleber zu kaschieren. Bei der einen oder anderen Rettungsweste ging dieser aber offensichtlich verloren. Die Prozedur wurde durch die Ansagen auf Englisch, Spanisch und Deutsch leicht in die Länge gezogen.
Wir überbrückten die Zeit bis zum Abendessen (18:30 Uhr) mit einem weiteren Rundgang. Zur Sailaway-Party auf dem Pool-Deck wurden übrigens die großen BBQ-Grills aufgebaut. Das Wetter war sonnig mit 16°C. Wir zogen uns für das Abendessen um und genossen anschließend die Kochshow im Teppanyaki. Die Abfahrt um 19 Uhr ging in der Dunkelheit an uns vorüber. Ob das Teppanyaki die Zuzahlung von $ 25 wert ist, muss jeder selbst beurteilen. Die philippinischen Köche können allerdings einem japanischen Koch nicht das Wasser reichen. Das Essen war alles in allem ganz in Ordnung. Meine Shrimps waren eher etwas muffig, die Hähnchenbrust hingegen lecker. Die Nachspeisen waren gut, aber etwas lieblos angerichtet.
Unsere Tochter begab sich nach dem Essen in den Kids´ Club, der heute um 20 Uhr öffnete. Wir gingen ins Stardust Theater zur Welcome Aboard Show. Auf eine recht nette Art stellte Cruise Director Jason Bowen die Theatertruppe, Second City und einzelne Künstler vor. Erstaunlicherweise wurden dieses Mal keinerlei Instant-Win Tickets mit Raffle-Tickets verkauft, was das Warten vor der Show wesentlich entspannter machte (Instant-Wins und Raffle Tickets gab es auf der ganzen Fahrt nur beim Bingo).
Da wir ja schon recht früh aufgestanden sind, holten wir unsere Tochter ab und gingen ins Bett.
Das Klappbett war hergerichtet, die Minzschoko auf dem Bett. Auch ein drittes Set Handtücher war im Bad und unsere Latitude-Onboard-Credit-Vouchers mitgenommen. Nur wie auch auf der Gem, scheint es den bislang uns immer noch unbekannten Steward nicht zu kümmern, dass die leeren Sektgläser rum standen. Das daneben stehende benutzte Wasserglas war hingegen gegen ein frisches ausgetauscht.
Mit uns im Hafen waren übrigens die BRILLIANCE OF THE SEAS und die OCEANIC.